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2. Bundesliga Paderborn hamstert weiter Punkte


Die Trainer-Debütanten Thomas Oral und Jörn Andersen mussten Niederlagen einstecken. Oral verlor mit dem FC Ingolstadt mit 0:1 gegen 1860 München, Andersen musste sich dem FC Paderborn mit 1:2 geschlagen geben. Nur Oliver Reck konnte im dritten Spiel als MSV-Coach mit 3:0 gegen Braunschweig siegen.

Der SC Paderborn schnuppert an den Spitzenplätzen der 2. Bundesliga. Die Ostwestfalen fuhren beim 2:1 (1:1) gegen den Karlsruher SC schon ihren neunten Saisonsieg ein und eroberten zum Auftakt des 15. Spieltages vorübergehend den Relegationsplatz.

Damit misslang der Einstand des neuen KSC-Trainers Jörn Andersen ebenso wie der von Tomas Oral beim Schlusslicht FC Ingolstadt. Die Donaustädter unterlagen 1860 München mit ihrem neuen Coach im Bayern-Derby mit 0:1 (0:1).

Oliver Reck mit seinem ersten Trainer-Sieg

Immerhin durfte sich Duisburgs Oliver Reck über drei Punkte freuen: Unter dem vom Interims- zum Cheftrainer beförderten Ex-Torwart beendete der MSV seine wochenlange Negativserie dank eines 3:0 (2:0) gegen Eintracht Braunschweig.

Nach seiner Berufung zum neuen Chef wirbelte Duisburgs Coach Reck seine Elf kräftig durcheinander und verhalf dem 21-jährigen Nachwuchskeeper Felix Wiedwald zum Zweitliga-Debüt. Das sorgte für Unverständnis beim etatmäßigen Schlussmann Florian Fromlowitz, der sich gar weigerte, auf der Reservebank Platz zu nehmen.

Immerhin hatten die abgerutschten Zebras beim kuriosen Führungstor das Glück auf ihrer Seite: Braunschweigs Marcel Correia hatte den Ball im eigenen Strafraum nach einem Sprintduell eigentlich weghauen wollen, stattdessen aber schoss der Innenverteidiger Daniel Brosinski an, über dessen Kopf das Leder den Weg ins Tor fand (11.). Erneut Brosinski (32.) und Zvonko Pamic (85.) entschieden das Spiel. Braunschweigs Ärgerlich für die Eintracht, dass Benjamin Kessel (71.) wegen eines groben Foulspiels obendrein noch die Rote Karte.

Proschwitz bestraft Iashvili

Nach sechs Siegen aus den jüngsten sieben Partien sah es in Paderborn lange nach einem Remis aus. Doch Torjäger Nick Proschwitz sicherte dem SCP zwei Minuten vor Schluss noch drei Zähler. Dabei hatte es Paderborn zunächst gemächlich angehen lassen. Gegen das verunsicherte Kellerkind aus Karlsruhe schien das trotzdem zu reichen - gleich die erste Chance nutzte Abwehrmann Sören Gonther (26. Spielminute) zur Führung. Doch Alexander Iashvili (39.) brachte die kämpferisch starken Gäste mit einem umstrittenen Handelfmeter zurück ins Spiel. Glück für Paderborn, dass Iashvili kurz nach der Pause einen weiteren fragwürdigen Strafstoß an den Querbalken setzte.

Einstand ohne Punkte

Kein Punkt für Andersen, keiner auch für Oral: Beim Debüt seines neuen Coaches agierte der FC Ingolstadt ähnlich harmlos wie zuletzt unter Ex-Coach Benno Möhlmann. Nach nur einem Zähler aus den vorangegangenen sechs Partien standen die Gastgeber vor ausverkauftem Haus zwar unter Zugzwang, gefährlich wurde es aber meist nur vor dem eigenen Tor. Beim 1:0 tanzte Djordje Rakic (20.) die Abwehrspieler Matip und Pisot aus - und vollendete dann eiskalt. Benjamin Lauth ließ kurz darauf die dicke Chance zum 2:0 liegen. "Meine Mannschaft hat einen hohen Aufwand betrieben. Es war die unverdienteste Niederlage für mich seit langem", meinte Coach Oral anschließend.

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