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RB-Leipzig-Verteidiger Alle schwärmen vom "Biest" Upamecano: "Gegen ihn will niemand spielen"

Diego Costa (l.) sah gegen Dayot Upacemano keinen Stich
Diego Costa (l.) sah gegen Dayot Upamecano keinen Stich
© Miguel A. Lopes / Getty Images
Nach dem Sieg gegen Atlético Madrid ist Dayot Upamecano zum "Man of the Match" gekürt worden - zu Recht. Der junge Franzose machte ein herausragendes Spiel. Im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain trifft er auf Neymar und Mbappé  - das kann spannend werden.

Wenn man wissen will, warum die Fußball-Welt nach dem Spiel gegen Atlético Madrid von RB-Leipzig-Verteidiger Dayot Upamecano schwärmt, sollte man dessen Gegenspieler Diego Costa befragen. Der Atlético-Angreifer könnte wahrscheinlich am besten beschreiben, was an diesem Abend im Champions-League-Viertelfinale in Lissabon zu bestaunen war: dass Upamecano ein außergewöhnlicher Verteidiger ist. Costa war, genau wie Sturmpartner Marcos Llorente, der einige Kratzer davontrug, chancenlos gegen den Verteidiger, der mit seiner Zweikampfstärke, Athletik und Technik jede Aktion des Stürmers im Keim erstickte. 72 Minuten lang dauerte Costas Qual, dann nahm ihn Trainer Diego Simeone vom Platz, weil es keinen Sinn mehr machte.

Der englische Fußball-Experte und ehemalige Weltklassestürmer Gary Linneker geriet nach dem 2:1-Sieg der Leipziger so ins schwärmen, dass er der Welt in einem Tweet mitteilte, dass Upamecano schlicht das Beste war, was es in dem Spiel zu sehen gab: "Höhepunkt bisher war es, den herausragenden Dayot Upamecano zu sehen. Dem jungen französischen Verteidiger steht eine gewaltige Zukunft bevor. Hervorragend mit und ohne Ball." Das sahen die Uefa-Beobachter ähnlich und kürten Upamecano zum "Man of the Match".

Emil Forsberg: "Gegen ihn will niemand spielen"

Der 21-jährige Franzose, der seit 2017 in Leipzig ist, hat sich schon in jungen Jahren zu einem der besten Verteidiger der Bundesliga entwickelt. Teamkollege Emil Forsberg beschreibt seine Fähigkeiten gegenüber dem "Kicker" so: "Auf dem Platz ist er ein Biest. Gegen ihn will niemand spielen." Und Abwehrkollege Lukas Klostermann urteilt: "Biest trifft es schon relativ gut, er ist wirklich eine Maschine."

Dass er auch international auf höchstem Niveau spielen kann, weiß man spätestens seit Donnerstagabend. Upamecano kochte nicht nur seinen Gegenspieler gnadenlos ab, sondern glänzte genauso als Organisator der Abwehr und präziser Passspieler im Aufbauspiel. Dass er über eine hervorragende Technik verfügt, bewies er bei seinen Vorstößen, als er durch das Mittelfeld pflügte und die Gegenspieler umkurvte.

Die Leipziger wissen, was für ein Juwel sie da haben. Es gab in den vergangenen Monaten reichlich Gerüchte, wer den jungen Franzosen aus der Stadt Evreux in der Normandie nicht alles verpflichten will. Arsenal London soll Interesse signalisiert haben, aber selbstverständlich auch die Bayern. RB Leipzig hat auf jeden Fall vorgesorgt. Vor wenigen Wochen verlängerte der Verein Upamecanos Vertrag bis 2023.

Die nächsten Gegenspieler heißen Neymar und Mbappé

Die größte Herausforderung für den jungen Verteidiger steht aber noch bevor. Am 18. August trifft RB im Halbfinale auf Paris Saint-Germain. Dessen Sturmreihe bilden Neymar und Kylian Mbappé, die noch einmal eine ganz andere Herausforderung für die Leipziger Abwehr bedeuten. Upamecano kann dann endgültig beweisen, dass er das Abwehr-"Biest" ist und Neymar und Mbappé könnten nach der Partie möglicherweise mit Kratzspuren dastehen.


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