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Barcelona gewinnt Champions League: Messi Royal

Es war das Spiel seines Lebens: Lionel Messi hat den FC Barcelona auf fast schon irrwitzige Art und Weise zum Champions-League-Sieg gegen Manchester United geführt.

Von Klaus Bellstedt, London

Chicharito, die kleine Erbse, kniete plötzlich nieder. Manchesters mexikanischer Stürmer Javier Hernandez, schickte in bester Schauspieler-Manier schnell noch ein Stoßgebet vom Anstoßkreis in den Himmel über Wembley. Es waren die letzten Sekunden vor dem Anpfiff zum Champions-League-Finale zwischen den Red Devils und dem FC Barcelona. Lionel Messi, genannt "La Pulga", der Floh, hatte die Szene genau beobachtet. Er stand nur zwei Meter von Hernandez entfernt. Der beste Spieler der Welt lächelte erst milde. Dann fror seine Mimik ein. Das Erbschen hatte den Floh mit dieser effekthascherischen Aktion gereizt. Messis Rache auf dem Platz sollte fürchterlich ausfallen.

Trainer Pep Guardiola, der Barca noch mehr verkörpert als Lionel Messi oder Andres Iniesta, hatte vor der Partie an seine Spieler folgende Marschroute ausgegeben: Sie sollten in die Partie gehen, als "wäre es das letzte Champions-League-Finale, was sie jemals spielen." Nach Barcas 3:1-Erfolg von London darf man getrost festhalten: Wohl selten hat eine Mannschaft die Vorgabe ihres Trainers so umgesetzt wie der wunderbare FC Barcelona an diesem Final-Abend. Dabei hatte es anfangs gar nicht danach ausgesehen. Manchester United versuchte es, wie schon beim Königsklassen-Endspiel vor zwei Jahren in Rom, mit der Überrumpelungstaktik. Auch damals zuckte Barca kurz und zeigte sich beeindruckt. Am Ende siegten die Katalanen mit 2:0, das Champions-League-Endspiel 2009 endete in einer Demütigung für United. Geschichte wiederholt sich: 15 Minuten lang zeigte der englische Meister auch dieses Mal, dass er ein großes Team hat. Doch am Ende war er wieder chancenlos gegen das größte.

Gut, Guardiola hatte ein bisschen nachgeholfen. Der besessene Fußballstratege im maßgeschneiderten Anzug wirkte von seiner Coaching-Zone aus dermaßen lebhaft auf seine Mannschaft, dass die gar nicht anders konnte, als so langsam ihr Spiel aufzuziehen. Und wenn die Kombinationsmaschine einmal anläuft, ist für den Gegner fast schon alles zu spät. Nach Barcelonas Gnadenviertelstunde avancierte das Endspiel von Wembley zu einer Diktatur des Pass-Triumvirats bestehend aus Messi, Iniesta und Xavi. Angeführt von diesen drei Ausnahmefußballern spulte Barca in der Hälfte von Manchester United Endlosserien von Kurzpässen ab. Kein anderer Club auf der Welt hat diese ganz bestimmte Vorstellung vom Spiel, die auf raumfüllendem Ballbesitz basiert. Die Tore finden fast immer ihre Entstehung im Zentrum. Dort wird unter ständigen Positionswechseln der Ball zirkuliert - bis die finale Steilattacke erfolgt. Der Führungstreffer, den Iniesta mit einem Zuspiel auf Xavi einleitete, dieser per Außenrist Pedro in die Gasse schickte und der Außenstürmer schließlich zum 1:0 (27.) vollendete, dient dafür als ideales Fallbeispiel.

Messi holt die Keule aus dem Rucksack

Lionel Messi war an dieser ersten entscheidenden Szene des Spiels nicht beteiligt. Trotzdem war er der alles überragende Akteur dieses Champions-League-Endspiels. Seine unnachahmlichen Tempodribblings, seine verdeckten Zuspiele, so, wie er den Ball abschirmt: Das alles kennt man von ihm. Aber in diesem Finale schien es so, als wären seine Qualitäten noch größer, noch höher, noch mächtiger als sonst. Messi terrorisierte die Abwehr von Manchester United um Nemanja Vidic auf fast schon irrwitzige Art und Weise. Vier, fünf, manchmal gar sechs Gegenspieler versuchten den 23-Jährigen vom Ball zu trennen. Allein, es gelang ihnen nie. "Es war unmöglich, Messi zu kontrollieren", analysierte hinterher Alex Ferguson. Der sonst nach Niederlagen so muffelige United-Coach versuchte gar nicht erst, die 1:3-Niederlage schönzureden. Diesem Messi hatten Giggs, Carrick und Co. nichts entgegenzusetzen. Nicht einmal das plötzliche 1:1 durch den guten Wayne Rooney (34.) änderte daran etwas. Der Ausgleich, er war lediglich ein kleiner Betriebsunfall im Maschinenraum der Barca-Fabrik.

Als die "Blaugrana" in der zweiten Hälfte im Begriff war, sich endgültig in den finalen Rausch zu kombinieren, war es, natürlich, Messi, der mit einem 20-Meter-Schuss einen überraschenden Kontrapunkt setzte. Sein Tor entsprang ausnahmsweise mal keiner Ballstafette. Statt den Gegner wie zuvor mit der schmalen Klinge seines Degens zu sezieren, holte er beim 2:1 (54.) die dicke Keule aus dem Rucksack. Er kann also auch anders. Aber auch das wussten wir ja schon. Messis Jubel nach dem Tor ähnelte dem seines Schusses. Er war unheimlich und fast ein bisschen aggressiv. Der Argentinier trat ein Mikrofon um, die Gesichtszüge entglitten ihm - ausgerechnet vor den eigenen Fans. In diesem Moment wirkte der Floh seltsam bedrohlich. "Ich weiß nicht, was da in meinem Kopf vorgegangen ist. Wahrscheinlich war es der Druck, der auf mir gelastet hat. Der musste raus", lieferte Messi im Anschluss an die Partie eine plausible Erklärung. Eine Erklärung die auch beweist, dass der Mann neben den überirdischen fußballerischen auch menschliche Züge hat. Irgendwie beruhigend.

Das Trikot kriegt das Erbschen nicht

"Leo ist der beste Spieler, den ich je auf dem Fußballplatz habe spielen sehen. Wir haben viele gute Spieler, aber er allein macht den Unterschied." Pep Guardiolas Lob nach dem gewonnenen Endspiel in Richtung seines wichtigsten Spielers fiel überschwänglich aus. Dass der Katalane einzelne Spieler aus seinem folgsamen Kollektiv hervorhebt, kommt so gut wie nie vor. An diesem Abend war es nur ein weiterer Beleg dafür, wie außergewöhnlich die Leistung Messis in diesem Match war. Man wird sich noch lange an dieses denkwürdige Champions-League-Endspiel im neuen Wembley-Stadion erinnern, nicht wegen Pedro und auch nicht wegen David Villa, dem noch das 3:1 (69.) gelang. Schon eher wegen Xavi und Andres Iniesta, den beiden Meistern des Ball-Gekreisels. Aber vor allem wegen Lionel Messi, dem König des Fußballs.

"Chicharito", die kleine Erbse von Manchester United, wird das Finale wohl auch nicht so schnell vergessen. Vielleicht wird es für den Mexikaner gar traumatische Folgen haben. Nach dem Schlusspfiff rannte Manchesters Stürmer mit einer Mordsgeschwindigkeit auf den Matchwinner zu. "Chicharito" flehte förmlich um das Trikot mit der Nummer 10. Messi lehnte ab.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(