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Goldener Ball der Fifa: Messi wieder Weltfußballer, Neid Trainerin des Jahres

Es ist eine kleine Überraschung: Bei der WM in Südafrika konnte er sein Team nicht zum Erfolg führen, dennoch ist der Argentinier Lionel Messi erneut zum Welfußballer des Jahres gewählt worden. Aus deutscher Sicht erfreulich: Den Goldenen Ball als Trainerin des Jahres ging an Silvia Neid.

Lionel Messi ist zum zweiten Mal in Folge zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der 23 Jahre alte Ausnahmekönner vom spanischen Champion FC Barcelona erhielt am Montagabend bei der Fifa-Gala in Zürich den Goldenen Ball aus den Händen seines Vereinstrainers Josep Guardiola.

Obwohl er mit Argentinien bei der WM in Südafrika bereits im Viertelfinale an Deutschland gescheitert war, setzte sich Messi bei der Abstimmung etwas überraschend gegen seine Vereinskollegen Andres Iniésta und Xavi Alonso durch. Und das, obwohl die beiden Mittelfeld-Strategen Spanien gekonnt zum ersten Weltmeistertitel geführt hatten.

Marta mit Abo auf die Trophäe

Bei den Frauen erhielt die Brasilianerin Marta zum fünften Mal nacheinander die Trophäe als weltbeste Spielerin 2010. Die deutschen Nationalspielerinnen Birgit Prinz vom 1. FFC Frankfurt und Fatmire Bajramaj von Turbine Potsdam wurden auf die Plätze verwiesen.

Freuen konnten sich die deutschen Fußball-Frauen dennoch. Silvia Neid wurde zur Trainerin des Jahres gewählt. Bei der erstmals von der Fifa durchgeführten Abstimmung setzte sich die 46 Jahre alte Bundestrainerin, die in diesem Jahr ihre Mannschaft zum Weltmeistertitel im eigenen Land führen will, gegen die deutsche U-20-Trainerin Maren Meinert und die Schwedin Pia Sundhage durch. Bei den Männern gewann der Portugiese José Mourinho vom Champions-League-Gewinner Inter Mailand die Trophäe.

Messi konnte die Albi celeste nicht führen

Der alte und neue Weltfußballer Messi erzielte für Barça bereits mehr als 150 Tore, davon über 100 in der spanischen Liga. Mit dem Club gewann er in den vergangenen Jahren Meisterschaft, Landescup, Champions League und Weltpokal - 2010 allerdings "nur" die Landesmeisterschaft. Bei der WM in Südafrika lief er in der Vorrunde gegen Griechenland als jüngster Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft, der Albi celeste, bei einem WM-Turnier auf. Den Beweis, dass er das Team auf höchster Ebene zum wichtigsten Titel führen kann, blieb er allerdings schuldig.

Der beste Fußballer der Welt wurde in diesem Jahr erstmals vom Weltverband Fifa und der Zeitschrift "France Football" gemeinsam geehrt. Messi wurde von den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften und von mehr als 150 Medienvertretern gewählt.

dho/DPA / DPA

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