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Bernardo Silva und Benjamin Mendy: Schwarzen Kollegen auf Twitter mit Schoko-Maskottchen verglichen: Geldstrafe für ManCity-Star

Bernardo Silva von Manchester City muss für ein Spiel pausieren und 50.000 Pfund Strafe zahlen. Der Portugiese wird damit für einen sehr umstrittenen Tweet bestraft, der ihm Rassismus-Vorwürfe einbrachte.

Bernardo Silva (l.) beteuert, er habe nur einen Scherz über seinen Freund Benjamin Mendy (u.) machen wollen

Bernardo Silva (l.) beteuert, er habe nur einen Scherz über seinen Freund Benjamin Mendy (u.) machen wollen

Getty Images

Manchester-City-Star Bernardo Silva muss wegen eines umstrittenen Tweets eine hohe Geldstrafe zahlen und ein Spiel pausieren. Das gab die Englische Football Association (FA) bekannt, wie unter anderem die BBC berichtet. 

Der 25-jährige Portugiese hatte Ende September auf Twitter ein Kinderbild seines schwarzen Teamkollegen Benjamin Mendy nebst dem Maskottchen des Schokoladensnacks "Conguitos" gestellt und mit mehreren Smileys dazu gefragt: "Ratet mal, wer?".

Das Schoko-Maskottchen ist eine kleine braune Figur mit dicken roten Lippen und gilt in Spanien als höchstumstrittene Karikatur. Viele warfen Silva daraufhin Rassismus vor. Nach wenigen Minuten löschte er den Post und schrieb: "Leute, man kann heutzutage nicht mal mehr Witze mit einem Freund machen."

Pep Guardiola verteidigt Bernardo Silva

Der Trainer der beiden, Pep Guardiola, verteidigte Silva bereits im September gegen die Kritik. Man solle keine vorschnellen Urteile wegen eines Tweets schließen. Silva sei "einer der nettesten Menschen, die ich in meinem Leben getroffen habe", so Guardiola. "Er spricht vier Sprachen. Das zeigt schon wie offen er ist. Und Mendy ist einer seiner besten Freunde. Er ist wie ein Bruder für ihn."

Auch der Betroffene selbst hatte sich am 22. September offenbar nicht angegriffen gefühlt. Mendy hatte mit mehreren lachenden und klatschenden Emojis auf den Post reagiert und geschrieben. "1-0 für dich, werden sehen."

Ein Mann im Anzug steht im Mittelgang eine Flugzeuges und spricht in vier Mikrofone, die ihm Reporter hinhalten

Die FA schrieb in einem Statement zu der Strafentscheidung, dass man Silva durchaus glaube, dass er niemanden habe verletzen wollen und der Tweet als "Witz zwischen zwei Freunden" gemeint gewesen sei. Deswegen sei die Strafe mit einem Spiel Sperre auch recht milde ausgefallen. Twitter sei jedoch ein öffentlicher Ort und der Beitrag sei an mehr als 600.000 Follower geschickt worden. Viele Menschen hätten sich von dem Inhalt des Tweets angegriffen gefühlt, weil er "beleidigend in Bezug auf Rasse, Farbe und ethnischen Ursprung" sei. Und das "auf eine Weise, die den Fußball diskreditiert".

Manchester City will keinen Einspruch gegen die Strafe einlegen.

Quellen: BBC / "Bleacher Report" / Twitter

fin

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