VG-Wort Pixel

Bundesliga Leitfaden für die Fan-Rückkehr in die Stadien: Keine Stehplätze, kein Alkohol

Volle Tribüne beim 1.FC Köln - die DFL hat einen Leitfaden für die Fan-Rückkehr vorgelegt
Volle Häuser wie hier beim 1.FC Köln im vergangenen Januar wird es auch in der neuen Bundesliga-Saison (vorerst) nicht geben. Doch ganz ohne Fans soll es auch nicht weitergehen.
© Federico Gambarini / DPA
Die Zeit der Geisterspiele in der Bundesliga soll vorbei sein. Die DFL hat einen Leitfaden vorgelegt, wie die Klubs eine Fan-Rückkehr ins Stadion umsetzen können. Normalität bedeutet das nicht: So soll unter anderem auf Stehplätze verzichtet werden.

Die Deutsche Fußball Liga hat an die Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga einen Leitfaden zur Wiederzulassung von Zuschauern in die Stadien verschickt. Wie die DFL am Mittwoch mitteilte, wolle man damit die Klubs bei der Erarbeitung von Konzepte unterstützen, die die besonderen Anforderungen der jeweiligen Standorte berücksichtigen.

"Der Leitfaden dient als Orientierung für die Grundstruktur der zu erstellenden Konzepte und beinhaltet zahlreiche zu berücksichtigende Aspekte", hieß es in der Mitteilung. Er sei dem Bundesgesundheitsministerium vorab zur Bewertung vorgelegt worden. Ein Ministeriumssprecher sagte in Berlin, das DFL-Konzept berücksichtige "wesentliche Aspekte des Infektionsschutzes". 

Bundesliga: Reduktion der Zuschauer entscheidend

Die DFL verwies auf die Vorgaben des Ministeriums, nach denen die konsequente Einhaltung höchster Infektionsschutzstandards Grundvoraussetzung sei, um Fußballspiele mit Publikum wieder möglich zu machen. Eine auch nur teilweise Zulassung von Zuschauern soll laut DFL immer abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen sein. Außerdem seien die lokalen Konzepte der Klubs entscheidend, welche von den zuständigen Gesundheitsbehörden vor Ort freigegeben werden müssten.

Das Ministerium von Ressortchef Jens Spahn (CDU) betonte: "Wichtig ist unter anderem die Reduktion der Zuschauerzahl, um den Mindestabstand von 1,50 Meter sicher einzuhalten, der Verzicht auf Stehplätze, Konzepte zur sicheren An- und Abreise sowie das Verbot von Alkohol im Stadion." Papier sei allerdings geduldig, sagte der Sprecher. "Nun kommt es entscheidend darauf an, dass alle Vereine der Bundesliga dieses Konzept auch tatsächlich leben und mit den zuständigen Behörden vor Ort auf das jeweilige Stadion zuschneiden."

Union Berlin will volles Stadion mit getesteten Fans

Bundesligist Union Berlin hatte bereits angekündigt, beim Start der neuen Saison im September in einem voll besetzten Stadion spielen zu wollen. Alle Stadionbesucher sollen zuvor auf das Coronavirus getestet werden. Auch der Deutsche Fußball-Bund hofft, durch flächendeckende Coronatests die Arenen wieder füllen zu können.

"Ob es zu bestimmten Punkten, beispielsweise zu Ticket-Kontingenten für Gastvereine, ein einheitliches Vorgehen aller Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga geben wird, soll frühzeitig vor Saisonstart im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der DFL besprochen werden", teilte die DFL weiter mit.

dho DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker