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Bundesliga: Beckenbauer nagelt gegen Hoffenheim

Die Bundesliga liegt noch im Winterschlaf, und auch das Klima zwischen München und Hoffenheim bleibt frostig. Nach Uli Hoeneß hat sich jetzt auch Bayerns Präsident Franz Beckenbauer in den Verbal-Krieg zwischen den beiden Clubs eingeschaltet. In einem Interview warf er dem Herbstmeister "beginnenden Größenwahn" vor.

Nach Uli Hoeneß hat auch Franz Beckenbauer den Bundesliga-Herbstmeister 1899 Hoffenheim heftig attackiert. "Bei Hoffenheim verfolge ich mit Sorgen den beginnenden Größenwahn. Einige Aussagen aus dem Klub stehen im völligen Gegensatz zur Person Dietmar Hopp, der in seiner Bescheidenheit vorbildlich ist", sagte der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München in einem Interview mit der Bild-Zeitung.

In die gleiche Richtung war zuvor schon Hoeneß' Angriff auf Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick gegangen. Der Bayern-Manager hatte Rangnick "Besserwisserei" vorgeworfen und ihm attestiert, dass er "es nicht versteht, mit Höhenluft umzugehen".

Neben Rangnick, der seinerseits schon das ein oder oder andere Mal in Richtung der Münchener gestichelt hat, ist bei den Bayern auch Hoffenheim-Manager Jan Schindelmeiser nicht gerade wohl gelitten.

Geldgeber Hopp ringt Beckenbauer aber ebenso Respekt ab wie die sportliche Leistung des Aufsteigers. Hoffenheim sei "verdient Herbstmeister geworden, weil sie als einziges Team eine durchgehend starke Vorrunde hingelegt haben", sagte Beckenbauer. Neben den Kraichgauern und dem FC Bayern sieht Beckenbauer weitere Titelkandidaten. "Wenn Leverkusen, Schalke oder Bremen eine stabile Rückrunde spielen, können sie durchaus noch eingreifen."

Für seinen Klub sei zudem in der Champions League der große Wurf drin. "Bayern muss keinen fürchten. Es gibt 15 gleichwertige Mannschaften - und den FC Barcelona. Der ragt zurzeit heraus, ist jedoch auch nicht unschlagbar für Bayern", sagte Beckenbauer.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Hoeneß, der seinen Job als Manager zum Jahresende aufgeben wird, ist laut Beckenbauer noch keine Entscheidung gefallen. Der "Kaiser" hält es für möglich, dass der Posten künftig von mehreren Personen ausgefüllt wird. "Einer allein kann Uli meiner Meinung nach nicht ersetzen. Er hat soviel Verantwortung geschultert, dass man sie in Zukunft möglicherweise auf mehrere Schultern verteilt", sagte er.

Ein wenig Kritik übte Beckenbauer indes auch am FC Bayern. Am Beispiel des Transfers des englischen Nationalspielers David Beckham zum AC Mailand führte er aus: "Ich sehe in einem Transfer für drei Monate wenig Sinn, egal um welchen Spieler es geht." Dabei hatten die Bayern sich unlängst mit Landon Donovan von Beckham-Klub LA Galaxy verstärkt - der Amerikaner soll drei Monate an der Isar bleiben, und wird dann wohl zurückkehren.

Sid / SID

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