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Bundesliga: Zehn Bremer beenden Stuttgarts Heimserie

Der VfB Stuttgart hat nach dem verlorenen Spitzenspiel gegen Titelverteidiger Werder Bremen die Rückkehr auf Platz eins der Bundesliga verpasst. Der HSV deklassierte Freiburg und Leverkusen schaffte den Anschluss an die Spitzengruppe.

Mit nur zehn Mann hat Werder Bremen dem VfB Stuttgart die erste Heimniederlage in diesem Jahr zugefügt und den Sprung der Schwaben an die Tabellenspitze verhindert. Beim 2:1 (0:1) machte der Meister am Mittwoch binnen zwei Minuten aus einem Rückstand einen Sieg. Nach dem 0:1 durch den Bundesliga-Debütanten Mathieu Delpiere (45./+1) und dem Platzverweis gegen Ludovic Magnin (66.) drehten Miroslav Klose (78.) und Nelson Valdez (80.) das Blatt. Erst traf Klose per Hacke, dann der eingewechselte Valdez per Kopf für den am Ende meisterlich aufspielenden Meister.

Für den VfB, dem bereits ein Unentschieden zur Tabellenführung gereicht hätte, war es die zweite Niederlage in Folge. "Wir sind selbst schuld. Wir hätten uns nicht so hinten reinstellen dürfen wie in der zweiten Halbzeit", ärgerte sich Nationalspieler Philipp Lahm. "Die Rote Karte hat uns ins Spiel gebracht", sagte Werder-Torjäger Klose: "Von da an haben wir uns mehr bewegt und mehr gewollt. Der Sieg war verdient."

Woronin führt Bayer im Alleingang zum 3:2

Dank Andrej Woronin hat Bayer Leverkusen den Anschluss an die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga gewahrt. Der ukrainische Nationalspieler sorgte mit seinen drei Toren (50./54./78.) vor 22.500 Zuschauern am Mittwoch in der ausverkauften BayArena fast im Alleingang für die Wende beim 3:2 (0:1) gegen Arminia Bielefeld. Für die Ostwestfalen hatten der Südafrikaner Delron Buckley (20.) und Fatimir Vata (72.) getroffen. Woronin, der für den formschwachen Franca in die Mannschaft gekommen war, bewahrte durch einen starken Auftritt Leverkusens glänzende Heimbilanz von 14 Pflichtspielen ohne Niederlage und schraubte sein Torkonto auf vier Treffer hoch. Bielefeld musste durch die Niederlage in einem spannenden Spiel die Bayer-Elf in der Tabelle an sich vorbei ziehen lassen.

"Das war ein besonderes Spiel für mich, ich habe meine Chance endliche genutzt", sagte Matchwinner Woronin. Gäste-Trainer Uwe Rappolder war nicht mit dem Resultat, aber mit der Leistung zufrieden: "Wir haben heute eine ganze Menge zu einem guten Fußball- Spiel beigetragen." Bielefeld, das als zweitbeste Auswärtsmannschaft an den Rhein gereist war, präsentierte sich nach zuletzt zwei Siegen lange Zeit als unangenehmer und sehr selbstbewusster Gegner. Angeführt vom überragenden Woronin drehte der Champions-League-Teilnehmer nach der Pause auf und siegte verdient.

HSV: Zweiter Sieg für Neu-Trainer Doll

Der neue Trainer Thomas Doll hat Bundesliga-Dino Hamburger SV aus dem Tiefschlaf erweckt und dem umstrittenen Sergej Barbarez Beine gemacht. Mit seinen drei Toren (28./51./57.) und der Vorlage zum Führungstreffer durch Emile Mpenza (5.) beim 4:0 (2:0)-Erfolg am Mittwochabend über den SC Freiburg war der zuletzt so gescholtene Bosnier der Spieler des Tages in der AOL-Arena. Nach dem schlechtesten Saisonstart in der Club-Geschichte schaffte der HSV im zweiten Spiel unter dem Toppmöller-Nachfolger den zweiten Sieg und zeigte endlich wieder Fußball-Feinkost. Vor 37.967 Zuschauern war der vierte Saisonerfolg der Hanseaten gegen die nach einem Platzverweis gegen Boubacar Diarra ab der 19. Minute dezimierten Freiburger zu keiner Zeit gefährdet.

"Ich freue mich wahnsinnig für die Mannschaft. Sie hat toll gespielt und toll gekämpft", meinte Doll nach dem klaren Erfolg. SCF-Trainer Volker Finke erkannte die deutliche Überlegenheit der Hamburger an. "Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung", sagte Finke. Nach der starken Vorstellung scheint der HSV für das Nordderby bei Meister Werder Bremen am Samstag gerüstet. Drei Tage nach dem Erfolg über den bis dahin ungeschlagenen VfB Stuttgart mussten die Freiburger beim Gastspiel im Norden auf ihren Siegtorschützen Alexander Iaschwili (Wadenprellung) verzichten. Trotzdem begann das Team von Finke offensiv, doch der Mut der Breisgauer wurde gnadenlos bestraft. Barbarez spielte blitzsauber auf Mpenza, der dem früheren HSV-Schlussmann Richard Golz mit einem platzierten Schuss keine Chance ließ.

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