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Fußball-Bundesliga Dortmund im Partyfieber - Bayern im Aufwind


Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund plant die große Sause: Die Champions League ist sicher, der siebte Titel so gut wie. Die großen Bayern sind unter neuem Trainer im Aufwind, Hannover 96 zeigt Nerven.

Auf den siebten Titel der Borussia stimmt sich inzwischen ganz Fußball-Dortmund ein, einzig die Stadtoberen warten noch ab. Nach dem 3:0 gegen Freiburg ist der BVB bereits jetzt, vier Spieltage vor Saison-Ende, sicher im Spätsommer in der europäischen Fußball-Beletage. Auch die Meisterschaft ist quasi geklärt. Die Frage nach dem Ob stellt niemand mehr, nur noch die nach dem Wann. Der FC Bayern muss dagegen trotz der 5:1-Gala gegen Bayer Leverkusen weiter hart an seinem Minimalziel arbeiten: der Champions-League-Teilnahme.

"Wir wollen nächste Woche das ganz große Ding nach Hause holen", meinte sogar der eher zurückhaltende BVB-Verteidiger Mats Hummels. Dank eines Polsters von acht Punkten ist dem BVB die Meisterschale nur noch theoretisch zu nehmen. Schon am Samstag könnten die Westfalen rechnerisch alles klar machen, sofern Verfolger Bayer Leverkusen mitspielt. Die ganz große Party wird aber in jedem Fall erst am letzten Bundesliga-Spieltag am 14. Mai steigen.

"Nach der Loveparade ist es schwierig geworden, größere Festlichkeiten kurzfristig zu organisieren", sagte ein Sprecher der Stadt. Für einen spontanen Freudentaumel am Osterwochenende blieben den Fans dann höchstens die zahlreichen Dortmunder Kneipen. Drei Punkte benötigt der BVB bei Borussia Mönchengladbach. Wenn Leverkusen gegen 1899 Hoffenheim nur unentschieden spielt, steht Dortmund kopf. Einzig das Saison-Aus für Nuri Sahin, der mit einem Teilriss des Innenbandes im rechten Knie sechs Wochen ausfällt, trübte die Meistervorfreude ein wenig.

Rummenigge warnt vor neuer Überheblichkeit

Von Trubel und Heiterkeit ist der Rekordmeister FC Bayern immer noch weit entfernt. Immerhin haben die Münchner unter ihrem neuen Interims-Cheftrainer Andries Jonker Hannover 96 schon den dritten Rang abgeluchst. "Wir sind wieder auf dem Weg zur Normalität", stellte Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger fest.

Bei der Demontage des Zweiten Leverkusen brannten die Bayern im ersten Spiel unter Jonker ein Feuerwerk ab. Der Boss war zufrieden - und warnte vor neuerlicher Überheblichkeit. "Wir dürfen jetzt nicht arrogant werden. Wir befinden uns immer noch in einer kritischen Phase", meinte Vereinschef Karl-Heinz Rummenigge.

Bayerns Rückstand auf Rang zwei schmolz auf sechs Punkte, doch Rummenigge denkt weiter nur an Platz drei, der wenigstens zur Champions-League-Qualifikationsrunde berechtigt: "Ich schiele nicht mehr auf Platz zwei." Nach den bitteren Rückschlägen im diesjährigen Europacup und DFB-Pokal sei dies "unser letztes Ziel, das wir erreichen müssen", unterstrich auch Dreifach-Torschütze Mario Gomez.

In Hannover ist die Hoffnung auf die große Fußball-Welt dagegen etwas geschrumpft - der Wille, Vereinsgeschichte zu schreiben, aber trotz der faden Nullnummer in Hamburg ungebrochen. "Im Europapokal sind wir sicher, aber wir wollen in die Champions League", meinte Mittelfeldmann Sergio Pinto. Das Restprogramm ist machbar, die Antwort auf die entscheidende Frage könnte bis zum letzten Spieltag auf sich warten lassen: Champions League oder doch Europa League? Planungssicherheit sieht anders aus.

jas/DPA DPA

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