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Bundesliga im stern-Check: Lasst Götze endlich in Ruhe!

Das ständige Aufgeblase des Themas Mario Götze nervt. Immer dieselben Fragen: Bei wie viel Prozent ist er jetzt? Wieso ist er nicht in der Startelf? Wieso jetzt doch? Lasst ihn doch einfach in Ruhe in Dortmund ankommen! Der zweite Spieltag im stern-Check.

Der Alt- und Neu-Dortmunder Mario Götze bei seinem Debüt für den BVB

Der Alt- und Neu-Dortmunder Mario Götze bei seinem Debüt für den BVB

So liefen die Spiele

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Dieses Tor sollten Sie (noch mal) sehen

Eigentlich hatte Sandro Sirigu vom SV Darmstadt einen seiner Vereinskollegen im Sinn, als er in der 90. Minute den Ball im Hessen-Duell gegen Eintracht Frankfurt in die Mitte hob. Doch der Ball flog im hohen Bogen und landete im oberen langen Eck. Ein glückliches, aber wirklich sehenswertes Tor. "Ich habe gesehen, dass er etwas weit vor dem Tor stand, und habe den Ball auf den zweiten Pfosten gechippt. Dass er direkt reinging, ist natürlich umso schöner", schilderte der umjubelte Matchwinner die Szene.

Da zappelt der Ball in der 90. Minute im Winkel, auch wenn Sandro Sirigu eigentlich flanken wollte

Da zappelt der Ball in der 90. Minute im Winkel, auch wenn Sandro Sirigu eigentlich flanken wollte


Aufreger des Tages

Ernsthaft Leute, könnt ihr mal alle Mario Götze in Ruhe lassen? Das ständige Nachhaken und Kriteln geht einem richtig auf den Keks. Klar, der BVB hat verloren in Leipzig, ausgerechnet mit Mario Götze in der Startaufstellung. Aber dann steht da Sky-Reporter Ecki Heuser nach dem Spiel neben Götze und fragt ihn im Interview allen Ernstes schon wieder nach dem Lehmann-Kommentar vom Länderspiel.

Erstens: Götze hat schon in der Nationalmannschaft gar nicht so schlecht gespielt, Lehmanns Kritik war also alles andere als passend.

Zweitens: Gegen Leipzig spielte Götze eine Halbzeit lang fantastisch. Er hatte geniale Passagen dabei, war spritzig, spielfreudig und bereitete Schürrles Großchance vor. In der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte nach, okay. Aber es war niemals eine Leistung, über die man sich hätte aufregen können. Und Heuser bohrt trotzdem weiter. Klar kann man sagen: Götze ist Profi, der muss diese ständige Nerverei aushalten. Aber wie würden Reporter, Experten und alle Nörgler eigentlich reagieren, wenn irgendwer mit verdammt viel Einfluss nach einem gut absolvierten Tagwerk bei der Arbeit jede Kleinigkeit rauspicken würde, um zu kritisieren und nachzubohren. Man würde es wohl Mobbing nennen.

Bei Twitter schrieb jemand so treffend: Die deutschen Medien haben aus der Enke-Geschichte nichts gelernt. So scheint’s zu sein. Deshalb lasst Mario Götze endlich mal Fußball spielen! Es merkt nach dem ganzen Gesabbel nämlich kaum jemand mehr, dass er an einem mittelmäßigen Tag immer noch ein ziemlich super Fußballer ist.

Verlierer des Tages

Der SV Werder Bremen und Schalke 04 dümpeln nach zwei Spieltagen beide am Tabellenende herum. Sie sind die einzigen Teams, die noch nicht einen einzigen Punkt geholt haben. Beide waren am Wochenende allerdings eng dran und verloren ärgerlich. Bremen führte gegen Augsburg sogar, Schalke spielte gegen Bayern lange stark und mit. Zur Verteidigung muss man aber sagen: Beide mussten bereits gegen den Rekordmeister ran.

Gewinner des Tages

Der Aufsteiger RB Leipzig ist endgültig in Liga eins angekommen. Nicht nur feierte der "Brauseklub" seinen ersten Sieg im Oberhaus des deutschen Fußballs, das Team von Ralph Hasenhüttl schlug mit Borussia Dortmund auch noch das zweitbeste Team des Landes. Und beim ersten Heimspiel konnte RB auch gleich zeigen, was diesen - viel kritisierten - Klub von Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg unterscheidet: In Leipzig war die Hütte voll und die Stimmung atemberaubend. Hier hat eine ganze Region nach Erstliga-Fußball geradezu gedürstet und so sieht das dann auch im Stadion aus.

Bild des Tages:

Der Mainzer Pablo de Blasis nach seinem Tor gegen Hoffenheim

Der Mainzer Pablo de Blasis nach seinem Tor gegen Hoffenheim. Offenbar freut sich da jemand über Baby-Glück. Trotz seiner zwei starken Treffer konnte Mainz das Wahnsinnsspiel gegen Hoffenheim nicht gewinnen. Zwar führten die Hausherren 3:0 und zur Pause 4:1. Nach einem Platzverweis für Mainz kam die TSG jedoch ins Spiel zurück und glich am Ende sogar noch aus.

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