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Uefa-Regularien: Warum RB Leipzig vielleicht nicht an der Champions League teilnehmen darf

In der Bundesliga nimmt RB Leipzig längst Kurs auf die Champions-League-Plätze. Das Problem: Sollte sich auch RB Salzburg für die Königsklasse qualifizieren, droht dem Team von Ralph Hasenhüttl der Ausschluss.

Ralph Hasenhüttl hält RB Leipzig auf Champions-League-Kurs - doch darf es dort vielleicht gar nicht teilnehmen?

Ralph Hasenhüttl hält RB Leipzig auf Champions-League-Kurs - doch darf es dort vielleicht gar nicht teilnehmen?

RB Leipzig liegt mit 45 Punkten aus 21 Spielen in der Bundesliga mit weitem Vorsprung (acht Punkte vor Dortmund) auf Platz zwei. Damit wäre der Aufsteiger am Ende der Saison direkt für die Champions League qualifiziert. Eigentlich. Laut eines Berichts der "Salzburger Nachrichten" droht dem Team von Trainer Ralph Hasenhüttl trotzdem ein Teilnahme-Verbot.

Vom europäischen Fußball-Verband gebe es Signale, dass nicht zwei Teams mit dem selben Hauptsponsor an der Champions League teilnehmen dürfen. Das Problem für die Leipziger: Auch RB Salzburg wäre aktuell als Tabellenführer der österreichischen Liga zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigt, wenn auch nur für die Qualifikation.

RB Leipzig in der Königsklasse: "Chancen stehen 50:50"

Laut Uefa-Regularien dürfen nicht zwei Vereine gleichzeitig in Europa spielen, wenn sie vom gleichen Geldgeber oder von einer Person geleitet werden. In Leipzig genießt Red Bull diverse Sonderrechte, in Salzburg besteht nur noch ein Hauptsponsorvertrag mit dem Getränkehersteller. Ob diese formale Trennung ausreicht, sei fraglich: "Die Chancen, dass die Uefa beiden Clubs grünes Licht erteilt, stehen 50:50", wird ein Experte in den "Salzburger Nachrichten" zitiert.

Laut des Berichts sieht Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund die Angelegenheit noch entspannt: "Ich gehe davon aus, dass sowohl Leipzig als auch Salzburg in der nächsten Saison an einem internationalen Bewerb teilnehmen können." In Leipzig werde dagegen schon nach Lösungen für den Fall der Fälle gesucht - denn sollten sich beide Teams qualifizieren, würde nach dem Regelwerk der Uefa wohl Salzburg den Vorzug erhalten, weil die Österreicher in der nationalen Meisterschaft besser platziert sind.

tim

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