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Champions League: Dauersieger Bayern gestoppt - Leverkusen punktet nach irrem Fußball-Krimi

Neuer-Malheur und Özil-Tor stoppen die Siegesserie des FC Bayern. Gegen den FC Arsenal müssen die Münchner ein 0:2 kassieren. Bayer Leverkusen liefert sich mit AS Rom ein dramatisches Spiel und kann einen wichtigen Punkt holen.

Der Moment als das Tor fiel: Nach zwölf Erfolgen in Serie gingen die Münchner in der Champions League beim FC Arsenal enttäuscht vom Feld.

Der Moment als das Tor fiel: Nach zwölf Erfolgen in Serie gingen die Münchner in der Champions League beim FC Arsenal enttäuscht vom Feld.

Ausgerechnet ein Fauxpas des lange unüberwindbaren Manuel Neuer hat Dauersieger FC Bayern eine bittere Niederlage eingebrockt. Nach zwölf Pflichtspielsiegen nacheinander und einem Bundesliga-Startrekord kassierten die Münchner am Dienstag in der Champions League auswärts ein 0:2 (0:0) gegen den FC Arsenal. Nach herausragenden Paraden vor der Pause machte der Fußball-Weltmeister bei einer Freistoßhereingabe im Getümmel eine sehr unglückliche Figur: Joker Olivier Giroud nutzte das zur Führung (77. Minute) - in der Nachspielzeit (90.+4) machte dann Mesut Özil alles klar.

Die Münchner bleiben in der Gruppe F nach einem mitreißenden Spiel mit sechs Punkten aber auf Kurs Gruppensieg. Die Londoner um die deutschen Weltmeister Özil und Per Mertesacker verbesserten nach zwei Auftaktniederlagen die Chancen auf das Weiterkommen.

Große Möglichkeiten nicht genutzt

"In den entscheidenden Momenten haben wir das Tor nicht gemacht", analysierte Bayern-Kapitän Philipp Lahm bei Sky. "Wir hatten große Möglichkeiten gegen eine sehr gute Mannschaft. Wir hatten das Spiel eigentlich größtenteils unter Kontrolle." Zum Gegentreffer von Giroud und dem Patzer von Welttorhüter Neuer meinte der Ex-Nationalspieler: "Das passiert. Man kriegt auch mal ein Gegentor, auch bei uns."

Das Duell zwischen dem Bundesliga-Rekordstarter und den Engländern, laut Bayern-Coach Pep Guardiola "eine der besten Mannschaften Europas", war vor 59.824 Zuschauern von Beginn an unterhaltsam. Die zwei spielstarken Teams suchten ihrem Naturell entsprechend nach Lösungen: Die Bayern mit viel Ballbesitz, der Tabellenzweite der Premier League mit Kontern über die schnellen Alexis Sanchez, Theo Walcott und Aaron Ramsey.

Dramatisches Spiel für Bayer Leverkusen

Bayer Leverkusen hat am unterdessen mit einer dramatischen Aufholjagd noch ein Unentschieden im Champions-League-Spiel gegen den AS Rom geschafft. Nach einer 2:0-Führung und einem 2:4-Rückstand jubelte Sportdirektor Rudi Völler noch über ein dramatisches 4:4 (2:2) gegen den AS Rom. Der Fußball-Bundesligist verteidigte dadurch seinen wichtigen zweiten Tabellenplatz in der Champions-League-Gruppe E.

Javier Hernandez brachte die Werkself am Dienstagabend mit seinen Toren in der 4. (Handelfmeter) und 19. Minute zunächst schnell in Führung. Doch der Verein des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger schlug durch Tore von Daniele de Rossi (30./38.), Miralem Pjanic (54.) und Iago Falque (73.) zurück. Als niemand mehr damit rechnete, schafften Kevin Kampl (84.) und Admir Mehmedi (86.) doch noch die erneute Wende. In der Nachspielzeit verpasste "Chicharito" Hernandez sogar noch das mögliche Siegtor.

Ohne Kapitän und Torjäger

"Am Ende können wir sogar noch 5:4 gewinnen. Aber über weite Strecken können wir nicht ganz zufrieden sein mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben", meinte Torwart Bernd Leno. "Was am Ende passiert ist, kann ich nicht erklären", haderte dagegen Roma-Verteidiger Rüdiger. "Leverkusen hat weiter nach vorne gespielt und Geduld gezeigt. Nach dem 3:4 waren wir vielleicht etwas geschockt."

Bayer hatte gegen den Tabellenzweiten der Serie A schon sehr stürmisch begonnen. Bereits in der ersten Minute vergab Hakan Calhanoglu die erste Chance. Drei Minuten später traf Hernandez dann vom Elfmeterpunkt. Schiedsrichter Viktor Kassai wollte nach einem klaren Handspiel von Vassilis Torosidis zunächst weiterspielen lassen, doch dann entschied sich der Ungar nach Rücksprache mit seinem Assistenten anders.

Dabei war der Bundesligist vor 29.412 Zuschauern ohne Kapitän Lars Bender (Sprunggelenksverletzung) und ohne Torjäger Stefan Kießling (Adduktorenprobleme) in dieses wichtige Spiel gegangen. Verteidiger Ömer Toprak musste deshalb im defensiven Mittelfeld aushelfen.

ivi / DPA

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