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Nach Champions-League-Aus für Real Madrid Toni Kroos stärkt Trainer Ancelotti den Rücken


Juventus Turin steht im Finale der Champions League. Trotz des 1:1 ist es für Real Madrid eine herbe Niederlage. Die Kritik an Real-Trainer Ancelotti wächst - doch Kroos gibt ihm Rückendeckung.

Nach dem Aus in der Champions League und dem nationalen Pokal sowie einer praktisch aussichtslosen Situationen in der nationalen Meisterschaft mit vier Punkten Rückstand auf Barcelona zwei Spieltage vor Saisonende wird in Madrid auch über einen Abschied von Trainer Carlo Ancelotti spekuliert. "Heute macht es keinen Sinn, über die Zukunft zu sprechen", zitiert die Zeitung "As" den Coach. Auch Toni Kroos hat den Champions-League-Fluch mit aller Härte zu spüren bekommen und mit Titelverteidiger Real Madrid das mögliche Clásico-Finale gegen den FC Barcelona verpasst.

Doch Kroos sieht die Schuld nicht bei Trainer Ancelotti: "So, wie wir heute gespielt haben, kann kein schlechter Trainer an der Seitenlinie stehen. Das wissen hoffentlich alle", sagte der Weltmeister dem Fernsehsender "Sky". "Ich glaube, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und müssen höher führen. Aber wir haben auch ein Tor bekommen. Es wäre möglich gewesen, deswegen ist es bitter", so Kroos, der beim Gegentor zu passiv agierte.

Große Enttäuschung in Spanien

In Spanien herrschte nach dem Aus des Titelverteidigers große Enttäuschung. Im Mittelpunkt auch: Juve-Torschütze Alvaro Morata, der erst im Vorjahr von Madrid nach Turin transferiert worden war. "Moratazo" titelte das Sportblatt "Marca" - ein Wortspiel auf den Begriff "Maracanazo" mit dem Rekordweltmeister Brasilien bis heute seine demütigende WM-Niederlage 1950 im Maracana gegen Uruguay bezeichnet. "Ein Madridista verhindert das Endspiel der Endspiele", schrieb das Blatt weiter, angesichts des geplatzten Final-Clásico gegen den FC Barcelona.

Nach dem Einzug von Juventus Turin ins Endspiel der Champions League hat Italiens Presse die Leistung des nationalen Fußball-Rekordchampions beim 1:1 bei Real Madrid frenetisch gefeiert. "Außergewöhnliche Heldendat! Real draußen, wir fahren nach Berlin. Es ist geschafft! Juve fliegt nach Berlin, auf einer Welle der Hoffnung, Welle des Stolzes", schrieb die Zeitung "Tuttosport" in ihrer Online-Ausgabe nach dem ersten Finaleinzug der Alten Dame in der Königsklasse seit 2003.

Auch die "Gazzetta dello Sport" titelte euphorisch und spielte verbal auf die Geschichte des Finalortes Berlin und den italienischen Defensivstil an. "Traumhaftes Juve: Es ist das Finale! Morata wirft sein Real raus. Der italienische Meister fordert am 6. Juni in Berlin Barcelona heraus. Bis ins Finale. Und vielleicht sogar noch weiter. Bis nach Berlin, und nicht, um dort eine Mauer zu errichten."

amt/DPA DPA

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