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Champions League: Champions League-Viertelfinale - Bayern München gegen Olympique Marseille

Krake Paul hatte dem DFB-Team einst tierisch Glück gebracht, die Bayern schwören auf den menschlichen Paul. Paul Breitner fingerte ihnen nach Basel auch für das Viertelfinale mit Olympique Marseille einen machbaren Gegner aus dem Topf. Real Madrid bekam Nikosia, für Barcelona wird es dagegen deutlich schwieriger.

"Paul sei Dank“, werden sie in München wieder einmal sagen und meinen damit nicht den inzwischen verstorbenen Orakel-Kraken der WM 2010, sondern ihre quicklebendige Club-Legende Paul Breitner. Nachdem der UEFA-Botschafter des Champions League-Finals dem FC Bayern schon im Achtelfinale mit Basel mit seinen Tentakeln, äääh Fingern ein gutes Los beschert hatte, erwies er sich auch für das Viertelfinale als Glücksbringer.

Er ersparte dem Rekordmeister die ganz dicken Fische und zauberte stattdessen mit Olympique Marseille einen machbaren Gegner in Nyon aus dem Lostopf. Zum Hinspiel am 28. März müssen die Bayern zunächst nach Südfrankreich reisen, ehe das Rückspiel am 3. April in München steigen wird. Für beide Clubs wird es das erste direkte Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel werden.

"Sie haben sich gegen Inter Mailand durchgesetzt“, warnte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in einer ersten Reaktion auf der Club-Homepage. Auch die zwei Siege aus der Vorrunde gegen Dortmund sind deutschen Fußballfans noch in Erinnerung. "Wir werden versuchen, in Marseille schon ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es wäre schön, wenn wir dort schon die Tür ein Stückchen aufmachen könnten.“

Insider-Informationen können sich die Bayern bei ihrem Superstar Franck Ribéry holen, der von 2005 bis 2007 für OM gegen den Ball trat.  Ein Wiedersehen gibt es für die Münchner zudem mit Alou Diarra, dem ehemaligen Amateurspieler des Rekordmeisters. 

Real Madrid könnte im Halbfinale drohen

Sollte der Einzug ins Halbfinale gelingen, wäre der dort wartende Gegner aber unter Umständen eine deutlich größere Hausnummer. Denn in der Vorschlussrunde könnte ein Aufeinandertreffen mit Real Madrid drohen, dem Breitner mit APOEL Nikosia den wohl leichtesten Gegner aus dem Lostopf bescherte. Im eventuellen Halbfinale hätten die Bayern dann zunächst Heimrecht, müssten das entscheidende Rückspiel dann auswärts austragen.

"Das wird nicht einfach“, wollte Rummenigge aber soweit noch gar nicht denken. "Real Madrid hat mit Nikosia eine sehr lösbare Aufgabe bekommen. Trotzdem tun wir gut daran, nicht schon über ein mögliches Halbfinale gegen Real nachzudenken. Dass das Ziel Halbfinale da ist, ist klar. Aber wir müssen den ersten Schritt vor dem zweiten tun. Der ganze Fokus muss auf Marseille liegen. Die haben sich im Achtelfinale gegen Inter Mailand durchgesetzt", so der Bayern-Boss.

"Ich glaube trotzdem ist es ein Los, wenn man zum Beispiel die Partie Milan gegen Barcelona sieht, mit dem man grundsätzlich zufrieden sein kann.“ Ex-Bayer und Ex-Madrilene hatte Barca also das vielleicht unangenehmste Gegner zugeschanzt und den Zuschauern ein absolutes Topspiel beschert. Das Viertelfinale beschließen werden Benfica Lissabon und der FC Chelsea.

sportal.de / sportal

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