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Champions League: Champions like - Stuttgart mit einem Bein im Achtelfinale

Dank eines Doppelschlags der Nationalspieler Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel hat der VfB Stuttgart Panathinaikos Athen mit 3:1 (0:0) geschlagen und das Tor zum Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen.

Champions like - Stuttgart steht mit einem Bein im Achtelfinale Dank eines Doppelschlags der Nationalspieler Kevin Kuranyi und Andreas Hinkel hat der VfB Stuttgart Panathinaikos Athen mit 3:1 (0:0) geschlagen und das Tor zum Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen.

Nach einem über weite Strecken schwachen Spiel drehten die kaltschnäuzigen Schwaben die Partie binnen zwei Minuten und festigten mit neun Zählern Platz zwei in der Gruppe E hinter dem punktgleichen Manchester United.

Innerhalb von zwei Minuten war alles vorbei

Vor 6.018 Zuschauern brachte Michalis Konstantinou die Griechen in der 60. Minute in Führung. Panagiotis Fissas ließ die Schwaben mit einem Eigentor (68.) wieder hoffen. Den glücklichen Sieg machten schließlich Kuranyi und Hinkel in der 75. und 77. Minute perfekt. Dem VfB Stuttgart fehlt nun nur noch ein Punkt aus dem Heimspiel am 26. November gegen die Glasgow Rangers, um die Runde der letzten 16 zu erreichen. Im UEFA-Cup, dem so genannten Cup der Verlierer, sind sie in jedem Fall dabei.

Bordon fällt bis Jahresende aus

Beim VfB fehlte Abwehrchef Marcelo Bordon, der von Vereinarzt Edgar Stumpf in Stuttgart an den Adduktoren erfolgreich operiert worden war und bis Jahresende ausfallen wird. Für ihn spielte wie schon beim 4:1 gegen Freiburg Timo Wenzel, der seine internationale Feuertaufe mit Abstrichen bestand. Freiwillig verzichtete Felix Magath wegen des rutschigen, Kräfte raubenden Rasens zunächst auf Horst Heldt und Aliaksandr Hleb.

Offensive Stuttgarter

"Wir haben noch eine ganze Reihe anstrengende Aufgaben vor uns", sagte der Erfolgstrainer, der überdies vor dem Spiel meinte: "Wir müssen nicht mit Gewalt in Athen gewinnen. Ich kann mit einem Punkt gut leben." In seiner trotzdem mutig auf Offensive eingestellten Formation sollten Ioannis Amanatidis und Christian Tiffert das Sturmduo Kevin Kuranyi, Imre Szabics unterstützen.

Schwaben unter Druck

Doch diese Maßnahme fruchtete nicht sonderlich. Aus dem Mittelfeld kam wenig und so übernahmen die Griechen das Kommando und setzten die Schwaben ordentlich unter Druck. Vor allem zwischen der 17. und 27. Minute musste Timo Hildebrandt höllisch aufpassen. Bei Chancen von Angelos Bassinas, Konstantinou und Silvio Maric hatte er freilich auch das Glück auf seiner Seite.

Panatinaikos-Coach Itzhak Shum trat ohne den polnische Stürmerstar Emmanuel Olisadebe an. Ex-Bundesligaprofi Markus Münch fehlte dagegen in der Anfangsformation und saß nur auf der Bank. Dafür verstärkte der im Hinspiel gesperrte Ioannis Gumas wieder die Abwehr, die freilich gegen die harmlosen VfB-Angriffsversuche kaum Arbeit hatte. Das änderte sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit, als Amanatidis den Ball nur um Haaresbreite verpasste.

Kampfkraft und Einsatzwille

Nach dem Wechsel kamen Heldt und Hleb ins Team und beendeten das Aufstellungs-Experiment. Zunächst mit positivem Effekt. Doch nach einer Viertelstunde verpuffte der Elan. Als Wenzel dem gefährlichen Konstantinou zu viel Platz ließ, zog dieser aus gut 22 Metern ab und überwandt Hildebrandt. Die Moral der Stuttgarter konnte der Rückschlag nichts anhaben. Mit Kampfkraft und Einsatzwille versuchten sie, die Niederlage abzuwenden - und hatten Erfolg dank der Unterstützung Fissas', der eine Hereingabe Kuranyis ins eigene Tor verlängerte. Kuranyi und Hinkel machten die Überraschung perfekt.

dpa / DPA

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