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CHAMPIONS LEAGUE: FC Bayern München ist drin

Spaziergang in die Königsklasse: Durch ein 3:1 gegen Partizan beseitigten die Bayern die letzten Zweifel am erneuten Einzug ins Millionengeschäft Champions League.

Der FC Bayern München hat sich durch ein 3:1 (1:0) gegen Partizan Belgrad ungefährdet für die Champions League qualifiziert. Bereits das Hinspiel hatte der deutsche Fußball-Rekordmeister mit 3:0 gewonnen. Vor 40.000 Zuschauern erzielten Ballack (26.), Elber (71.) und Salihamidzic (74./Foulelfmeter) die Tore für die Gastgeber, Cakar (72.) gelang der Ehrentreffer. Weitaus erfreulicher aber war, dass trotz des 3:0-Polsters aus dem Hinspiel offiziell 40.000 Zuschauer den Weg zur »Benefizpartie« ins Olympiastadion fanden und damit deutlich mehr als die garantierten 200.000 Euro für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe zusammenkamen. Weitere 100.000 Euro kamen aus der Mannschaftskasse zusammen.

Einnahmen gesichert

Der FC Bayern hat indes wie auch die automatisch qualifizierten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen eine zweistellige Millionen-Einnahme gewiss. Bei der Auslosung am Freitag darf sich der Rekordmeister als einziges deutsches Team sicher sein, als einer der acht Gruppenköpfe gesetzt zu werden.

Lizarazu wieder im Spiel

Die Bayern taten alles, um die angesichts der klaren Ausgangslage beachtliche Zuschauerzahl für ihr Kommen zu belohnen. Trainer Ottmar Hitzfeld schickte eine A-Mannschaft ins Rennen, in der Bixente Lizarazu nach fünfwöchiger Verletzungspause ein gutes Saisondebüt gab. Seine Kollegen waren ebenfalls um Unterhaltung bemüht, ohne allerdings jeden Zweikampf zu suchen. Da auch Partizan Belgrad mehr an Kombinations-Fußball denn am Fight um jeden Meter Boden interessiert war, entwickelte sich ein flottes Spielchen mit etlichen Torchancen. Die erste vergab der Peruaner Claudio Pizarro, dessen Kopfball in der 22. Minute von Torhüter Radovan Radakovic reaktionsschnell pariert wurde. Doch nur vier Minuten später war der Keeper bei Ballacks erstem Europapokal-Tor für den neuen Arbeitgeber machtlos. Lizarazu hatte den Mittelfeldstar freigespielt, und der hämmerte den Ball freistehend aus zwölf Metern in den linken Torwinkel.

Weiterkommen klar gesichert

Damit waren auch die allerletzten Zweifel am Weiterkommen besiegelt. Mit zunehmender Dauer bekam die Partie immer mehr den Charakter eines Trainingsspielchens, bei dem alle Akteure offensichtlich ihren Spaß hatten. Doch es dauerte bis zur Schlussphase, ehe sich die Angriffsbemühungen beioder Teams wieder in Zählbarem niederschlug. Zunächst erhöhte Elber mit einem sehenswerten Solo auf 2:0, doch schon im Gegenzug gelang Cakar der Ehrentreffer. Der Elfmeter von Salihamidzic, nachdem der überragende Ballack gefoult wurde, setzte den Schlusspunkt unter einen unterhaltsamen Fußball-Abend.

Favoriten sicherten sich Plätze

In der Qualifikation zur Champions League setzten sich am Dienstag die Favoriten doch noch durch. Manchester United, Feyenoord Rotterdam und Inter Mailand sicherten sich durch ungefährdete Erfolge das Ticket für die europäische Königsklasse. Nur der letztjährige Bayern-Gruppengegner Sparta Prag muss nach dem überraschenden Aus gegen den KRC Gent in dieser internationalen Saison im UEFA-Pokal antreten.

Manchester korrigierte Hinspiel

Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel wendeten die Stars von Manchester United mit dem 5:0 gegen den ungarischen Vertreter Zalaegerszegi TE das drohende Fiasko ab. Bereits nach einer halben Stunde und den Toren von Van Nistelrooy, Beckham und Scholes hatte Manchester den Betriebsunfall aus dem Hinspiel korrigiert, erneut van Nistelrooy (76.) per Foulelfmeter und Solskjaer (84.) erhöhten zum 5:0.

Inter und Feyenoord problemlos weiter

Inter Mailand kam auch ohne Stürmerstar Ronaldo gegen Sporting Lissabon zu einem 2:0, was nach dem 0:0 vor zwei Wochen zum Weiterkommen genügte. Di Baggio (31.) und Recoba (44.) markierten die Tore für die Gastgeber. UEFA-Cup-Gewinner Feyenoord Rotterdam setzte sich bei Fenerbahce Istanbul unter der Leitung von Bundesliga-Schiedsrichter Merk mit 2:0 durch, nachdem sich die Niederländer bereits im Hinspiel mit 1:0 durchgesetzt hatten.

Aus für Sparta

Für Sparta Prag war die 0:2-Hinspielniederlage in Genk eine zu hohe Hypothek. Die Tschechen kamen zwar zu einem 4:2-Erfolg, schieden aber auf Grund der Auswärtstor-Regelung aus und müssen sich mit dem UEFA-Cup begnügen.

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