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Champions League Manchester City vor dem Aus in der Champions League


Durch zwei Cavani-Treffer besiegte der SSC Neapel die Gäste aus Manchester und so haben die Citizens es nicht mehr selber in der Hand, ob sie das Achtelfinale erreichen. Auch Manchester United ist noch nicht durch, anders als Inter Mailand und Benfica Lissabon.

Neben Bayern München haben auch Inter Mailand und Benfica Lissabon das Achtelfinale der Champions League erreicht. Schon vor dem vorletzten Gruppenspieltag standen FC Barcelona, Real Madrid und der AC Mailand im Achtelfinale.

Dank des 2:1-Sieges des SSC Neapel über Manchester City sind die Bayern sogar schon Sieger der Gruppe A. Ein Doppelpack von Torjäger Edinson Cavani (17./49.) bei einem Gegentreffer von Mario Balotelli (33.) bescherte Napoli den Sprung auf Platz zwei vor Manchester City, das am letzten Spieltag gegen die Bayern unter Erfolgsdruck steht und das Achtelfinale nicht mehr aus eigener Kraft erreichen kann.

Gruppe A: Napoli - Manchester City 2:1

"Wir sind vielleicht nicht besser als Barcelona und Real Madrid. Ich sehe uns eher auf einem Level", hatte Roberto Mancini vor dem Spiel über seine City-Elf gesagt. Es waren aber nicht die hellblauen Möchtegern-Galacticos, sondern die himmelblauen Neapolitaner, die in einem gewohnt atmosphärischen San Paolo-Stadion in Führung gingen.

Eine Ecke von Ezequiel Lavezzi wurde von Edinson Cavani mit dem Kopf Richtung kurzer Pfosten verlängert, doch bevor Keeper Joe Hart eingreifen konnte, irritierten ihn Yaya Touré und Aleksandar Kolarov mit Rettungsversuchen, die jedoch nur dazu führten, dass schließlich keiner den Gegentreffer verhindern konnte. Die Gastgeber waren bis zu diesem Tor in der 18. Minute klar besser gewesen, zogen sich dann aber stark zurück und ließen City kommen. Das hätte klappen können, wenn sie hinten keine Fehler gemacht hätten.

Taten sie aber. Und zwar in Person von Salvatore Aronica, der eine eher harmlose Hereingabe von Kolarov schlampig abwehrte, genau in die Füße von David Silva. Der schoss scharf von halblinks, Keeper Morgan de Sanctis konnte nur nach vorne abwehren und Mario Balotelli staubte aus kurzer Distanz zum Ausgleich ab. City war nun besser und durfte sich über ein verdientes 1:1 zur Pause freuen.

Aber kurz nach Wiederanpfiff gingen die Kampanier erneut in Führung. Cavani leitete den Spielzug über links auf Lavezzi ein, der bediente Andrea Dossena, was für Üablo Zabaleta schon zu viel des Guten war. Der Rechtsverteidiger konnte nur zusehen, wie Dossena in die Mitte auf Cavani passte, der zum 2:1 vollstreckte.

Mancini brachte noch Sergio Agüero für Edin Dzeko, aber die besseren Chancen hatte Napoli, durch einen Pfostenschuss von Marek Hamsik und eine Eins-gegen-eins-Situation von Christian Maggio, der an Hart scheiterte. City hatte nur noch eine gute Gelegenheit, aber De Sanctis parierte den Volleyschuss von Balotelli. So reicht Napoli nun ein Sieg in Villarreal am letzten Spieltag sicher zum Achtelfinale, City kann auch mit einem Sieg gegen den schon sicheren Gruppensieger Bayern (3:1 gegen Villarreal) nicht aus eigener Kraft weiterkommen.

Gruppe C: Manchester United - Benfica 2:2

Das Duell zwischen United und dem in dieser Saison noch ungeschlagenen Benfica begann mit einem Paukenschlag in der Anfangsphase. Ein schöner Steilpass von Pablo Aimar auf Nicolas Gaitan führte zu einer Flanke von rechts, die Phil Jones etwas ungeschickt ins eigene Tor lenkte. Damit war United, das noch nie in Old Trafford gegen eine portugiesische Mannschaft verloren hatte, unter Druck - zumal Basel im Parallelspiel in Bukarest ebenfalls schnell in Führung gegangen war.

Ohne den angeschlagenen Wayne Rooney taten sich die Red Devils aber lange schwer. Dimitar Berbatov war eine halbe Stunde lang nicht zu sehen. Dann aber traf er aus abseitsverdächtiger Position nach einer Nani-Flanke per Kopf zum Ausgleich. Benfica-Keeper Artur hielt seine Mannschaft lange im Spiel, mit starken Paraden gegen Ashley Young und Fabio.

Aber nach einer Stunde gelang den Red Devils dann doch der Führungstreffer. Eine Flanke von Kapitän Patrice Evra fand Darren Fletcher, dessen Abschluss aus zehn Metern Artur nur verlangsamen, nicht aber abwehren konnte, und Fletcher setzte nach zum 2:1. Doch im direkten Gegenzug glich Benfica wieder aus. Ein zu kurzes Abspiel  von David de Gea setzte Jones unter Druck, Bruno Cesar sprintete dazwischen und flankte von rechts ins Gemächt von Rio Ferdinand, Aimar staubte zum 2:2 ab.

Es hätte sogar noch ein Sieg für die Mannschaft von Jorge Jesus werden können, doch Rodrigo traf nach einem guten Antritt nur das linke Außennetz. Das war aber letztlich egal, denn auch so sind die Lissabonner schon fürs Achtelfinale qualifiziert.

Basel gewann derweil mit 3:2 in Bukarest bei Otelul Galati und könnte mit einem Heimsieg gegen United am letzten Spieltag noch an den Engländern vorbeiziehen.

Real Madrid - Dinamo Zagreb 6:2

Das Duell der wohl besten Mannschaft dieser Champions League-Saison gegen die schlechteste begann so, wie man es erwarten durfte, auch wenn José Mourinho einige Stammkräfte wie Iker Casillas, Sami Khedira, Pepe und Angel di Maria schonte und dafür Nuri Sahin erstmals in der Startelf aufbot.

Nach acht Minuten schon stand es 3:0. Mesut Özil hatte das erste Tor durch Karim Benzema bereits in der zweiten Minute vorbereitet, der Stürmer schloss aus zehn Metern überlegt ab. Özil war auch Ausgangspunkt des 2:0, sein hoher Flankenwechsel wurde von José Callejon per Kopf in den Lauf von Benzema verlängert, der den nachgelaufenen Callejon zurück bediente, und der konnte zu seinem ersten Champions League-Treffer einschieben.

Als Gonzalo Higuaín weitere zwei Minuten später mit einem Chip am kurzen Pfosten das dritte Tor erzielte, begannen die ersten Journalisten, in den Geschichtsbüchern zu blättern. Aber zum Glück für die armen Kroaten machte Madrid nicht im gleichen Tempo weiter, sonst hätte man auch dringend die Möglichkeit für Fußballtrainer, das Handtuch zu werfen, in Erwägung ziehen müssen.

Nur noch ein weiterer Treffer fiel in der ersten Hälfte. Nach 20 Minuten setzte sich Higuaín an der rechten Seitenauslinie gegen zwei ultrapassive Kroaten durch und schoss, Keeper Ivan Kelava wehrte nach vorne ab und Özil dankte es ihm, legte sich den Ball noch zurecht, bevor er zum 4:0 einschob. Noch nie hatte eine Mannschaft in der Champions League-Geschichte so früh mit 4:0 geführt.

Zur Pause wechselte Mourinho dreimal aus und schonte Özil, Sergio Ramos und Xabi Alonso schon mal für das Derby gegen Atlético am Wochenende. Nichtsdestoweniger gelang Callejon vier Minuten nach Wiederanpfiff das 5:0, nach einem von Raphael Varane toll in den Lauf gehobenen Ball. Kein Dinamo-Verteidiger schien auch nur eingreifen zu wollen, und Keeper Kelava ließ einen harmlosen Schuss des Madrilenen kläglich am kurzen Pfosten ins Netz passieren. Benzema erzielte nach einem Doppelpass mit Higuaín Mitte der zweiten Hälfte das 6:0, aber dann durfte Dinamo noch zwei Ehrentreffer beisteuern.

Begünstigt durch die nun sehr legere Abwehrarbeit der Spanier, konnte Fatos Beqiraj per Kopf das erste Saisontor für die Kroaten in dieser CL-Saison markieren (81.), in der Nachspielzeit traf Ivan Tomacak sogar noch zum 6:2.

Trabzonspor - Internazionale 1:1

Dank des Lille-Sieges im frühen Spiel in Moskau war Inter bereits vor dem Spiel an der Schwarzmeerküste qualifiziert, so dass Claudio Ranieri es verschmerzen konnte, dass Wesley Sneijder nicht einsatzbereit war. Seine Mannschaft ging in der 18. Minute durch ein Tor von Ricardo Alvarez nach Doppelpass mit Diego Milito in Führung. Aber nur fünf Minuten später gelang Halil Altintop mit einem unter die Latte abgefälschten Schuss der Ausgleich. Dabei blieb es, wobei Adrian Mierzejewski per Kopf noch für Trabzon den Pfosten traf.

Daniel Raecke

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