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Champions-League-Qualifikation: Bayern lassen Zürich keine Chance

Pflichtaufgabe erfüllt: Bayern München hat das Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Zürich überlegen mit 2:0 gewonnen. Nach dem frühen Führungstreffer durch Schweinsteiger brauchte der Rekordmeister allerdings lange, bis Robben der zweite Treffer gelang.

Von Tim Schulze

Bayern München ist auf dem Weg in die Königsklasse. Der Rekordmeister gewann das Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Zürich im eigenen Stadion überlegen mit 2:0. Nach der frühen Führung durch Bastian Schweinsteiger in der 8. Minute mussten sich die Fans weitere 60 Minuten gedulden, bis Arjen Robben der wichtige, zweite Treffer gelang. Die Bayern waren während der gesamten 90 Minuten hoch überlegen, allerdings fehlten ihrem Spiel zwischenzeitlich die zündenden Ideen gegen die defensiv stehenden Schweizer, die sich kaum nennenswerte Chancen herausspielten. Die Gruppenphase der Königsklasse und garantierte Einnahmen von 20 Millionen Euro sind zum Greifen nah.

Die Bayern begannen von der ersten Minute an sehr konzentriert und setzten die Schweizer unter Druck. Franck Ribery und der wiedergenesene Arjen Roben kamen auf den Flügeln zum Einsatz, im Zentrum bekam Toni Kroos den Vorzug vor Thomas Müller, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Die Schweizer hatten zwar durch Rodriguez zur ersten Torchance, aber der harmlose Kopfball stellte keine Gefahr für Manuel Neuer dar.

Robben legt für Schweinsteiger auf


Kurz darauf setzte sich Robben auf der rechten Seite durch und flankte maßgeschneidert auf den freistehenden Schweinsteiger, der den Ball mit dem Kopf locker ins Tor bugsierte. Ausgerechnet Schweinsteiger - es war fast wie eine Antwort auf die heftige Kritik von Oliver Kahn, der ihm und Kapitän Philipp Lahm vor dem Spiel mangelnde Führungsqualitäten vorgeworfen hatte. Das frühe Tor ließ die Münchner aufatmen, ihrem Spiel tat es dennoch nicht gut. So ab er 20 Minute war der Anfangsschwung vorbei. Allerdings war Zürich tatsächlich der erwartet harmlose Gegner, der den Schlendrian des Gastgebers nicht nutzten konnte. Die Bayern beherrschten den Gegner trotz ihrer Passivität klar.

In der Pause soll Uli Hoeneß wutentbrannt in die Kabine gestürmt sein und klare Worte gefunden haben – offenbar mit Wirkung. Auch die Einwechslung von Thomas Müller, der für den blassen Toni Kroos ins Spiel kam, lohnte sich. Die Aktionen der Bayern wurden jetzt wieder zielstrebiger, nur ein Tor wollte zunächst nicht gelingen. Ribéry hatte bei einem Freistoß aus halblinker Position Pech, der nur am Pfosten landete.

Gomez hatte einen unglücklichen Abend


Einen unglücklichen Tag erwischte Mario Gomez, der weit unter Form spielte. Der Nationalspieler vergab die Vorentscheidung, als er den Ball nach Ribérys Maßvorlage aus kurzer Distanz unbedrängt weit am Tor vorbeijagte. Kurz vor dem Ende hatte er Pech, als Dusan Djuric seinen Schuss von der Linie wegschlug. Doch als Gomez den Ball auf Robben zurücklegte und der Kunstschütze aus den Niederlanden in gewohnter Manier aus 18 Metern mit dem linken Fuß Maß nahm, war das hochverdiente 2:0 für die Bayern perfekt.

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