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Champions League: Schützenfest des FC Chelsea

Fernando Torres kann doch noch treffen, Kevin-Prince Boateng schießt ein Traumtor, Arsenal holt in der Nachspielzeit einen Dreier. Wir fassen das internationale Geschehen am dritten Spieltag der Champions League zusammen.

Dem FC Chelsea gelingt ein Schützenfest gegen Genk, Arsenal holt einen Last-Minute-Sieg, Milan und Barca geben sich keine Blöße und fighten weiter Kopf an Kopf um die Tabellenführung in Gruppe H.

Gruppe E: FC Chelsea fertigt Genk ab

Die Gäste aus Genk schlagen sich derzeit mit akuten Abwehrsorgen herum, was der FC Chelsea eiskalt zu nutzen verstand. Raul Meireles (8.) hatte die Führung erzielt, die der derzeit im Ligabetrieb gesperrte Fernando Torres (11./27.) mit seinen ersten Champions League-Toren für die Blues und Branislav Ivanovic (42.) noch vor der Pause weiter ausbauten. Nach dem Seitenwechsel machte Salomon Kalou (72.) mit dem 5:0 alles klar.

Tabellensituation: Der FC Chelsea (7) bleibt an der Spitze, Leverkusen folgt nach dem Sieg über Valencia mit sechs Punkten. Valencia (2) ist Dritter, Genk mit einem Punkt Schlusslicht.

Gruppe F: Glücklicher Arsenal-Sieg im Stade Velodrom

Arsène Wenger konnte im Stade Velodrome seine Handy-Roaming Kosten sparen. Der Arsenal-Coach hatte seine Sperre abgesessen und durfte gegen Marseille seine Spieler wieder direkt und nicht über den Umweg SMS anschreien. Dazu hatte er in der vor allem vonseiten Marseilles sehr schwachen Partie einigen Grund, am Ende durfte er aber dank Aaron Ramseys (90.) Treffer zum 0:1 in der Nachspielzeit über seinen ersten und insgesamt verdienten Sieg gegen Marseille und ein Ende seiner persönlichen Negativserie jubeln. Zu seiner Zeit in Monaco hatte der Franzose nämlich nie gegen Olympique gewinnen können (damals drei Remis und vier Niederlagen).

Tabellensituation: Der glückliche Dreier lässt Arsenal (7) an Marseille (6) vorbeiziehen, Piräus (3) darf sich noch leise Hoffnungen auf das Achtelfinale machen, der BVB (1) dagegen seine Träume begraben.

Gruppe G: Zweimal remis

In einer von vielen Unterbrechungen und wenig Spielfluss geprägten Partie hatte ein Lapsus von Apoel Nikosias Keeper bei einem Hulk-Freistoß (13.) die 1:0-Führung für Porto begünstigt. Ailton (19.) gelang nur wenige Minuten später wie aus dem Nichts der Ausgleich, den sich die Gäste aus Zypern durch eine konzentrierte Leistung in der Folge auch verdienten. Porto hatte zwar mehr Ballbesitz, Nikosia aber durch Kakas Kopfball eine weitere dicke Torchance. Die zweite Halbzeit bot dann fußballerische Schonkost. Das 1:1 war damit auch der Endstand.

Im Duell der letzten beiden UEFA Cup-Sieger vor der Umbenennung des Wettbewerbs in Europa League, hatte Donezks Willian (15.) mit einem Traumtor die 1:0-Führung der Gastgeber erzielt. Doch Roman Shirokov (33.), der per Elfmeter zuvor die dicke Chance zur Zenit-Führung leichtfertig vergeben hatte, machte aus dem Spiel seinen Fehler wieder gut und glich aus. Luiz Adriano (45.) stellte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zwar den alten Abstand wieder her, kurz nach dem Seitenwechsel überwand Zenits Viktor Fayzulin (60.) mit einem tollen Heber den Torhüter der Hausherren zum 2:2.

Tabellensituation: Nikosia (5) führt die Tabelle vor St. Petersburg und Porto (beide 4) an, Schlusslicht bleibt Donezk mit nur zwei Zählern.

Gruppe H: Standesgemäße 2:0-Sieg für Barca und Milan

Dass der FC Barcelona nach 23 Spielen mit mindestens einem selbst erzielten Treffer ausgerechnet gegen Underdog Viktoria Plzen plötzlich Ladehemmungen bekommen würde, hatten wohl nicht einmal die optimistischsten Fans der Gäste im Camp Nou für möglich gehalten. Und so ging dann auch zunächst alles seinen erwarteten Gang. Barca – bis auf eine Veränderung in der Finalaufstellung des letzten Jahres – dominierte die Partie und schoss durch Andres Iniesta (10.) die schnelle 1:0-Führung. Von Plzen war kaum etwas zu sehen, trotzdem geizten die Katalanen in der Folge mit weiteren Toren. Erst David Villa (81.) konnte in Zusammenarbeit mit Lionel Messi einen Konter zum 2:0-Endstand abschließen.

Dominant agierte auch Milan im heimischen San Siro-Stadion. Doch die überfällige 1:0-Führung durch Zlatan Ibrahimovic (33.) gelang erst, nachdem ein fahrlässiger Querpass von Mark van Bommel vor dem eigenen Strafraum direkt in den Fuß von Renan Bressan gekommen war, Christian Abbiati jedoch hatte entschärfen können. Kevin Prince Boateng (70.) drosch in der zweiten Hälfte dann einen Ball zum letztlich souveränen und verdienten 2:0-Sieg unter die Latte.

Tabellensituation: Barca (7) bleibt vor den punktgleichen Mailändern, Plzen und Borisov folgen mit jeweils einem Punkt.

Malte Asmus

sportal.de / sportal

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