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Champions League: Zagreb, Nikosia, Villarreal und Genk sind weiter

Die Bayern kamen glanzlos aber sicher in die Gruppenphase. Heißer ging es im Rest Europas zu: Malmö schrammte am Wunder vorbei. Nikosia musste zittern, war aber der verdiente Sieger. Genk und Maccabi Haifa gingen ins Elfmeterschießen und Villarreal kann Stefan Wessels doch bezwingen.

Der erste Rückspiel-Tag der Playoffs zur Champions League startete schleppend, endete dafür aber sehr furios. In Spanien gab es mehrere Platzverweise und einen Favoriten, der lange brauchte um einen deutschen Keeper zu überwinden. Schweden sah seinen Vertreter zu spät aufwachen und verpasste ein Wunder. Zypern hingegen freut sich über Nikosia. Belgier und Israelis mussten Überstunden schieben.

Malmö FF gegen Dinamo Zagreb 2:0

Malmö FF war schon nach dem Hinspiel in Zagreb so gut wie ausgeschieden. Dinamo Zagreb demontierte die Schweden mit 4:1. Im Swedbank Stadion in Malmö sahen die Zuschauer nichts von der angekündigten Offensive der Gastgeber. Gleichzeitig machte Dinamo Zagreb nicht mehr als nötig und so gab es in der ersten Halbzeit nichts Zählbares.

Die zweite Hälfte begann mit einer Tätlichkeit: Zagrebs Sine Vrsaliko stieg seinem Gegenspieler mit gestrecktem Bein aufs Knie und sah dafür zurecht die Rote Karte. In der 69. Minute profitierte Malmö zum ersten Mal von der Überzahl. Wilton Figueiredo zwirbelte einen Freistoß ins Tor zum 1:0. Die Chance zum 2:0 war da, aber Malmö schaffte es nicht den Ball ins Tor zu befördern. Erst in der 86. kamen die Hausherren zum 2:0 durch Pontus Jansson. Trotz der tollen Schlussoffensive und vielen Chancen bleib es beim 2:0, was für Malmö das Aus bedeutete. Zagreb freut sich hingegen auf die Champions League.

APOEL Nikosia gegen Wisla Krakow 3:1

Wisla Krakow tat sich im Hinspiel gegen das Team von APOEL Nikosia sehr schwer und gewann ganz kanpp mit 1:0. In Nikosia zeigte APOEL eine starke erste Halbzeit und ging nach einer knappen halben Stunde mit 1:0 in Führung. Nach einer Ecke sah der Krakauer Keeper Sergei Pareiko nicht gut aus und legte sich den Ball ins eigene Tor. Der einzige Höhepunkt bis zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten legte Nikosia nach. Aílton vollendete einen schönen Spielzug zum 2:0 in der 56. Minute. Nikosia hatte die Partie fest im Griff, doch es war Wisla Krakow, das den nächstenHöhepunkt hatte. Cezary Wilk kam einen Tick vor seinem Gegenspieler an den Ball und lenkte ihn zum Anschlusstreffer ins Tor. Die Polen fanden sich anscheinend mit dem 1:2, was ihnen gereicht hätte, ab, doch Nikosia drängte auf den Champion League-Einzug und traf in der 87. zum 3:1. Wieder war es Aílton, der Nikosia zum Jubeln brachte. Dabei blieb es auch und APOEL Nikosia hat sich für die Gruppenphase qualifiziert.

KRC Genk gegen Maccabi Haifa 4:1 n.E. (2:1)

Elyaniv Barda hielt den belgischen Vertreter im Rennen, da er den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Eine Woche später gastierte Maccabi Haifa in der Cristal Arena beim KRC Genk und weder Haifa noch Genk riskierten viel. Bis in der 35. Minute der 22-jährige Jelle Vossen das Leder bekam und zum 1:0 für die Gastgeber traf. Fast direkt im Gegenzug konnte Eyal Golasa aus zwanzig Metern über den Genker Schlussmann zum 1:1 lupfen. Doch die Freude hielt nur kurz, denn Thomas Buffel brachte die Belgier nur vier Minuten später mit 2:1 zur Halbzeit-Führung.

In der zweiten Halbzeit war das Spiel ein offener Schlagabtausch. Beide Teams kamen zu ihren Chancen, doch keines traf. Das 2:1 nach 90 Minuten bedeutete die Verlängerung. Die erste Viertelstunde hatte erst in der Nachspielzeit ihren Höhepunkt als Vladiier Dvalishvili aus 10 Metern den Pfosten vom Genker Kasten traf. Ein Schicksalsschlag gab es für Maccabi Haifa in der 109. Minute. Verteidiger Itzhak Cohen erhält nach einem taktischen Foul die Gelb-Rote Karte. Genk konnte daraus aber keine Vorteile ziehen. Das Match ging ins Elfmeterschießen.

Vossen machte nach einem starken Spiel den Auftakt und schoss Genk in Führung. László Köteles konnte den nächsten Elfmeter parieren. Nach dem nächsten Treffer für Genk, konnte Köteles wieder die Faust hochreißen und halten. Genk ging mit 3:0 in Führung. Nach zwei weiteren Elfmetern war der Abend vorbei, genauso wie das Abenteuer Champions League für Maccabi Haifa. Genk hat es geschafft und sich für die Gruppenphase qualifiziert.

FC Villarreal gegen Odense BK 3:0

Durch einen starken Stefan Wessels und einen katastrophalen Abwehrfehler von Villarreal konnte Odense zu Hause mit 1:0 gewinnen. Das war die Überraschung der Hinspiele. Im El Madrigal waren die Hausherren klar spielbestimmend, kamen auch zu einigen guten Chancen. Doch Nilmar, Giuseppe Rossi und Co scheiterten wie schon eine Woche zuvor immer wieder an Stefan Wessels.

Odense hielt das 0:0 bis zur 50. Minute. Dann war es Rossi, der nach einer Nilmar-Flanke Stefan Wessels überwand und das 0:1 aus dem Hinspiel egalisierte. Eine Viertelstunde nach dem Führungstreffer erzielte der Italiener seinen zweiten Treffer. Wieder sprang er nach einer Flanke in den Ball und dieser landete unhaltbar für Wessels im Tor. Kurze Zeit später verlor Bashkim Kadrii die Nerven und foulte Zapata, obwohl er schon die Gelbe Karte hatte. Fazit: Gelb-Rot und Odense verbrachte die letzten 20 Minuten nur noch zu zehnt.

Villarreal sollte aus der Überzahl eigentlich Profit ziehen, aber stattdessen ließ sich Borja Valreo zu einem Materazzi-Kopfstoß hinreißen und sah glatt Rot. Die Spanier machten dennoch weiter Druck und wurden dafür nochmals belohnt. In der 83. Minute wollte Stefan Wessels einen Schuss von Marchena aufnehmen und ließ in durch zum 3:0 für Villarreal. Im Endeffekt setzte sich der Favorit doch noch durch und steht in der Champions League.

Tobi Becker

sportal.de / sportal

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