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DFB-POKAL: Dortmund setzt »Schwarze Serie« fort

Der deutsche Meister Borussia Dortmund verabschiedete sich am Dienstagabend als ein weiterer Bundesliga-Club in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb. Der BVB kam seit 1996 nie über das Pokal-Achtelfinale hinauskam.

Der deutsche Meister Borussia Dortmund hat seine »schwarze« Serie im DFB-Pokal fortgesetzt - mit Arminia Bielefeld verabschiedete sich am Dienstagabend ein weiterer Bundesliga-Club in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb. Der BVB, der seit 1996 nie mehr über das Pokal-Achtelfinale hinauskam, musste mit 0:3 bei Bundesliga- Absteiger SC Freiburg die Segel streichen, die Arminia verlor bei Rot-Weiß Oberhausen 0:1. Im einzigen Bundesliga-Duell des Tages setzte sich der TSV 1860 München in einem dramatischen Elfmeterschießen mit 8:7 gegen den VfL Wolfsburg durch. Mühevoll ins Achtelfinale kamen auch der Hamburger SV (2:0 gegen den MSV Duisburg) und Hansa Rostock (1:0 über Eintracht Frankfurt).

Zweite Riege nicht ausreichend

Dortmunds Trainer Matthias Sammer bot im Dreisamstadion gerade einmal fünf Spieler seiner Stammformation auf. Zu wenig, um dem ehrgeizigen Aufstiegs-Aspiranten SC Freiburg vor 24 500 Zuschauern Paroli bieten zu können. Durch Tore von Soumaila Coulibaly (8.), Jan Männer (41.) und Andreas Zeyer (54.) feierten die Breisgauer einen ebenso unerwarteten wie verdienten Erfolg gegen den Bundesliga-Zweiten, der seine Kräfte offensichtlich für den Schlager am Samstag beim FC Bayern München schonte.

1860er-Torwart rettet

Wie im Punktspiel am 14. September an gleicher Stelle holte der VfL Wolfsburg beim TSV 1860 München einen 0:2-Rückstand zum 2:2 auf, doch im entscheidenden Elfmeterschießen bewies Simon Jentzsch eiserne Nerven. Der Schlussmann der Sechziger parierte den Schuss von Diego Klimowicz und verwandelte den insgesamt 22. Elfmeter des Abends selbst zum 8:7. Dorinel Munteanu (20.) und Klimowicz (50.) hatten vor 5000 Zuschauern im Olympiastadion die schnelle »Löwen«-Führung durch Martin Max (16.), der zunächst für Torjäger Benjamin Lauth zum Einsatz kam, und Rodrigo Costa (19.) ausgeglichen.

Mit seinem Tor in der 90. Minute bescherte Thomas Meggle dem FC Hansa Rostock den ersten Heimsieg nach fünf erfolglosen Spielen seit dem 17. August und damit den Einzug in die dritte Pokal-Runde. Der frühere St. Paulianer vor 9200 Zuschauern verwertete im Ostseestadion Sekunden vor Schluss eine Flanke von Marcus Lantz per Flugkopfball.

Sieg auch mit zehn Mann

Seine Auswärtsschwäche in dieser Saison wurde Arminia Bielefeld nun auch im Pokal zum Verhängnis. Nach Radulovic? Tor (22.) vor 5000 Zuschauern zum 1:0 für den Zweitliga-Fünften Oberhausen verließen die Arminen auch das Niederrheinstadion als Verlierer. Und das, obwohl RWO ab der 61. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für Salifou mit zehn Spielern auskommen mussten.

Littbarski-Nachfolger mit unglücklichen Einstand

Marcel Maltritz (52.) und Kim Christensen (73.) bewahrten den Hamburger SV vor 30 234 Besuchern in der AOL-Arena mit ihren Toren vor einer Überraschung gegen den MSV Duisburg, bei dem Bernard Dietz als Littbarski-Nachfolger auf der Trainerbank keinen glücklichen Einstand feierte.

Profis gegen Amateure

Nichts anbrennen ließ Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln beim nordbadischen Regionalligisten TSG Hoffenheim. Kioyo (28.), Kreuz (35.), Happe (43.), Scherz (59.) und Sinkala (66.) schossen vor 4500 Zuschauern im ausverkauften Dietmar Hopp-Stadion bei einem Gegentor von Eller (78.) den standesgemäßen 5:1-Sieg der Rheinländer gegen den Amateurclub heraus. Dagegen konnte der 1. FC Union Berlin im Duell bei der SpVgg Unterhaching keinen Klassenunterschied deutlich machen. Durch ein Tor von Leitl (68.) behielt der Spitzenreiter der Regionalliga Süd vor 1500 Zuschauern im Sportpark sogar mit 1:0 die Oberhand über den Zweitliga-Vertreter.

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