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DFB-Pokal: Hannover gewinnt in Verlängerung - Dortmund und Hamburg weiter

Hannover gewinnt in der Verlängerung noch gegen Offenbach, der Hamburger SV verhindert ein frühes Pokal-Aus in Zwickau und der BVB gewinnt souverän 3:0 gegen Trier. Die DFB-Pokal-Spiele im Überblick.

Kickers Offenbach gegen Hannover 96

Offenbachs Matthew Taylor scheitert an Hannovers Torwart Samuel Sahin-Radlinger

Hannover 96 hat den ewigen Pokalschreck Kickers Offenbach erst durch ein Tor in der letzten Sekunde der Verlängerung besiegt und mit viel Glück die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht.
Salif Sané verwandelte am Montagabend in der 121. Minute einen Handelfmeter, als der Bundesliga-Absteiger beim finanziell schwer angeschlagenen Traditionsverein aus der Regionalliga Südwest mit 3:2 (2:2, 2:1) nach Verlängerung gewann. Neuzugang Martin Harnik hatte den Favoriten schon früh in Führung gebracht und danach auch das 2:0 durch Felix Klaus (22.) vorbereitet.

Vor 10 573 Zuschauern kamen die Kickers zunächst in der 29. Minute zum Anschlusstreffer und nach einer Roten Karte für Hannovers Waldemar Anton (48./Notbremse) auch direkt zum Ausgleich (49.). Beide Tore erzielte Serkan Firat. Doch auch der OFC spielte nach einer Gelb-Roten Karte für Kristian Maslanka (61.) lange Zeit nur zu zehnt.

"Das ist ganz bitter. Es tut mir leid für unsere tollen Fans", sagte Matthew Taylor. Der starke Torschütze Harnik konstatierte: "Wir sind super ins Spiel reingekommen, doch dann wurde es der Pokalfight, den wir unbedingt verhindern wollten. Am Ende hat sich unsere Qualität und die Fitness durchgesetzt. Wir sind froh, dass wir nicht mehr ins Elfmeterschießen mussten."

BVB spaziert in zweite Pokalrunde

Borussia Dortmund ist in die zweite Runde des DFB-Pokals spaziert. In souveräner Manier meisterte der Finalist der vergangenen beiden Spielzeiten die Pflichtaufgabe und besiegte den Regionalligisten Eintracht Trier standesgemäß mit 3:0 (3:0). Vor 10 805 Zuschauern im ausverkauften Moselstadion sorgten die Torschützen Shinji Kagawa (8./33.) und André Schürrle (45.) am Montag für klare Verhältnisse. Damit ist der BVB einer von 16 Erstligisten, die bei der Auslosung der kommenden Runde am Freitag im Anschluss an den Ligaauftakt zwischen Bayern München und Werder Bremen noch dabei sind.

"Ich war sehr zufrieden. Unterm Strich können wir auf jeden Fall darauf aufbauen", bilanzierte BVB-Trainer Thomas Tuchel, "die frühe Führung hat uns Sicherheit gegeben". Eintracht-Kapitän Michael Dingels konnte sich nach der Partie immerhin mit dem Trikot von Pierre-Emerick Aubameyang trösten: "Das frühe 0:3 hat uns das Genick gebrochen. Aber wir haben uns gut verkauft."

Hamburger SV verhindert frühes Pokal-Aus

Der Hamburger SV hat eine neuerliche Pokal-Blamage verhindert und steht nach einem mühevollen 1:0 (0:0) über Drittligist FSV Zwickau in der 2. DFB-Pokal-Runde. 10 134 Zuschauer sahen bei der Stadioneröffnung der neuen Zwickauer Arena einen leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber, der in der 70. Minute durch den eingewechselten Alen Halilovic in Rückstand geriet.

"Wir haben heute richtig gute Arbeit abgeliefert. Wir waren super konzentriert und haben intensiv gepresst", sagte HSV-Torwart René Adler. "So wie in der ersten Halbzeit haben wir schon lange nicht mehr gegen eine tiefstehende Mannschaft agiert. Leider haben wir es gegen diese starke Mannschaft verpasst, noch mehr Tore zu schießen."

Der HSV war vor dem Gastspiel beim sächsischen Drittliga-Aufsteiger gewarnt. Zum einen, weil er vor einem Jahr in der ersten Runde beim FC Carl Zeiss Jena und damit bei einem ebenfalls unterklassigen Verein gescheitert war. Zum anderen, weil Zwickau, wenn es denn im DFB-Pokal startberechtigt war, ebenfalls schon für Furore gesorgt hatte. 1996 warf man den 1. FC Köln aus dem Wettbewerb.

Zweitligist SV Sandhausen setzte sich beim Drittliga-Vertreter SC Paderborn mit 2:1 (1:0) durch. Richard Sukuta-Pasu (18./Foulelfmeter) und Tim Kister (90.+1) trafen für die Gäste aus Sandhausen. Sven Michel hatte das zwischenzeitliche 1:1 (50.) der Paderborner erzielt.

jen / DPA

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