HOME

Hall of Fame des deutschen Fußballs: Diese elf deutschen Fußballer und ein Trainer sind die Besten

Diese zwölf Namen kennt in Deutschland jeder Fußballfan. Erstmals werden die Besten der Besten in einer Hall of Fame des deutschen Fußballs gewürdigt. Einer der Gewählten spielte sogar für zwei Nationalmannschaften.

Hall of Fame Lothar Matthäus

Lothar Matthäus reckt im Juli 1990 in im römischen Olympiastadion den Weltmeister-Pokal in die Höhe

DPA

Die meisten von ihnen sind Weltmeister, deutsche Fußball-Idole sind sie alle: Elf Fußball-Legenden und eine Trainer-Ikone sind als erste in die neue Ruhmeshalle von Deutschlands Volkssport Nummer eins gewählt worden. Lothar Matthäus ist dabei, Fritz Walter, Franz Beckenbauer und natürlich der "Bomber der Nation", Gerd Müller. Die Hall of Fame im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund soll die Leistungen, Triumphe und speziellen Karrieren der außergewöhnlichen früheren Sportler würdigen. Sepp Maier, Andreas Brehme, Paul Breitner, Matthias Sammer, Günter Netzer, Uwe Seeler und Helmut Rahn komplettieren die Legenden-Elf.

"Wir haben in der Jury hart um jeden einzelnen Namen gerungen", sagte Museums-Direktor Manuel Neukirchner. "Am Ende ist es gelungen, die herausragenden Spieler-Generationen in dieser Gründungself zusammenzuführen."

Sepp Herberger gewinnt unter den Trainern

Bei den Trainern erhielt Sepp Herberger, der die Nationalmannschaft 1954 sensationell zum ersten WM-Titel geführt hatte, die meisten Stimmen der Sportjournalisten-Jury. "Er war ein sehr, sehr guter Psychologe und für damalige Verhältnisse auch schon ein sehr moderner Trainer und ein Vordenker", lobte der aktuelle Bundestrainer Joachim Löw einst den 1977 verstorbenen Herberger.

Im früheren Mittelfeld-Ass Walter und dem zweifachen Finaltorschützen beim 3:2 gegen eigentlich übermächtige Ungarn, Helmut Rahn, wurden zwei Spieler in die Hall of Fame aufgenommen, die den Mythos "Wunder von Bern" entscheidend mitbegründet haben.

20 Jahre später prägten Klasse-Keeper Maier, "Kaiser" Beckenbauer, Abwehr-Ass Breitner, "Bomber" Gerd Müller und Spielmacher Netzer die nächste Ära. Sie alle waren dabei, als Deutschland bei der Heim-WM zum zweiten Mal den wichtigsten Fußball-Triumph feierte. Mit 365 Toren ist Müller bis heute der erfolgreichste Bundesliga-Torschütze.

Uwe Seeler und Matthias Sammer sind die einzigen Nicht-Weltmeister

Fußballerisch über jeden Zweifel erhaben, warfen die Machenschaften des WM-2006-Organisationskomitees um dessen Chef Beckenbauer zuletzt ein schlechtes Licht auf den 73-Jährigen. Bei der Aufnahme in die Hall of Fame gab die sportliche Lebensleistung als Spieler den Ausschlag.

Unter dem Teamchef Beckenbauer feierten Matthäus und Brehme ihre größten Erfolge: Mit seinem verwandelten Elfmeter zum 1:0 im Finale gegen Argentinien schoss Brehme die DFB-Elf um Kapitän Matthäus in Rom zum dritten Mal an die Spitze der Fußball-Welt. Matthäus ist bis heute der einzige deutsche Spieler, der von der Fifa als Weltfußballer ausgezeichnet wurde (1991).

Fußball: Damit kein Tor fällt: Vater schubst Sohn in den Schuss

Die einzigen Nicht-Weltmeister in der erlesenen Runde sind Uwe Seeler und Matthias Sammer. Mittelstürmer Seeler erspielte sich in den 1950er, 60er und 70er Jahren beim Hamburger SV Legenden-Status. 1966 war er Kapitän, als Deutschland im WM-Finale auch dank des berühmten "Wembley-Tors" England unterlag. Sammer hat als einziges Hall-of-Fame-Mitglied ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal: Der Europameister von 1996 und Champions-League-Sieger von 1997 mit Borussia Dortmund trug sowohl das Nationaltrikot der DDR als auch das der Bundesrepublik Deutschland nach der Wiedervereinigung.

In die Ruhmeshalle konnten nur deutsche Fußballer und Trainer gewählt werden, deren Karriere-Ende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die Hall of Fame wird Teil der Dauerausstellung im Fußballmuseum. Mit einer Gala im April 2019 soll die Aufnahme der Gründungsmitglieder gefeiert werden. Im kommenden Jahr soll zudem anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des EM-Titels der deutschen Frauen bei der Heim-Europameisterschaft 1989 eine weibliche Gründungself gewählt werden.

tis/Thomas Eßer / DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.