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EM kompakt: "Arsch in Nutella" amüsiert Italiener

Schon zum siebten Mal versucht die deutsche Elf in ein EM-Finale vorzudringen. Bis auf eine Ausnahme ist ihr bisher stets gelungen. Italiens Stürmer Balotelli redet derweil unverständlich, Frankreichs Nasri dagegen überdeutlich. EM kompakt.

Balotelli: "Den Arsch nicht in Nutella"

Mit einer kryptischen Formulierung hat unterdessen Mario Balotelli im Lager der Italiener wieder einmal für Erstaunen und Belustigung gesorgt: "Ich habe den Arsch nicht in Nutella", erklärte der exzentrische Stürmer der Squadra Azzurra bei der Pressekonferenz vor dem EM-Viertelfinale gegen England, das am Abend in Kiew steigt. Trainer Cesare Prandelli und Teamkollege Andrea Barzagli schauten sich auf dem Podium genauso verwundert an wie die italienischen Reporter. Eine derartige Redewendung existiert im Italienischen nicht. Wahrscheinlich wollte der schwierige Star von Manchester City damit betonen, dass er in der Squadra Azzurra nicht zu sanft angepackt werde. Der Stürmerstar ist für seine Ungeschicklichkeiten und Stammeleien in Italien bereits so bekannt, dass eine "Ballotellata" als feststehender Begriff für eine überraschende Dummheit in den Sprachgebrauch übergegangen ist.

Deutschland kämpft zum siebten Mal ums Finale

Schon zum siebten Mal versucht die deutsche Nationalelf ins Finale einer Europameisterschaft einzuziehen. Nur in einem Fall, ausgerechnet 1988 beim Turnier im eigenen Land, ist ihr das nicht geglückt, als man im entscheidenden Spiel gegen die Niederlande verlor. In den weiteren Fällen setzte sich das deutsche Team aber durch und zog ins Finale ein: 1972 durch ein 2:1 gegen Belgien (anschließend wurde Deutschland Europameister), 1976 durch ein 4:2 nach Verlängerung gegen Jugoslawien, 1980 als Sieger der Vorrundengruppe mit der CSSR, den Niederlanden und Griechenland (es folgte der zweite Titelgewinn im Finale), 1992 durch ein 3:2 gegen Schweden, 1996 durch ein 6:5 im Elfmeterschießen gegen England (danach folgte der dritte Titelgewinn) und 2008 durch ein 3:2 gegen die Türkei. Am Donnerstag nun versuchen die Deutschen gegen Italien oder England sich fürs Finale in Kiew am 1. Juli zu qualifizieren. Sollte es klappen will angeblich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel anreisen - obwohl sie Spiele in der Ukraine meiden wollte.

Nasri pöbelt Journalisten übel an

Nach Frankreichs Aus hat Mittelfeldspieler Samir Nasri Journalisten aufs Übelste beleidigt. Zunächst warf der 24-Jährige den Reportern am späten Samstagabend im Anschluss an das 0:2 im Viertelfinale gegen Spanien vor, immer nach problematischen Geschichten zu suchen. Als ein Medienvertreter ihn daraufhin wüst aufforderte, zu gehen, verlor Nasri die Kontrolle über sich. "F... dich selber in den A...", schimpfte der Profi von Manchester City, beleidigte die Mutter des Reporters ("Geh deine Mutter f..." und bezeichnete ihn als "Hurensohn". Nasri hatte erstmals bei diesem Turnier nicht in der Startformation gestanden und konnte nach seiner Einwechslung in der 65. Minute auch nicht mehr für die Wende sorgen.

Eusebio auf dem Weg der Besserung

Portugals Fußball-Legende Eusebio befindet sich nach einem Schwächeanfall in stabilem Zustand. Dies teilte am Sonntag ein Sprecher des Krankenhauses in Posen mit, in das der frühere Star von Benfica Lissabon am Samstag eingeliefert worden war. "Die Nachrichten sind gut. Die Ärzte sind zufrieden damit, dass sein Zustand stabil ist", teilte der Sprecher mit. Zuvor war der 70-jährige Eusebio im Hospital einer kardiologischen Untersuchung unterzogen worden. Eusebio, der die portugiesische Mannschaft während des EM-Turniers begleitet und am Donnerstag in Warschau gemeinsam mit Luis Figo den 1:0-Sieg der "Lusos" im Viertelfinale gegen Tschechien auf der Tribüne verfolgt hatte, hatte am Samstag über Unwohlsein geklagt.

dho/DPA / DPA

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