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Halbfinale Deutschland-Italien Jogi Löw und Bastian Schweinsteiger bleiben gelassen


Vor dem EM-Halbfinale gegen Angstgegner Italien versucht vor allem Bundestrainer Joachim Löw Ruhe auszustrahlen. Mittelfeldmotor Bastian Schweinsteiger ist einsatzbereit und will die Italiener endlich in einem Turnierspiel schlagen.

Vor dem EM-Halbfinale gegen Angstgegner Italien stellen Bundestrainer Joachim Löw und Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger kurz vor dem Abschlusstraining Gelassenheit zur Schau. "Ich habe diese Spiele wahnsinnig gerne, es sind K.o.-Spiele, bei denen man alles in die Waagschale werfen muss", sagte Löw, der in seinem sechsten Jahr als Chefcoach der DFB-Auswahl ebenso nach dem Titel lechzt wie sein Team. "Wir haben eine sehr starke Mannschaft und sind in der Lage, Italien zu bezwingen und ins Finale einzuziehen."

Italien soll deshalb am Donnerstag sein blaues Wunder erleben, wie auch Schweinsteiger mit entschlossenem Gesichtsausdruck verdeutlichte: "Wir haben noch nie gewonnen gegen die Italiener in einem Turnier, deswegen ist es Zeit", sagte der Münchner, der trotz seiner leichten Sprunggelenksprobleme gegen die Squadra Azzurra auflaufen wird.

Bislang hat die DFB-Auswahl in sieben Turnierspielen gegen Italien noch nie gewonnen. Zuletzt wurde eine DFB-Auswahl 2006 im Halbfinale der Heim-WM in Dortmund von den Azzurri ausgeschaltet (0:2 n.V.). Diesmal werde es anders sein, sagte Löw. Seine Mannschaft wolle den Italienern "unseren Rhythmus aufzwingen, die Initiative ergreifen".

Bierhoff warnt, Klose beginnt

Auch Torwart Manuel Neuer will sich nicht mit einer unteren Stufe auf dem Siegertreppchen zufrieden geben. "Bei uns kommt dazu, dass wir in den letzten Turnieren immer nah dran waren. Es wäre auf jeden Fall falsch, wenn wir jetzt nicht sagen würden: Wir sind an der Reihe! Wir müssen uns das einfach erarbeiten und hoffen, dass wir den großen Coup endlich landen", sagte er der "Sport Bild". Während sich Neuer um seinen Platz in der Startelf keine Sorgen machen muss, muss der eine oder andere Kollege wieder um seinen Platz zittern.

"Ich mache meine Aufstellung nicht vom letzten Ergebnis abhängig. Was gleich bleiben muss, ist unsere Philosophie", sagte Löw und befeuerte damit wieder die Spekulationen. Diesmal soll die Aufstellung auch nicht schon Stunden vorher an die Öffentlichkeit gelangen: "Ich hoffe, der Maulwurf ist sich der Bedeutung des Spiels bewusst und bleibt diesmal unter der Erde", sagte Bierhoff zu diesem Thema.

Sicher scheint, dass Italien-Legionär Miroslav Klose wieder als einzige Spitze beginnen wird. "Ich bin überzeugt, dass wir es anders machen als im Halbfinale der WM 2006. Wir haben uns fußballerisch verändert", sagte der 34-Jährige. Er hatte bereits im Viertelfinale den bis dahin überzeugenden dreifachen Torschützen Mario Gomez abgelöst.

Mit Podolski - und wieder mit Reus?

Gomez hat aber noch ein Fünkchen Hoffnung, im Halbfinale wieder den Vorzug zu erhalten. "Die ersten drei Spiele habe ich gespielt und es gut gemacht - nun hat Miro gespielt und es gut gemacht. Wir werden sehen, wer im Halbfinale spielt", sagte der Münchner.

Das gilt auch für die Außenpositionen, wo aller Wahrscheinlichkeit nach der gebürtige Pole Lukas Podolski wieder für André Schürrle auf links zum Einsatz kommt und Marco Reus wohl erneut den Vorzug vor WM-Torschützenkönig Thomas Müller erhält. "Griechenland ist nicht unser Maßstab. Italien ist eine ganz andere Hausnummer", sagte Löw. Die Spekulationen um die Aufstellung fachte er damit erneut an.

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jat/dha/AFP AFP

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