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DFB-Team vor Italien-Spiel "Schwerster Brocken, auf den wir treffen konnten"

DFB-Team beim Training
Die Vorbereitungen auf das Spiel gegen Italien laufen auf Hochtouren
© Getty Images
Vor dem wichtigen Viertelfinale gegen Italien scheinen alle deutschen Spieler wieder fit zu sein - doch Jogi Löw schweigt eisern, wenn es um eine mögliche Aufstellung geht.

Joachim Löw kann im EM-Viertelfinale gegen Italien nach derzeitigem Stand personell aus dem Vollen schöpfen. An der geschlossenen Trainingseinheit am Donnerstag habe auch Jonas Hector teilgenommen, berichtete Teammanager Oliver Bierhoff in Évian-les-Bains. Der Außenverteidiger hatte tags zuvor wegen einer leichten Grippe ausgesetzt. Abwehrchef Jérôme Boateng teilte mit, dass er in Bordeaux trotz seiner Wadenblessur auflaufen könne. "Bis Samstag passt das", sagte der Bayern-Profi. 

Die Anspannung steigt im deutschen Quartier von Tag zu Tag. "Es wird der größte Prüfstein im Laufe des Turniers", sagte Mittelfeldspieler Toni Kroos. Auch Bierhoff sprach vom "schwersten Brocken, auf den wir treffen konnten - nicht nur wegen der Historie". Er spüre bei den 23 deutschen Spielern aber "keinerlei Angst, sondern Vorfreude". 

Über Taktik und Personal wird eisern geschwiegen. Nur noch das Allernötigste soll über die Vorbereitung des Fußball-Weltmeisters auf den Turnier-Angstgegner aus dem von Sicherheitskräften bewachten Quartier am Genfer See nach außen dringen. Sogar das Abschlusstraining für das EM-Viertelfinale wird am Freitag noch in Évian stattfinden und nicht am Spielort in Bordeaux, wie es normalerweise üblich wäre. 

"Es gibt alle möglichen Varianten"

"Lasst Euch überraschen", bemerkte Mittelfeldspieler Toni Kroos am Donnerstag auf dem Pressepodium im DFB-Medienzentrum lächelnd zum Versteckspiel. Die Botschaft war auch an die anwesenden Reporter aus Bella Italia gerichtet. Heiteres Aufstellungs- und Taktikraten ist angesagt vor der Stunde X am Samstag (21.00 Uhr/ARD). "Da gibt es die nächsten Tage noch ein bisschen was zu spekulieren und diskutieren. Es gibt da ja alle möglichen Varianten: Basti (Schweinsteiger) rein, Sami (Khedira) raus, Sami mit dabei. Wir wissen, dass Jogi Löw sich immer mit vielen Varianten beschäftigt", sagte Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff am 20. Jahrestag des letzten deutschen EM-Titelgewinns in England.

Als ausgewiesener Italien-Kenner empfahl Bierhoff, sich nicht vom 4:1 im Testspiel gegen die Squadra Azzurra Ende März blenden zu lassen: "Der Sieg muss aus dem Gedächtnis gestrichen werden." In München war die deutsche Elf unter anderem mit einer Dreierkette in der Abwehr erfolgreich gewesen. "Die Italiener sind sehr stark und sehr unangenehm zu spielen", mahnte Boateng: "Ich glaube, es wird ein großes Spiel." Im Falle eines ersten Turniererfolges gegen Italien wäre für Kroos der Weg zum Titelgewinn nicht automatisch geebnet: "Danach wartet noch eine Menge Arbeit, um Europameister zu werden." Im Halbfinale wäre Gastgeber Frankreich oder Island der Gegner.

car DPA

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