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Interaktive Karte Diese Karte zeigt, wo alle EM-Spieler geboren wurden


Mit dem Ausspruch "Because it's 2016" hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau auf die Frage reagiert, warum sein Kabinett denn so divers ist. Wenn man sich die Mannschaftskader ansieht, könnte man ähnlich antworten: Die Spieler wurden überall geboren, sogar auf anderen Kontinenten.

Am heutigen Freitag beginnt in Frankreich die EM 2016, alle Mannschaften und Spieler sind vor Ort. 24 Nationen nehmen teil, so viele wie noch nie zuvor. Obwohl die Terrorangst ein wenig die Veranstaltung überschattet zeigt sich doch, dass der Kontinent so nah zusammengerückt ist wie vielleicht noch nie. Das zeigt allein ein Blick in die offiziellen Mannschaftslisten, wo auch die Geburtsorte der Spieler verzeichnet sind.

Die Nationalmannschaften sind international

Dass die Spieler einer Mannschaft ausnahmslos im eigenen Land geboren wurden ist mittlerweile ohnehin fast zur Ausnahme geworden. Viele Spieler haben jenseits der Landesgrenzen Ihrer Nationalteams das Licht der Welt erblickt. Ihre Geschichten sind so vielfältig wie der Kontinent selbst: Als Kinder von Gastarbeitern, Flüchtlingen, Ein- und Auswanderern oder aus multikulturellen Ehen stammend liegen ihre Geburtsorte über ganz Europa verstreut. Viele Spieler der türkischen Auswahl sind beispielweise in Deutschland geboren.

Andersherum profitieren etliche Teams von Zuwandererkindern, die sich für den Verband ihres Geburtslandes entschieden haben. Mesut Özil oder Xherdan Shakiri, für Deutschland beziehungsweise die Schweiz aktiv, sind zwei Beispiele.

Datenquelle: 

Die deutschen Spieler kommen aus dem Süden und Westen der Republik

Der Greifswalder Toni Kroos ist im Löw'schen Team eine Besonderheit - und das nicht nur wegen seiner Künste am Ball. Kroos ist der einzige Spieler aus dem aktuellem Kader, der noch in der DDR geboren wurde. Er ist zudem der einzige, der aus den neuen Bundesländern stammt - von Berlin einmal abgesehen, wo Jérôme Boateng geboren wurde - und einer von nur zwei Norddeutschen. Der Rest des DFB-Teams kommt aus den Regionen rund um Ruhr, Rhein und Main oder dem Süden der Republik. Lukas Podolski wiederum wurde bekanntlich in Gliwice in Polen geboren

Asiaten, Afrikaner und Amerikaner sind auch dabei

Außer Australien ist jeder bevölkerte Kontinent bei der Europameisterschaft vertreten. Das außereuropäische Land, in dem die meisten EM-Spieler geboren wurden, ist Brasilien. Mit Eder, Thiago Motta (beide Italien), Thiago Cioncek (Polen), Pepe (Portugal) und Guilherme Marinato (Russland) stammen gleich fünf Akteure aus dem Land des schönen Spiels. Der Österreicher Rubin Okotie wiederum wurde im pakistanischen Karachi geboren und ist damit der einzige Spieler vom indischen Subkontinent. 

Und ein Niederländer spielt ebenfalls mit ...

Der tritt allerdings für die Türkei an. Oguzhan Özyakup wurde in Zaandam geboren und beim AZ Alkmaar ausgebildet. Mittlerweile kickt der niederländisch-türkische Mittelfeldspieler bei Besiktas Istanbul. Durch ihn haben die leidgeprüften Oranje-Fans nach Hollands verpasster Qualifikation allerdings wenigstens die Möglichkeit, einem Landsmann die Daumen zu drücken.

Als Datenquelle und Inspiration diente diese Google-Karte.


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