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EM-Qualifikation: "Rehakles" rettet sich, Italien jubelt

Europameister Griechenland hat in der EM-Qualifikation auf Malta eine Blamage verhindert und Trainer Otto Rehhagel damit vorerst den Job gerettet. In Gruppe A sorgte ein Außenseiter für eine Sensation. Weltmeister Italien und England haben sich mit Siegen zurückgemeldet.

Die zuletzt angeschlagenen "Fußball-Riesen" Italien und England haben in der EM-Qualifikation wichtige Siege gefeiert. Während Weltmeister Italien nach dem 2:0 (1:0) gegen Schottland erst einmal aufatmen kann, war der 3:0 (1:0)-Erfolg der Engländer am Mittwochabend beim Zwergstaat Andorra zumindest das erhoffte Erfolgserlebnis. Doch beim Fußball-Weltmeister von 1966 dürften die Diskussionen um Trainer Steve McClaren dennoch nicht verstummen.

Nur knapp hat auch Europameister Griechenland eine Blamage verhindert und Trainer Otto Rehhagel möglicherweise den Job gerettet. Vier Tage nach der 1:4-Heimniederlage gegen die Türkei kamen die Griechen zu einem 1:0 (0:0)-Sieg auf Malta. Ein Remis oder eine Niederlage hätten wohl das Aus für den zuletzt stark kritisierten früheren Bundesliga-Trainer Rehhagel bedeutet.

Matchwinner Luca Toni

Auch die Tschechen haben nach dem 1:2 gegen Deutschland nur mit Mühe einen weiteren Rückschlag vermieden. Gegen Zypern kam das Team von Trainer Karel Brückner zu einem 1:0 (1:0) und konnte den zweiten Platz in der Gruppe D hinter Deutschland festigen und nach Punkten (je 13) ebenso zur DFB-Elf aufschließen wie Irland. Das Team von der Insel entschied das Verfolgerduell gegen die Slowakei (9) mit 1:0 (1:0) für sich.

Bei den Italienern kann sich Trainer Roberto Donadoni bei Luca Toni bedanken, der mit seinen beiden Treffern (11./70.) auch ihm den Job gerettet haben dürfte. Mit zehn Punkten bleiben die "Azzurri" in Gruppe B dem Führungs-Trio Frankreich, Schottland und Ukraine (alle 12) auf den Fersen. Steven Gerrard (54./76.) und Debütant David Nugent (90.+2) verhinderten eine Pleite der Engländer gegen Andorra.

Polen klar auf EM-Kurs

Beim Gastspiel auf Malta tat sich Rehhagels Mannschaft lange Zeit schwer. Erst ein Elfmeter-Tor von Angelos Basinas (65.) brachte die Entscheidung. Mit 12 Zählern bleiben die Griechen allerdings hartnäckigster Verfolger der Türkei (13), die sich in Frankfurt/Main 2:2 (0:2) von Norwegen trennte. Mit zwei Treffern drehte der Schalker Bundesliga-Profi Hamit Altintop (72./89.) nach dem 0:2-Rückstand durch die Tore von Simon Brenne (31.) und Martin Andresen (41.) noch die Partie.

In Gruppe A sorgte erneut ein krasser Außenseiter für eine große Überraschung. Nachdem am Samstag Kasachstan einen sensationellen Sieg gegen Serbien gefeiert hatte, kam Aserbaidschan (4) gegen Finnland (11) zu einem 1:0 (0:0). In Baku sorgte Emin Imamaliev (83. Minute) für die erste Niederlage der Finnen und den ersten Sieg Aserbaidschans in der EM-Qualifikation. In dieser Gruppe steuert Polen (16) nach dem 1:0 (1:0) gegen Armenien klar auf EM-Kurs. Serbien (11) und Portugal (11) trennten sich 1:1 (1:1).

Nordiren schlucken Schweden-Happen

Auch in Gruppe F durfte ein so genannter Fußball-Zwerg jubeln. Das bislang punktlose Schlusslicht Liechtenstein setzte sich mit 1:0 (1:0) gegen Lettland (3) durch. Mario Frick (17.) sorgte früh für die Entscheidung. Eine weitere Überraschung in dieser Gruppe war die 1:2 (1:1)-Niederlage von Schweden (12) bei Tabellenführer Nordirland (13). Spanien (9) kam gegen Island (3) auf Mallorca zu einem 1:0 durch ein Tor von Andrés Iniesta (81.), muss aber dennoch um die Qualifikation bangen. Die Position von Trainer Luis Aragones wurde durch den knappen Erfolg nicht gestärkt.

Zum zweiten "Dreier" in der Gruppe B kam der deutsche Trainer Klaus Toppmöller mit der georgischen Nationalmannschaft. Die Zweitliga-Profis David Siradze vom FC Erzgebirge Aue (26.) und Alexander Iaschwili (45., 90./Foulelfmeter) vom SC Freiburg erzielten die Treffer zum 3:1 (2:0) gegen die Färöer. Rógvi Jacobsen (56.) traf in Tiflis zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

DPA/kbe

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