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Europa League: FC Liverpool verliert in letzter Minute

In der 91. Minute war noch alles okay: Erst in der Nachspielzeit kassierte der FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp ein Tor beim FC Villarreal. Nun muss Liverpool im Rückspiel alles geben, um doch noch ins Finale der Europa League zu kommen.

Alberto Moreno liegt mit dem Gesicht nach unten auf dem Rasen des "El Madrigal"-Stadions in Villareal

Am Boden: Alberto Moreno vom FC Liverpool

Jürgen Klopp muss mit dem FC Liverpool um den Einzug in das Europa-League-Finale bangen. Die Reds verloren am Donnerstagabend beim FC Villarreal mit 0:1 und stehen damit im Rückspiel an der Anfield Road in einer Woche genau wie der FC Bayern in der Champions League gegen Atlético Madrid vor einer schweren Aufgabe. Adrian Lopez (90.+2) erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer für den Tabellenvierten der Primera Division.

Zwei Wochen nach dem dramatischen Last-Minute-Sieg im Viertelfinal-Rückspiel gegen Klopps Ex-Verein Borussia Dortmund zeigten die Liverpooler zwar lange eine taktisch reife Leistung, mussten sich diesmal aber in letzter Minute noch geschlagen geben.

Rückspiele am kommenden Donnerstag

Im zweiten Halbfinal-Hinspiel trennten sich Schalke-Bezwinger Schachtjor Donezk und Titelverteidiger FC Sevilla 2:2 (2:1). Damit verschafften sich die Spanier eine ordentliche Ausgangsposition zum erneuten Erreichen des Endspiels. Die Rückspiele stehen am kommenden Donnerstag an, das Finale steigt am 18. Mai in Basel.

Die Zuschauer im Stadion El Madrigal sahen in den ersten 45 Minuten eine von Taktik geprägte Partie mit nur wenigen Torchancen. Liverpools Joe Allen scheiterte mit einer Direktabnahme vom Elfmeterpunkt an Torwart Sergio Asenjo (5.). Auf der anderen Seite hatte Tomas Pina die erste große Chance für den Tabellenvierten der Primera División und zwang Gäste-Torwart Simon Mignolet zu einer Parade (21.). Roberto Soldado verpasste knapp das Tor (41.).

Villareal mit mehr Spielanteilen

Insgesamt hatten die "Yellow Submarines" genannten Spanier, die im Achtelfinale Leverkusen bezwungen hatten, mehr Spielanteile und ein optisches Übergewicht. Klopp verzichtete in der Startformation auf Angreifer Daniel Sturridge. Zudem fehlte ihm das verletzte Trio mit dem deutschen Nationalspieler Emre Can, Kapitän Jordan Henderson und Torjäger Divock Origi sowie der wegen Dopings gesperrte Mamadou Sakho. Auch nach dem Wechsel bot sich ein ähnliches Bild.

Ein Kopfball von Villarreal-Stürmer Cedric Bakambu landete am Pfosten (46.), kurz vor Schluss war Mignolet gegen Bakambu zur Stelle (87.) - doch gegen den eingewechselten Lopez war auch der belgische Schlussmann chancenlos. Die beste Möglichkeit der Gäste hatte der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino mit einem Pfostenschuss (66.).

Der frühere UEFA-Cup-Sieger Donezk, der seine Heimspiele wegen der Kriegsfolgen im rund 1000 Kilometer entfernten Lwiw absolviert, geriet früh durch Vitolo (6.) in Rückstand. Marlos (23.) und Taras Stepanenko (35.) schienen die Partie gedreht zu haben, doch Kevin Gameiro (82./Foulelfmeter) sorgte noch für den Ausgleich.

tkr / DPA

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