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Europa League Europa League-Halbfinale - Atlético schlägt Valencia mit 4 -2


Falcao hatte schon 2011 das Halbfinale-Hinspiel mit vier Toren für seinen damaligen Verein Porto entschieden. Im Hinspiel gegen Valencia war er wieder zur Stelle und sorgte zusammen mit Diego für einen verdienten 4:2 (1:1)-Sieg von Atlético Madrid. Sein zweiter Treffer war dabei ein Hammer-Tor.

Mit einem Falcao in Topform gewann Atlético Madrid das Europa League Halbfinal-Hinspiel gegen Valencia mit 4:2 (1:1). Nachdem Valencia in Halbzeit eins noch überraschend zum Ausgleich kam, waren die Gastgeber im zweiten Durchgang das klar bessere Team. Falcao setzte seiner guten Leistung mit dem Hammtor zum 4:1 die Krone auf. Auch der Ex-Bremer und Wolfsburger Diego machte ein tolles Spiel.

Falcao entschied schon 2011 das Halbfinale 

Mit Atlético und Valencia trafen die Europapokal-Sieger von 2010 und 2005 aufeinander. Bei den Hausherren erinnerte man sich allerdings zunächst an das EL-Halbfinale der Vorsaison. Falcao - damals in den Diensten des FC Porto - sicherte im Hinspiel mit vier Toren beim 5:1 gegen Villarreal den Finaleinzug quasi im Alleingang. Der Stürmer, der in dieser EL-Saison bereits acht Treffer erzielt hatte, stand also ebenso in der Anfangsformation und im Fokus, wie auf der anderen Seite Roberto Soldado (zweifacher Torschütze in der EL).

Das Spiel begann mit offensiv ausgerichteten Gastgebern. Die erste Chance entstand nach bereits vier Minuten. Nach einem Rückpass von der Torauslinie versuchte sich Diego aus acht Metern, aber der Brasilianer Diego Alves im Kasten von Valencia konnte parieren (4.). Nur sechs Minuten später kam Adrián aus fast identischer Position zum Schuss, aber auch hier war Alves zur Stelle (10.).

Rami mit einem Fauxpas 

Gerade als die Gastgeber ihre Anfangsoffensive drosselten, trafen sie. Adil Rami ließ sich an der Torauslinie von Arda Turan düpieren, der brachte den Ball in die Mitte, wo Falcao zur Stelle war und aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung einnicken konnte (18.). Valencia fand bis dahin gar nicht statt. Erst in der 32. Minute kamen die Gäste gefährlich vor das Tor von Madrid.

Adil Rami wollte seinen Fehler wieder gut machen, aber sein Kopfball nach einer Ecke strich knapp am langen Pfosten vorbei. Die Gastgeber waren spielerisch das bessere Team, aber die Gäste kamen erneut durch eine Standardsituation zu einer Chance. Nach einem Eckball war es erneut Rami, der das Kopfballduell gewinnen konnte, am langen Pfosten lauerte Jonas und schob den Ball zum 1:1 über die Linie (45.). Ein schmeichelhaftes Ergebnis aus Sicht von Valencia.

Miranda völlig allein gelassen

Kurz nach dem Wiederanpfiff antwortete Atlético ebenfalls mit einem Tor nach einer Standardsituation. Diego gab den Ball aus 25 Metern vor das Tor, dort stand Miranda völlig alleingelassen und köpfte aus drei Metern zur erneuten Führung ein (49.). Wenig später machte Atlético das dritte Tor. Adrián zog in der Mitte der gegnerischen Hälfte mal eben das Tempo an und überspielte Victor Ruiz und verwandelte aus leicht halbrechter Position zum 3:1 (54.).

Valencia gab sich noch nicht auf, scheiterte nach einer Ricardo Costa-Eingabe an Keeper Thibaut Courtois (61.). Aber auch Gäste-Keeper Alves konnte erneut auf sich aufmerksam machen, als er einen Diego-Freistoß glänzend parierte (71.). Valencia versuchte sich weiter an Ergebniskosmetik, aber die Gastgeber standen sicher und konterten immer wieder gefährlich. Einer dieser Konter wurde von Falcao in unglaublicher Art abgeschlossen.

Hammer-Tor von Falcao 

Von Diego mit einem Zuckerpass auf die Reise geschickt, zog Falcao nicht über die rechte Seite allein aufs Tor, sondern suchte das Dribbling, ging nach innen, an zwei Spielern quer zum Strafraum vorbei, um dann mit einem Hammer unter die Latte das 4:1 zu erzielen (78.). Ein wahrer Augenschmaus, dieser Treffer.

Es blieb aber nicht beim verdienten Spielstand von 4:1 für die Gastgeber. In der letzten Minute der Nachspielzeit traf Ricardo Costa zum 2:4 aus Sicht von Valencia. Der Treffer offenbarte zum einen die Schwächen von Madrid bei hohen Bällen, sicherte zum anderen die Chancen von Valencia auf ein Weiterkommen. Valencia kassierte übrigens erstmals seit März 2010 vier Gegentore in der Europa League. Damals war der Gegner Werder Bremen und das Spiel endete 4:4.

Sporting rettet spät den Sieg

Im zweiten Europa League-Halbfinale sah sich Athletic Bilbao im Estádio José Alvalade von Lissabon zunächst einer erstaunlichen Situation gegenüber: Gastgeber Sporting zog sich weit zurück und ließ die Basken das Spiel machen, um dann mit schnellen direkten Kontern zu Chancen zu kommen – eigentlich genau die Taktik mit der Bilbao in den vergangenen Runden der Europa League für Furore gesorgt hatte.

Im ersten Durchgang kam Athletic damit überhaupt nicht klar und da auch Sporting nur wenige Konter konsequent ausspielte, sahen die 30.000 Zuschauer vorerst ein Europa League-Halbfinale mit wenigen Chancen und Höhepunkten.

Nach der Pause agierte Sporting zunächst offensiver und setzte sich in der Athletic-Hälfte fest und prompt erzielten die Gäste den Führungstreffer. Einer der wenigen Bilbao-Angriffe endete mit einem Freistoß für die Basken. Der Ball segelte in den Sporting-Strafraum, wurde dort von Emiliano Insua unglücklich verlängert und am langen Pfosten hatte Linksverteidiger Jon Aurtenetxe keine Mühe, den Ball im Tor zur glücklichen Führung unterzubringen (54. Minute).

Späte Siegtreffer für Sporting

Sporting wirkte in der Folge konsterniert und Athletic hatte einige Chancen, die Führung auszubauen, doch das nächste Tor sollten die Gastgeber erzielen. Nach einer Flanke von Diego Capel schien die Situation im Bilbao-Strafraum bereits bereinigt, doch aus dem Rückraum kam Verteidiger Insua herangestürmt und erzielte mit einem energischen Kopfball den Ausgleich (75.).

Der Treffer weckte Sporting noch einmal auf. Capel zog aus der Distanz einfach mal ab und der Ball schlug unhaltbar für Torwart Gorka Iraizoz im Tor ein (79.). Die Portugiesen setzten nach und kamen in der Folge noch zu einigen hervorragenden Möglichkeiten, doch am Ende blieb es beim knappen 2:1-Sieg für Sporting.

Michel Massing und Henning Schulz

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