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Europa League: Hertha darf auf K.o.-Runde hoffen

In der Bundesliga ist Hertha BSC fast schon aussichtlos abgeschlagen, in der Europa League können die Berliner auf die nächste Runde hoffen. Nach dem 1:0 bei Ventspils in Lettland muss nun ein Erfolg gegen Sporting Lissabon her. Werder Bremen siegte gegen Funchal auch mit einer B-Elf deutlich 4:1.

Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC hat zumindest in der Europa League wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben, Werder Bremen ist selbst mit einer B-Elf im 22. Pflichtspiel in Serie ungeschlagen geblieben. Während die Bremer nach dem 4:1 (2:0) gegen Nacional Funcal in zwei Wochen um den Gruppensieg spielen, kann der Krisenclub aus der Hauptstadt dank eines 1:1 zwischen den Gruppengegnern aus Lissabon und Heerenveen aus eigener Kraft die K.o.-Runde erreichen. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel ertrotzte am Donnerstagabend beim lettischen Vizemeister FK Ventspils ein verdientes 1:0 (1:0) und kann bereits mit einem Remis am 16. Dezember im Gruppen-Finale gegen Sporting Lissabon im Uefa-Cup- Folgewettbewerb überwintern.

Die Berliner präsentierten sich in der lettischen Hauptstadt Riga keineswegs wie ein Abstiegskandidat: Die frühe Führung durch Kapitän Raffael (12. Minute), der kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz flog, gab den vor der Pause couragiert, ballsicher und angriffslustig agierenden Herthanern Selbstvertrauen. Dennoch vergab Cicero gleich zweimal die mögliche Vorentscheidung zum 2:0 (23./53.). Hertha-Torwart Jaroslav Drobny rettete seiner Mannschaft mit zwei Glanzparaden den Vorsprung. Glück hatten die Gäste, als der eingewechselte Lette Edgars Gauracs nur die Latte traf (67.).

Zweite Werder-Mannschaft siegt sicher

Zuvor hatte Pokalsieger Bremen selbst mit sieben "Ersatzkräften" Platz eins in der Gruppe L verteidigt. Drei Tage vor dem Auswärtsspiel in der Bundesliga beim 1. FC Köln legte Markus Rosenberg mit einem Doppelschlag (31. und 34. Minute) den Grundstein für den Erfolg der Hanseaten, die schon vor der Partie die K.o.-Runde erreicht hatten. Nachdem Ruben Micael (61.) die Nachlässigkeiten des Bundesliga-Zweiten bestraft hatte, machten Marcelo Moreno (84.) und der eingewechselte Marko Marin in der Nachspielzeit alles klar.

"Jetzt haben wir ein Endspiel um Platz eins", sagte Abwehrchef Per Mertesacker mit Blick auf das letzte Spiel der Vorrunde in zwei Wochen bei Athletic Bilbao. Werder hatte das Heimspiel gegen Bilbao 3:1 gewonnen und kann sich deshalb sogar eine Niederlage mit nur einem Tor Unterschied erlauben. "Wenn wir heute als Erster schon durchgewesen wären, wäre es mir lieber gewesen", meinte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs.

Skandalspiel in Wien

Bilbao siegte bei Austria Wien mit 3:0 und ist damit ebenso wie Werder sicher in der K.o.-Runde. Der Sieg der Spanier war allerdings von schweren Ausschreitungen überschattet. Wiener Anhänger sorgten dafür, dass die Partie kurz vor dem Abbruch stand. Fans der Österreicher zündeten Raketen, so dass das Spielfeld in dicke Rauchschwaden gehüllt war. Zudem stürmten einige Anhänger beim Stand von 0:2 in der 64. Minute aufs Spielfeld. Erst nach einer rund 20-minütigen Unterbrechung stand fest, dass Bilbao (10 Punkte) in der Gruppe L den Bremern (13) in die Zwischenrunde folgt.

Insgesamt stehen nun 15 von 32 Teilnehmern der ersten K.o-Runde fest. Darunter befindet sich auch der Hamburger SV. Die nächste Runde erreicht haben außerden der FC Everton, FC Villareal, AS Rom, die beiden Lissaboner Vereine Benfica und Sporting, Ajax Amsterdam und PSV Eindhoven, die beiden Istanbuler Clubs Galatasaray und Fenerbahce, Schachtjor Donzek, FC Salzburg und Hapoel Tel Aviv.

DPA / DPA

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