FA-Cup-Finale Chelsea holt den Cup - Sorge um Ballack


Freude beim FC Chelsea über das Double, große Sorge um Michael Ballack: Der Kapitän der deutschen Fußball- Nationalmannschaft wurde bei Chelseas 1:0-Sieg im Finale des FA-Cups über den FC Portsmouth kurz vor Ende der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt.

Dank Torjäger Didier Drogba (59. Minute) siegte Chelsea mit 1:0 - Ballack würde als englischer Meister und Pokalsieger zur WM nach Südafrika reisen. Allerdings deutete zunächst einiges auf eine ernstere Verletzung des deutschen Mittelfeldstars hin.

Ballack wurde in der 38. Minute von Portsmouths früheren Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng rüde gefoult und am rechten Knöchel getroffen. Er blieb danach minutenlang auf dem Platz liegen, spielte dann aber noch kurz weiter. In der 44. Minute wurde der DFB- Kapitän ausgewechselt und verließ leicht humpelnd den Rasen des Wembley-Stadions. Das Foul von Boateng, der im Aufgebot des deutschen WM-Vorrundengegners Ghana steht, wurde mit Gelb bestraft.

Lampard trifft die Latte


Die "Blues" holten zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Double und nach 1970, 1997, 2000, 2007 und 2009 zum sechsten Mal den FA-Cup. Vor 88 335 Zuschauern im fast ausverkauften Wembley dominierte Chelsea von Anfang an. Doch das vom englischen Nationaltorhüter David James gehütete Portsmouth-Tor war aber zunächst wie vernagelt. Nach einem Warnschuss in der 4. Minute traf Ballacks Mittelfeldkollege Frank Lampard in der 14. Minute nur das Lattenkreuz, Drogba scheiterte im zweiten Versuch aus bester Position (21.). Salomon Kalou (27.), John Terry (29.) und Drogba (38./41.) ließen dann weiter Latte und Pfosten des zweimaligen Pokalgewinners (1939/2008) wackeln.

Unter keinem guten Stern


Der zweite Durchgang begann turbulent. Nachdem der für Ballack eingewechselte Juliano Belletti seinen Gegenspieler Aruna Dindane im Strafraum von den Beinen geholt hatte, trat Boateng zum fälligen Foulelfmeter an, scheiterte aber an "Blues"-Keeper Petr Cech (56.). Fast im Gegenzug gelang Drogba mit einem direkt verwandelten Freistoß die hochverdiente Chelsea-Führung. "Pompey" vergab danach zwei große Chancen zum Ausgleich, und auch Lampard kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter.

Das FA-Cup-Finale - das dritte, das Chelsea in Ballacks bis dato vier Jahren in England erreichte - steht damit für den DFB-Kapitän weiter unter keinem guten Stern, obwohl seine Elf bislang stets Erfolg hatte. Beim ersten Mal 2007 gegen Manchester United (1:0 n.V.) war Ballack wegen einer langwierigen Verletzung im linken Fuß zum Zusehen verurteilt. Vor einem Jahr gegen den FC Everton (2:1) wechselte ihn Interimscoach Guus Hiddink erst nach einer Stunde ein.

DPA/ins DPA

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