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WM kompakt: DFB-Elf bezieht ihr Quartier in Recife

Die deutsche Nationalmannschaft ist in Recife angekommen. Neymar lässt seine Familie einfliegen. Und Chiles Fußball-Verband kommt bei der Fifa mit einem blauen Auge davon. Die stern-WM-News.

+++ Löw von Lahm-Diskussion irritiert +++

Joachim Löw reagiert irritiert auf die Diskussionen um Philipp Lahm und dessen neue Mittelfeldrolle bei der Fußball-WM. "Diejenigen, die nach dem Portugal-Spiel gesagt haben, wie gut die Lösung mit Philipp Lahm im Mittelfeld ist, die diskutieren jetzt nach einem schlechteren Spiel: Soll er nicht zurück auf die Außenverteidiger-Position?", äußert der Bundestrainer verwundert im ZDF vor dem letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die USA. Löw selbst will sich davon nicht beeinflussen lassen: "Manchmal nimmt man diese Dinge auch wahr, aber als Trainer kann man nicht immer alles über den Haufen werfen."

+++ EX-Kölner Mondragon ältester Spieler der WM-Geschichte +++

Der frühere Kölner Bundesliga-Torhüter Faryd Mondragon ist zum ältesten Spieler der WM-Historie aufgestiegen. Der Keeper kam am Dienstag im Alter von 43 Jahren und drei Tagen im Spiel gegen Japan in Cuiabá von der 84. Minute an zum Einsatz und löste damit den Kameruner Roger Milla als WM-Urgestein ab. Milla war bei seinem letzten WM-Spiel am 28. Juni 1994 beim 1:6 gegen Russland 42 Jahre und einen Monat alt.

+++ DFB-Elf trifft in Recife ein +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bezieht am späten Dienstagabend (Ortszeit) Quartier in ihrem #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/fussball-wm-2014-wie-kommt-deutschland-ins-achtelfinale-2118946.html;letzten Spielort während der Gruppenphase#. Nach einem rund zweieinhalbstündigen Flug aus Porto Seguro traf das Team um Kapitän Philipp Lahm in Recife ein.

+++ Symbolische Strafe für Chiles Verband +++

Die Fifa-Disziplinarkommission belegt den chilenischen Fußball-Verband für das #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/news/wm-2014-chilenische-fans-stuermen-maracana-stadion-in-rio-2118140.html;Eindringen zahlreicher Fans in den Presseraum des Maracanã-Stadion# mit einer Geldstrafe von 1000 Schweizer Franken (etwa 820 Euro). Die Buße hat angesichts der Schwere des Vorfalls und vorangegangener Strafen eher einen symbolischen Wert. Wie die Fifa mitteilt, wurde dem chilenischen Verband angerechnet, dass er seine Fans bereits zur Ordnung gerufen habe.

87 Fans waren am vergangenen Mittwoch festgenommen worden, nachdem sie gewaltsam in das Pressezentrum des Stadions in Rio de Janeiro eingedrungen waren.

+++ Neymar lässt seine Familie einfliegen +++

Brasiliens Superstar Neymar genießt bei der Fußball-Weltmeisterschaft Höhenluft - auch seine Familienangehörigen kommen in diesen Genuss. Der 22 Jahre alte Stürmer ließ sie per Hubschrauber ins Trainingscamp "Granja Comary" in Teresópolis einfliegen. Dabei waren sein Söhnchen David Lucca, seine Mutter Carolina Dantas und sein Vater Neymar Santos Silva. Ob seine Freundin, die Schauspielerin Bruna Marquezine, ebenfalls Neymar besuchte, konnten die brasilianischen Medien nicht herausfinden. Deutlich zu sehen war allerdings auf den Fernsehbildern, dass am Heck des Helikopters ein NJR stand - für Neymar Junior.

+++ Usbeke Irmatov leitet Deutschland - USA +++

Der Usbeke Ravshan Irmatov wird das entscheidende WM-Vorrundenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen das US-Team von Nationaltrainer Jürgen Klinsmann leiten, wie die Fifa mitteilt. Für den 36-Jährigen ist es am Donnerstag (18.00 Uhr MESZ/ZDF) in Recife bereits der dritte Einsatz im laufenden Turnier in Brasilien. Irmatov hatte erst am Montag beim 3:1-Sieg von Mexiko über Kroatien amtiert, davor pfiff er beim 2:1-Erfolg der Schweiz über Ecuador.

+++ Fifa will im Suaréz-Fall Schiedsrichter-Bericht abwarten +++

Die Fifa will dievermeintliche Beißattacke von Uruguays Starstürmer Luis Suarez im WM-Spiel gegen Italiens Giorgio Chiellini erst nach dem Eingang des Schiedsrichter-Berichts bewerten. "Wir warten auf den offiziellen Spielbericht und werden alle notwendigen Informationen sammeln, um die Angelegenheit zu beurteilen", hieß es am Dienstag in einem Statement des Fußball-Weltverbandes. Erwähnt Schiedsrichter Marco Rodriguez aus Mexiko den Vorfall nicht, können die Fifa-Ermittler nachträglich anhand der TV-Bilder aktiv werden. Gibt Rodriguez an, die Situation gesehen und bewertet zu haben, ist ein nachträgliches Einschreiten nicht mehr möglich, da dann die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters gilt.

+++ Müller: "Kann schneller vorbei sein, als man denkt" +++

Joachim Löw kann im letzten WM-Gruppenspiel gegen die von Jürgen Klinsmann trainierte US-Auswahl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Alle 23 Fußball-Nationalspieler konnten am Dienstag vor der Reise nach Recife am Geheimtraining teilnehmen, wie Teammanager Oliver Bierhoff berichtete: "Die schöne Nachricht ist, wir haben eine fitte, junge Mannschaft." Torjäger Thomas Müller erklärte den Gruppensieg als Ziel für die Partie am Donnerstag. Ein Selbstläufer werde die Aufgabe gegen die punktgleichen Amerikaner aber nicht. "Man muss höllisch aufpassen bei dem Turnier, es kann schneller vorbei sein, als man denkt", sagte der Münchner.

+++ Japaner vertrauen auf die Götter +++

Fans in Japan haben für das Schicksalspiel ihrer blauen Samurai gegen Kolumbien die Götter um Beistand gebeten. Zu diesem Zweck ließ der Shinto-Schrein Dazaifu Tenman-gu auf der japanischen Insel Kyushu Orakel-Zettel eigens in blauer Farbe drucken, wie die Zeitung "Yomiuri Shimbun" am Dienstag meldete. Die Omikuji genannten Papierstreifen, auf denen Wahrsagungen stehen und die in Schreinen und buddhistischen Tempeln im ganzen Land zu finden sind, sind normalerweise weiß. Auch an anderen heiligen Stätten baten Fans die Götter um Unterstützung.

+++ Mexikos Präsident träumt vom WM-Finale +++

Nach dem Einzug der mexikanischen Nationalmannschaft ins Achtelfinale der Fußballweltweltmeisterschaft in Brasilien träumt Präsident Enrique Peña Nieto schon vom Endspiel. "Ich möchte euch zum siebten Spiel begleiten, zum Finale. Da will ich bei euch sein", sagte der Staatschef in einem Telefonat mit Nationaltrainer Miguel Herrera am Montagabend.Er gratulierte der Mannschaft zu ihrem 3:1-Sieg gegen Kroatien und lobte vor allem die Leistung der Torschützen Rafael Márquez, Javier "Chicharito" Hernández und Andrés Guardado. "Vielen Dank für die Freude, die ihr dem ganzen Land schenkt", sagte Peña Nieto in dem Gespräch, das das Präsidialamt als Video im Internet veröffentlichte.

+++ Klinsmann: Deutschland ist zu 95 Prozent durch +++

US-Trainer Jürgen Klinsmann freut sich auf das Wiedersehen mit der deutschen Nationalmannschaft. "Das ist ein ganz besonderer Moment für mich. So etwas passiert nicht jedes Jahr und vielleicht nur einmal im Leben. Es geht schließlich gegen die Gruppe, die ich selbst mit aufgebaut habe", sagte Klinsmann zwei Tage vor dem WM-Duell am Donnerstag in Recife. Sportlich sieht er die deutsche Mannschaft im Vorteil. "Ich glaube, dass Deutschland aufgrund der Tordifferenz schon zu 95 Prozent durch ist. Wir müssen noch ein bisschen mehr tun. Aber wir sind heiß. Wir werden es ihnen sehr schwer machen."

+++ Vor 20 Jahren beendete Doping-Probe Maradonas Karriere +++

Wenn Argentinien an diesem Mittwoch im letzten Gruppenspiel der Fußball-WM gegen Nigeria antritt, werden im Land des zweifachen Weltmeisters böse Erinnerungen wach. Vor genau 20 Jahren, am 25. Juni 1994, wurde Diego Maradona beim Turnier in den USA positiv auf Doping getestet. Der Gegner im Stadion Foxboro in Boston hieß damals: Nigeria.

Der Weltmeister von 1986 wurde der Einnahme der Stimulanzien Ephedrin und Norephedrin überführt und von der Endrunde ausgeschlossen. Es war das traurige Ende seiner großen Auswahlkarriere, die mit dem WM-Triumph 1986 ihre Krönung erlebt hatte.

+++ Pressekonferenz mit Bierhoff und Müller +++

Auch heute lädt der Deutsche Fußball-Bund zur Pressekonferenz. Ab 17 Uhr wird neben Teammanager Oliver Bierhoff auch Thomas Müller zu den Journalisten sprechen. Auf DFB-TV können Sie die Frage-Runde am Nachmittag live mitverfolgen.

+++ DFB-Elf fliegt schon heute nach Recife +++

Die Fußball-Nationalmannschaft geht in Brasilien schon wieder auf Reisen. Nach einer geheimen Trainingseinheit im Stammquartier in Santo André wird Bundestrainer Joachim Löw mit den deutschen Spielern am frühen Dienstagabend (Ortszeit) die Reise nach Recife #link;http://www.stern.de/video/video-flick-schliesst-nichtangriffspakt-mit-den-usa-aus-2119144.html;zum brisanten Gruppenfinale gegen die von Jürgen Klinsmann betreute US-Auswahl# antreten.

"Die Playoffs haben für uns begonnen", sagt Löws Assistent Hansi Flick mit Blick auf die abschließende Vorrundenpartie am Donnerstag (18.00 Uhr/ZDF) in der etwas mehr als 40.000 Zuschauer fassenden Arena Pernambuco. "Wir wollen gegen die USA gewinnen - und dann geht die K.o.-Phase los", so WM-Rekordschütze Miroslav Klose, der gegen Ghana sein insgesamt 15. WM-Tor erzielt hatte.

+++ Finke und Kovac machen weiter +++

Volker Finke will trotz des Vorrunden-Aus als Gruppenletzter weiter als Trainer von Kamerun arbeiten. "Ich habe einen Vertrag", sagt der deutsche Coach. Und ergänzt: "Ich werde meinen Job machen." Auch Niko Kovac will trotz des frühen Scheiterns Trainer der kroatischen Nationalelf bleiben. "Warum nicht? Unser Ziel war es, uns für die WM zu qualifizieren. Das haben wir geschafft, und das war ein Erfolg", sagt der ehemalige Bundesliga-Profi nach Niederlage gegen Mexiko. "Ich habe einen Vertrag und wüsste nicht, warum es nicht weitergehen sollte."

+++ Pekerman will Spieler schonen +++

Kolumbien wird im letzten Spiel der Gruppe C gegen Japan wohl einige Stammspieler schonen. "Es könnte einige Veränderungen geben. Aber ich habe noch nicht entschieden, welche", sagt Trainer Jose Pekerman auf einer Pressekonferenz. Kolumbien ist nach zwei Siegen gegen Griechenland und die Elfenbeinküste bereits für das Achtelfinale qualifiziert. "Ich muss daran denken, was das Beste für das ganze Team ist", begründet Pekerman seine Gedankenspiele.

+++ Biden schickt Klinsmann Dankes-Mail +++

Der starke Auftritt der US-Fußball-Nationalmannschaft im #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/wm-2014-portugal-rettet-sich-mit-last-minute-tor-2118893.html;zweiten WM-Gruppenspiel gegen Portugal# sorgt auch im Weißen Haus in Washington für Aufsehen. Wie der US-Verband am Montag in São Paulo mitteilt, hat Vizepräsident Joe Biden sich in einem persönlichen Schreiben bei Trainer Jürgen Klinsmann für die gezeigte Leistung des Teams beim 2:2 am Sonntag bedankt. Beim #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/video/wm-auftaktsieg-usa-schlagen-ghana-2117640.html;2:1-Sieg der Amerikaner zum Turnierauftakt gegen Ghana# war Biden persönlich im Stadion in Natal gewesen und hatte anschließend die Mannschaft in der Kabine besucht.

+++ Japan stolz auf seine Fans +++

Ihre putzenden Fans haben von den japanischen Nationalspielern bei der Fußball-WM in Brasilien größte Anerkennung bekommen. "Die japanischen Fans sind wunderbar", sagt Kapitän Makoto Hasebe. Nippons Anhänger hatten nach dem zweiten Gruppenspiel am vorigen Donnerstag gegen Griechenland in Natal den Müll auf der Tribüne eingesammelt und ihren Unrat im Stadion beseitigt. "Was sie getan haben, macht uns sehr stolz", so der Mittelfeldspieler vom 1. FC Nürnberg, "wir Spieler sind alle sehr stolz auf unsere Fans."

Ordnung muss sein: Japanische Fans befreien die Tribüne nach Spielende vom Müll

Ordnung muss sein: Japanische Fans befreien die Tribüne nach Spielende vom Müll

+++ WM-News von Montag, 23. Juni 2014 +++

+++ Hummels: Absprache mit USA wäre "grob unsportlich" +++

Die Sportliche Leitung und die Spieler der deutschen Nationalmannschaft haben eine mögliche Absprache vor dem letzten WM-Gruppenspiel am Donnerstag gegen die USA kategorisch ausgeschlossen. Zudem gab es von der medizinischen Abteilung des DFB Grünes Licht für eine Rückkehr der angeschlagenen Stammkräfte Sami Khedira und Jérome Boateng ins Training. "Es wäre grob unsportlich, sollte irgendwer solche Gedanken hegen, der auf dem Platz steht", wies der Dortmunder Verteidiger Mats Hummels vor der Partie gegen die USA jeden Absprache-Verdacht zurück.

+++ Londons Bürgermeister fordert Konsequenzen +++

Mit deutlichen Worten hat Londons Bürgermeister Boris Johnson den englischen Fußball-Verband nach der WM-Pleite in Brasilien zu Änderungen aufgerufen. "Wir müssen es der Football Association klarmachen, dass ihre aktuelle Nutzlosigkeit und ihr Fatalismus nicht zu tolerieren ist und dem Land politisch schadet", sagte das konservative Stadtoberhaupt dem "Daily Telegraph".

Johnson forderte einen Acht- oder Zwölf-Jahres-Plan, um die internationale Fußball-Reputation zu retten. "Wenn England nach Hause fliegt, müssen wir rasch von (FA-Vorsitzendem) Greg Dyke und (Trainer) Roy Hodgson den Plan zum Sieg hören. Ansonsten: Psssssst - symbolisch gesprochen."

Er habe sich zuletzt mit Weltverbands-Präsident Joseph Blatter über das Dilemma der Three Lions, die erstmals seit 1958 in der Vorrunde ausschieden, unterhalten. "Er sagte, das Problem mit Englands Team sei die Premier League. Wir hätten zu viele hoch bezahlte ausländische Spieler", berichtete Johnson. "Sie nähmen das Geld und das Sponsoring und die Zuneigung der Zuschauer - und dann verschwinden sie wie Uruguays (Luis) Suárez von Liverpool in ihre Heimatländer."

+++ DFB lädt zur Pressekonferenz +++

Zwei Tage nach dem 2:2-Untentscheiden gegen Ghana lädt der DFB heute zur Pressekonferenz mit Mats Hummels und Co-Trainer Hansi Flick. Ab 16 Uhr kann die Fragerunde live auf DFB-TV verfolgt werden.

+++ Erhöhter Drogenschmuggel während der WM +++

Von der WM in Brasilien wollen auch Drogenschmuggler in den Nachbarländern profitieren. Im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Brasilien seien in den vergangenen Wochen immer wieder größere Mengen Kokain sichergestellt worden, berichtet die Zeitung "El Tiempo". So stoppten Soldaten am Wochenende ein Boot auf dem Amazonas mit rund 46 Kilo Kokain im Wert von mehr als 100 000 US-Dollar (73 500 Euro), wie die kolumbianische Marine mitteilt.

"Wir machen diese Kontrollen schon lange. Früher haben wir immer kleine Mengen von drei bis fünf Kilo gefunden, aber jetzt sind es immer öfter 40 oder 50 Kilo", so ein Sprecher. Offenbar versprechen sich die Drogenhändler im Dreiländereck zwischen Kolumbien, Peru und Brasilien während der WM florierende Geschäfte.

+++ Mehr Zuschauer als in Südafrika +++

Die WM-Spiele in Brasilien werden besser besucht als vor vier Jahren in Südafrika. Knapp 51 000 Fans sahen im Schnitt die Hälfte der Spiele in den zwölf WM-Stadien. In Südafrika waren es am Ende 49 670 pro Begegnung. Den Zuschauerrekord hält die WM 1998 in den USA, als im Schnitt knapp 69 000 Fußballfans die Endrundenspiele besuchten.

+++ Ronaldo glaubt nicht mehr ans Achtelfinale +++

Superstar Cristiano Ronaldo macht sich keine großen Hoffnungen mehr auf das Erreichen des WM-Achtelfinales mit seinen Portugiesen. "Mathematisch ist es möglich, aber tatsächlich ist es fast unmöglich", meint der 29-Jährige nach dem #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/wm-2014-portugal-rettet-sich-mit-last-minute-tor-2118893.html;zweiten Gruppenspiel gegen ein leidenschaftlich kämpfendes US-Team von Trainer Jürgen Klinsmann#. Die Amerikaner treffen am Donnerstag (18.00 Uhr MESZ/ZDF) in Recife auf Deutschland. Beide Teams wären bei einem Remis sicher weiter. Portugal muss gegen Ghana gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen.

+++ Fifa verbannt Werbespot mit Beckenbauer aus Pressezentren +++

Die Fifa verbannt Franz Beckenbauer jetzt auch aus den Pressezentren in den zwölf WM-Stadien. Ein Werbefilm des Weltverbandes, in dem der deutsche Fußball-Kaiser auftritt, wird in Brasilien bei der WM jedenfalls nicht mehr in den Arbeitsräumen der internationalen Medien gezeigt, wie die Fifa in Rio de Janeiro bestätigt. Beckenbauer ist wegen seiner 90-Tage-Sperre derzeit von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen.

Dennoch flimmerte der Spot "10 things you didn't know about FIFA" (10 Dinge, die sie noch nicht über die Fifa wussten) mit Beckenbauer als einem von vielen Promis von Pelé über Luis Figo und Vicente del Bosque bis Didier Drogba und Neymar regelmäßig über hunderte Bildschirme in den Medienarbeitsräumen.

Beckenbauer erzählt darin auf Englisch, dass die Fifa viel mehr zu bieten habe als die WM ("Fifa is not just about the World Cup every four years"/Die Fifa ist mehr als die WM alle vier Jahre). Der eigene Promotionstreifen war dem Weltverband wohl durchgerutscht.

+++ DFB-Elf versbschiedet sich ins Bett +++

Während die Menschen in Deutschland in die Arbeitswoche starten, steht für die DFB-Elf die wohlverdiente Nachtruhe an, wie André Schürrle twittert:

+++ Flitzer dementiert Neo-Nazi-Ideen +++

Der bärtige Flitzer, der bei der #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/news/fussball-wm-2014-22-ghana-ringt-deutschland-ein-unentschieden-ab-2118731.html;WM-Partie Deutschland-Ghana# aufs Spielfeld lief, weist jeglichen Bezug seiner Aktion zu Neo-Nazi-Ideen zurück. Der Mann aus Polen hatte eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse auf seinen Oberkörper gemalt und war aufs Feld gerannt. Zwei Buchstaben ähnelten dabei den Siegrunen der "SS". Dabei habe es sich aber vielmehr um zwei "4"-Ziffern gehandelt. "Einfach und überhaupt nicht Nazi", heißt es in der englischen Übersetzung auf Facebook.

Nach brasilianischen Medienberichten wollte der Pole, der in seiner Heimat als Barkeeper arbeiten soll, letzlich nur Aufmerksamkeit erregen und Geld sammeln - zum einen für WM-Tickets und zum anderen für seine Rückreise nach Polen. Die Aktion geschah am Samstag #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/foto/fussball-wm-die-highlights-des-spiels-deutschland-ghana-2118732.html;in der 53. Minute der in Fortaleza ausgetragenen Partie#. Der Flitzer wurde nach seinem Intermezzo von einem ghanaischen Spieler schulterklopfend vom Feld eskortiert.

Der polnische "Flitzer" auf dem Spielfel der Partie Deutschland gegen Ghana

Der polnische "Flitzer" auf dem Spielfel der Partie Deutschland gegen Ghana

+++ Alex Song erhält Drei-Spiele-Sperre +++

Kameruns Alex Song ist vom Fußball-Weltverband für drei Pflichtspiele gesperrt worden. Die Disziplinarkommission der Fifa ahndet mit dem Strafmaß Songs Rote Karte aus dem WM-Spiel gegen Kroatien. Der Mittelfeldspieler hatte bei der 0:4-Niederlage der Afrikaner Mario Mandzukic vom FC Bayern München einen Boxhieb in den Rücken verpasst.

Song fehlt dem bereits ausgeschiedenen Team von Trainer Volker Finke damit an diesem Montag im letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Brasilien. Die restliche Sperre muss er in den ersten beiden Qualifikationspartien für den Afrika Cup absitzen.

Völlig zu Recht muss Alex Song nach dem Foul an Mario Mandzukic vom Platz

Völlig zu Recht muss Alex Song nach dem Foul an Mario Mandzukic vom Platz

+++ Kroaten gehen selbstbewusst ins Mexiko-Spiel +++

Kroatiens Nationalcoach Niko Kovac geht mit großem Selbstvertrauen in das WM-Gruppenfinale gegen Mexiko. "Wir haben ein Rezept, wie wir sie schlagen können. Wir haben den Willen und die Hoffnung, weiterzukommen", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi in Recife. Im direkten Duell mit dem um einen Punkt besseren Tabellen-Zweiten Mexiko muss Kroatien gewinnen, um das Achtelfinale zu erreichen. Den Mexikanern genügt bereits ein Unentschieden.

"Mexiko hat eine großartige Mannschaft, aber ich denke, wir sind das bessere Team und die besseren Einzelspieler. Das wollen wir morgen zeigen", sagte Mittelfeldspieler Luka Modric von Real Madrid. "Für uns ist es gut, dass wir gewinnen müssen, ich bin mir sicher, wir werden einen Weg finden, ein Tor zu erzielen."

Mexikos Keeper Guillermo Ochoa ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft bislang ohne Gegentreffer geblieben und hat vor allem beim 0:0 gegen Gastgeber Brasilien eine überragende Leistung gezeigt. Die Hoffnungen der Kroaten ruhen an diesem Montag (22.00 Uhr/ARD/Einsfestival) daher auch auf dem Bundesliga-Trio Mario Mandzukic, Ivan Perisic und Ivica Olic, das gegen Kamerun alle vier Tore erzielte. "Ich hoffe, dass sie unsere Waffe sein können", sagte Kovac über die Offensivkräfte.

+++ Hummels zeigt sich enttäuscht +++

+++ Eto'o fehlt weiter in Kameruns Startelf +++

Stürmerstar Samuel Eto'o wird auch im dritten Gruppenspiel Kameruns bei der Fußball-WM am Montag in Brasília gegen Brasilien nicht in der Startelf stehen. "Samuel ist in der gleichen Situation wie vor den anderen Spielen, er arbeitet individuell und trainiert nicht mit Mannschaft", sagte Kameruns Trainer Volker Finke bei einer Pressekonferenz. "Ich glaube nicht an Wunder", sagte der deutsche Coach über die Knieverletzung des 33 Jahre alten Torjägers und fügte an: "Er wird auf der Bank sitzen. Vielleicht kommt er für ein paar Minuten."

Finke erklärte, dass die Partie gegen Brasilien "nicht notwendigerweise sein letztes Spiel" sein müsse. Eto'o könne noch "drei oder vier Jahren spielen. Er ist abgesehen vom Knie physisch fit, um noch ein paar Jahre zu spielen." Eto'o gehört zu den erfolgreichsten Fußballern Afrikas und hat in seiner Karriere dreimal die Champions League gewonnen. Derzeit ist er bei Chelsea unter Vertrag.

+++ Bierhoff optimistisch wegen Khedira und Boateng

Nationalteammanager Oliver Bierhoff gab vorsichtige Entwarnung wegen der Verletzungen von Jérome Boateng und Sami Khedira. "Die letzte Information ist, dass Jérôme morgen wieder trainieren kann, dass es eigentlich ganz gut aussieht", sagte Bierhoff im ZDF-Interview. Boateng leidet an einer neurogenen Muskelverhärtung, Khedira hat beim 2:2 gegen Ghana eine Innenbandzerrung im linken Knie erlitten. Ob er wieder am Montag trainieren kann, ließ Bierhoff zwar noch offen, betonte mit Blick auf Donnerstag aber: "Richtung Spiel gegen die Amerikaner wird er zumindest wieder zur Verfügung stehen."

Die beiden verletzten Fußball-Nationalspieler mussten am Tag nach dem turbulenten 2:2 gegen Ghana mit dem Training aussetzen.

+++ Costa Rica schon Spieler gegen England +++

Das bereits für das Achtelfinale qualifizierte Costa Rica will in seinem letzten WM-Gruppenspiel gegen England zahlreiche Stammspieler schonen. "Gegen England wird es Veränderungen geben, weil ich einigen Spielern eine Pause gönnen möchte", kündigte Trainer Jorge Luis Pinto am Sonntag (Ortszeit) in Santos an. "Aber das heißt nicht, dass die Gruppenphase für uns schon vorbei ist, wir wollen trotzdem gewinnen." Die Mittelamerikaner treffen am Dienstag (18.00 Uhr MESZ) in ihrem letzten Vorrundenspiel bei der Fußball-WM in Belo Horizonte auf das bereits ausgeschiedene England.

"Es ist wichtig, auch denjenigen Spielpraxis zu geben, die normalerweise nicht auf dem Platz stehen", ergänzte Co-Trainer Paolo Wanchope. Dennoch will Costa Rica die Gruppe mit einem Sieg unbedingt als Erster beenden, um im Achtelfinale einem möglicherweise stärkeren Gegner aus dem Weg zu gehen. "Dieses Spiel ist sehr wichtig für uns, weil wir den ersten Platz in der Gruppe wollen", sagte Wanchope, der auch prophezeite: "England hat sehr starke Spieler, ihr Stolz wird es ihnen verbieten, die WM mit null Punkten zu beenden."

+++ Mexiko hält an Nationalcoach fest +++

Unabhängig vom Abschneiden der mexikanischen Nationalmannschaft bei der WM bleibt Trainer Miguel Herrera nach Wunsch des Fußballverbands an der Spitze der "Tri". Der Coach solle mindestens bis zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland weitermachen, sagte Sportdirektor Héctor González Iñárritu in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung "El Universal".

"Jetzt wollen wir uns erstmal bei dieser WM beweisen, sie gut abschließen. Aber die Idee ist, dass Miguel bleibt. Er hat gute Arbeit geleistet und mit der Zeit kann es noch besser werden", sagte Iñárritu. Mexiko trifft am Montag im letzten Gruppenspiel auf Kroatien und wäre schon mit einem Unentschieden im Achtelfinale.

Nach einer schwierigen Qualifikationsphase hatte Herrera die Nationalmannschaft im Oktober vergangenen Jahres übernommen. Zuvor waren innerhalb weniger Wochen dreimal die Trainer ausgetauscht worden.

Vor allem die Schreibweise der Mail-Adresse hat Diskussionen über den Flitzer ausgelöst

Vor allem die Schreibweise der Mail-Adresse hat Diskussionen über den Flitzer ausgelöst

+++ Diskussion über Flitzer beim Deutschland-Spiel +++

Brasiliens Medien spekulieren über das mögliche Motiv des bärtigen Flitzers, der in der 52. Minute der WM-Partie Deutschland gegen Ghana (2:2) auf das Spielfeld lief. Der Mann soll aus Polen stammen. Er hatte auf seinen Körper eine E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer geschrieben, die mit der Ländervorwahl Polens begann. Auch die Runenform der zwei Buchstaben "S" in der E-Mail-Adresse wurde in den Berichten diskutiert.

Für Aufmerksamkeit sorgten bei der Partie am Samstag auch Bilder von Fans im Castelão-Stadion, die sich die Gesichter schwarz angemalt hatten, was als mögliche rassistische Äußerung interpretiert wurde. Der Weltverband FIFA will die Vorgänge prüfen. Es würden keinerlei diskriminierende Botschaften toleriert, sagte FIFA- Sprecherin Delia Fischer am Sonntag in Rio. Es liege aber derzeit noch kein Bericht vor. Doch die Haltung der FIFA sei in dieser Frage klar. Der Fall werde untersucht.

+++ Messi glücklich mit seinem Sohn +++

So sieht ein glücklicher Papa aus! Lionel Messi hat am Tag nach seinem entscheidenden Tor zum 1:0-Sieg der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Iran ein Bild mit seinem Sohn Thiago veröffentlicht. "Ich habe dich so sehr vermisst!", schrieb Messi unter den Schnappschuss, der ihn freudestrahlend in der Trainingsjacke zeigt.

Im Arm hat der viermalige Weltfußballer den am 2. November 2012 geborenen Thiago - natürlich mit Argentinien-Trikot. Das Team durfte am Samstag nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der WM in Brasilien den freien Abend mit den Familien verbringen.

Messi selbst hat an diesem Dienstag, einen Tag vor dem letzten Gruppenspiel der Südamerikaner, Geburtstag und wird 27 Jahre alt. Er trägt auch ein Tattoo mit dem Namen seines Sohnes auf der linken Wade.

+++ Mertesacker dankt Klose +++

"Danke, Miro, dass Deinetwegen mein hundertster Länderspieleinsatz nicht den Bach runtergegangen ist", schrieb Per Mertesacker nach dem Ghana-Spiel auf Twitter - und schob ein Versprechen hinterher: "Wir werden weiterkämpfen!"

+++ Japanischer Nationaltrainer plant erst einmal Urlaub +++

Trotz einer bislang enttäuschenden Fußball-WM in Brasilien sieht der Italiener Alberto Zaccheroni einer Debatte über seine Zukunft als Japans Nationaltrainer gelassen entgegen. "Was nach der Weltmeisterschaft passiert, ist das letzte, woran ich denke", sagte der 61-Jährige, der als ehemaliger Milan-Coach das Ansehen und vor allem das Spiel des Teams auf eine neue Ebene hieven sollte. "Das einzige, was bislang entschieden ist, ist dass ich Urlaub in meiner Heimatstadt in Italien mache." Zaccheroni ist seit 2010 Trainer der Japaner. Mit dem Team qualifizierte er sich als erste Mannschaft für die WM. Nach zwei Gruppenspielen hat Japan nur einen Punkt.

+++ Englands Coach will Ersatzspieler einsetzen +++

Englands Fußball-Nationaltrainer Roy Hodgson hat nach dem frühen WM-Aus in Brasilien einige Änderungen für das letzte Gruppenspiel gegen Costa Rica angekündigt. "Ich werde sicherstellen, dass wenn möglich alle Spieler, die mit uns hier waren, ein paar Minuten bekommen", sagte der Coach in Rio de Janeiro. "Wenn Sie das so interpretieren, dass ich für die Zukunft plane, kann ich das verstehen." Es gehe aber darüber hinaus: Die Spieler, die enttäuscht nach Hause fahren, "sollen wenigstens nicht sagen, dass sie nur hier waren, um den Kader aufzufüllen." Für Costa Rica geht es am Dienstag (18.00 Uhr MESZ) noch um den Gruppensieg.

+++ Van Gaal gratuliert Klose +++

Der niederländische Nationaltrainer Louis van Gaal hat seinen früheren Spieler Miroslav Klose zum WM-Rekord beglückwünscht. "15 Tore bei verschiedenen Weltmeisterschaften - das ist fantastisch und auch sehr fleißig von ihm. Ich möchte ihm dazu gratulieren", sagte der frühere Bayern-Coach bei der Pressekonferenz zum letzten Gruppenspiel gegen Chile. Klose hatte am Vortag mit seinem Treffer zum 2:2 gegen Ghana den WM-Rekord des Brasilianers Ronaldo eingestellt. Mit van Gaal arbeitete er von 2009 bis 2011 beim FC Bayern München zusammen.

+++ Uruguay rechnet mit schwerem Spiel +++

Uruguays Fußball-Nationalmannschaft macht sich nicht nur wegen des hochkarätigen Gegners auf ein schweres Spiel gegen Italien um den Einzug ins WM-Achtelfinale gefasst. Trainer Óscar Tabárez stellt seine Spieler um Stürmer Luis Suárez auch auf die heftigen klimatischen Bedingungen mit Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit ein. "Es wird für beide hart", sagte er vor der Partie an diesem Dienstag, die um 13.00 Uhr Ortszeit in Natal angepfiffen wird.

Vor der Partie liegt Italien (2:2 Tore) auf dem zweiten Platz der Gruppe D, Uruguay ist punktgleich Dritter (3:4). Ein Unentschieden reicht den Südamerikanern nicht, um sich nach Costa Rica auch für die Runde der besten 16 zu qualifizieren. "Wir haben großen Respekt vor Italien", sagte Tabárez und erinnerte an die vier WM-Titel der Squadra Azzurra. "Wir wissen, dass das eine schwere Prüfung wird, aber wir haben auch unsere Möglichkeiten."

+++ Franzosen treten auf Euphorie-Bremse +++

Nach Trainer Didier Deschamps hat auch Verbandsboss Noël Le Graët die Euphorie um Frankreichs Fußball-Nationalteam zu dämpfen versucht. "Ich lese (Zeitungen), ich sehe die Reaktionen meiner Freunde. Das ist alles ein bisschen viel", sagte der FFF-Präsident am Sonntag im WM-Quartier in Ribeirão Preto. Es sei anmaßend, nach den überzeugenden Siegen in den ersten beiden WM-Gruppenspielen schon über die Möglichkeit des zweiten Titelgewinns der "Les Bleus" nach 1998 zu sprechen.

Die Begeisterung zeige allerdings auch, "wie sehr die Franzosen heute ihre Nationalelf lieben", betonte Le Graët, der sein Amt im Sommer 2011 ein Jahr nach der Fiasko-WM der Franzosen in Südafrika übernahm. Innerhalb der Gruppe werde die große Freude nach dem 3:0 im Auftaktmatch gegen Honduras und dem 5:2 gegen die Schweiz "sehr gut verwaltet". Es gebe im Kader "viel Bescheidenheit". "Das Team ist jung und in ständigem Fortschritt, es ist noch nicht am Ende des Weges angelangt", erklärte der Unternehmer und Ex-Politiker.

+++ Del Bosque verurteilt Egoismus seiner Spieler +++

Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque hat verärgert auf einen Zwischenfall im WM-Training mit Cesc Fábregas reagiert. "Ich denke an alle, die Spieler denken nur an sich", warf er den Fußballprofis in einem Interview des spanischen Fernsehsenders "Deportes Cuatro" am Sonntag allgemein Egoismus vor. "Die einzige Differenz mit Cesc ist, dass er wenig gespielt hat."

Am Samstag hatte del Bosque dem defensiven Mittelfeldspieler des FC Barcelona im Trainingscamp CT da Caju das rote Leibchen abgenommen und es an Xabi Alonso vom Champions-League-Gewinner Real Madrid gegeben. Einige spanische Medien hatten daraus einen Zwist zwischen Trainer und Fábregas konstruiert.

In Bezug auf die teilweise harsche Kritik sagte del Bosque nun "Einiges hat mich verletzt." Ohne konkret zu werden, verurteilte der 63-Jährige, dass aus seinem persönlichen Umfeld gestreut worden sei, er sei "eine Marionette in den Händen der Barça-Spieler" gewesen.

+++ Khedira und Boateng drohen auszufallen +++

Die Einsätze von Sami Khedira und Jérome Boateng im Gruppenfinale gegen die USA sind gefährdet. Die beiden verletzten Fußball-Nationalspieler mussten am Tag nach dem turbulenten 2:2 gegen Ghana mit dem Training aussetzen. Bei Khedira wurde eine Innenbandzerrung im linken Knie diagnostiziert, Boateng erlitt laut DFB eine "neurogene Muskelverhärtung" im linken Oberschenkel.

Das Mitwirken der beiden am Donnerstag beim brisanten Wiedersehen mit Jürgen Klinsmann und dem US-Team sei "offen", teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Dagegen soll Thomas Müller, dessen Cut am Auge mit fünf Stichen genäht werden musste, auf jeden Fall einsatzfähig sein.

+++ Mexikaner pfeift Italien - Uruguay +++

Der Fußball-Weltverband setzt beim brisanten Gruppen-Finale zwischen Italien und Uruguay am Dienstag (18.00 Uhr) auf Erfahrung. Die FIFA hat den Mexikaner Marco Rodriguez als Schiedsrichter für die Begegnung zwischen den ehemaligen Weltmeistern angesetzt. Für den 40-Jährigen, der seit 1999 internationale Spiele leitet, ist es bereits die dritte WM-Teilnahme. In der spannungsgeladenen Partie geht es darum, wer neben Außenseiter Costa Rica die nächste Runde erreicht.

+++ Costa Rica irritiert wegen sieben Dopingkontrollen +++

Der Fußballverband von Costa Rica befürchtet, dass fünf zusätzliche Doping-Kontrollen bei WM-Spielern des Überraschungs-Achtelfinalisten ein schlechtes Licht auf die Mannschaft werfen könnten. Insgesamt sieben Spieler waren von den Dopingkontrolleuren des Weltverbandes FIFA nach dem Sieg des Außenseiters über Italien am Freitag überprüft worden.

Man wolle sich nicht über die "exzessiven" Tests beschweren, da die FIFA zu allen Arten von Dopingkontrollen berechtigt sei, teilte Costa Ricas Verband mit. Es sei aber bedauerlich, dass so viele Spieler gerufen worden seien. "Wir glauben an, akzeptieren und vertrauen den von der FIFA durchgeführten Dopingkontrollen, aber wir wollen eine Erklärung, warum so viele Spieler kontrolliert wurden", sagte Adrian Gutierrez, ein hoher Funktionär des Verbands. Diese Situation könne dazu führen, dass die Mannschaft des Dopings verdächtigt werde.

Die FIFA hatte am Samstag mitgeteilt, es habe sich bei den am Freitag nach dem 1:0 gegen Italien vorgenommenen Proben um reine Routinekontrollen gehandelt. Sie untersucht alle für Brasilien nominierten Spieler der 32 Teams mindestens einmal. Für 91 Prozent der WM-Akteure wurden diese Kontrollen vor dem Turnier vorgenommen. Die restlichen Spieler werden nun bei Spielen ihrer Teams zur Dopingkontrolle gebeten - zusätzlich zu den zwei obligatorischen Tests pro Mannschaft nach jedem Spiel.

+++ Touré-Brüder bleiben bei WM +++

Die ivorischen Fußballer Yaya and Kolo Touré werden trotz des Todes ihres Bruders die WM zu Ende spielen. Das Angebot des Verbandes, nach England zu reisen, nahmen die beiden Profis nach Angaben eines Sprechers nicht an. Ibrahim Touré war am Donnerstag in Manchester im Alter von 28 Jahren gestorben.

Yaya and Kolo Touré trainierten am Wochenende mit der Mannschaft in Águas de Lindóia. Sie bereiteten sich dort auf das Spiel am Dienstag in Fortaleza gegen Griechenland vor. Die Spieler hatten nach der Niederlage am Donnerstag gegen Kolumbien vom Tod ihres Bruders erfahren.

+++ Auch Poldi gratuliert Miro +++

Jetzt hat sich auch Lukas Podolski in die Riege der Gratulanten eingereiht. "Wir spielen seit zehn Jahren zusammen für Deutschland. Gestern hat er sein 15. WM-Tor erzielt. Fantastisch, Miro!", schreibt er via Twitter.

+++ Kroos vom Ghana-Spiel beeindruckt +++

Mittelfeldspieler Toni Kroos brauchte anscheinend ein wenig, um das Spiel gegen Ghana zu verdauen. Stunden nach Abpfiff twitterte er:

+++ Ronaldo gratuliert Klose zum Torrekord +++

Ronaldo hat via Twitter Miroslav Klose zum WM-Torrekord gratuliert. Genau wie der brasilianische Ex-Stürmer hat Klose jetzt insgesamt 15 Tore bei Weltmeisterschaften geschossen.

+++ Balotelli zum FC Arsenal? +++

Der Wechsel von Italiens Stürmer Mario Balotelli zum FC Arsenal scheint sich zu verdichten. Wie die englische Zeitung "Daily Star" exklusiv berichtet, trifft sich Arsenal-Coach Arsène Wenger an diesem Wochenende mit Balotelli-Berater Mino Raiola in Brasilien, um Transferdetails auszuloten. Als Ablöse stehen 25 Millionen Pfund (umgerechnet gut 31 Millionen Euro) zur Debatte.

+++ 24 Millionen sehen 2:2 gegen Ghana +++

Mehr als 24 Millionen Fans haben am Samstagabend das zweite WM-Vorrundenspiel der Fußball-Nationalmannschaft im Fernsehen verfolgt. Die ARD erreichte mit ihrer Übertragung aus Brasilien ab 21.00 Uhr im Schnitt 24,54 Millionen Menschen, der Marktanteil betrug 76,3 Prozent. Damit hatte das 2:2 Deutschlands gegen Ghana aber nicht ganz so viele Zuschauer wie der furiose 4:0-Auftaktsieg der DFB-Elf gegen Portugal am Montag: Dieses Fußballspiel hatten 26,36 Millionen (81,8 Prozent) gesehen.

Thomas Müller blieb in der letzten Minute blutend liegen - Miro Klose kümmerte sich

Thomas Müller blieb in der letzten Minute blutend liegen - Miro Klose kümmerte sich

+++ Thomas Müllers Wunde genäht +++

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat nach dem WM-Gruppenspiel am Samstag gegen Ghana (2:2) leichte Entwarnung für seine angeschlagenen Spieler gegeben. Der Einsatz von Jerome Boateng (muskuläre Probleme) und Thomas Müller (Blessur an der Augenbraue) im abschließenden Vorrundenspiel am Donnerstag in Recife gegen die USA scheint möglich zu sein, deutete Löw in Fortaleza an.

"Ich glaube, es ist nicht ganz so schlimm", sagte Löw über Müller, der in der Nachspielzeit mit einem John Boye zusammengestoßen war und an der Augenbraue in der Kabine genäht werden musste. Nationalmannschafts-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt kümmerte sich direkt nach Spielschluss um den Bayern-Star. Bei Boateng, der wegen einer muskulären Verhärtung am linken Oberschenkel nach der Halbzeit durch Shkodran Mustafi ersetzt wurde, geht er ebenfalls von dessen Mitwirken gegen Jürgen Klinsmanns US-Boys aus. "Heute aber mussten wir diesen Wechsel vornehmen, weil Jerome muskulär angeschlagen war."

+++ Einsatz von Piqué gegen Australien fraglich +++

Der Einsatz von Spaniens Gerard Piqué beim abschließenden WM-Gruppenspiel gegen Australien ist fraglich. Der Innenverteidiger vom FC Barcelona muss das Training am Samstag wegen Adduktorenproblemen vorzeitig abbrechen. David Silva und Raúl Albiol versichern, dass es trotz des #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/foto/wm-2014-chilenische-glueckseligkeit-spanische-trauer-2118159.html;bereits feststehenden Ausscheidens des Fußball-Weltmeisters# keine Motivationsprobleme für die bedeutungslose Partie am Montag in Curitiba gebe. "Wir sind eliminiert, aber wir wollen gewinnen", betont Albiol. "Wir repräsentieren unser Land, unser Trikot." Es gehe auch um den Stolz. Silva sagt: "Wir müssen weitermachen und wollen gewinnen."

+++ Gericht verordnet Trinkpausen und droht mit Geldstrafe +++

Bei WM-Spielen mit großer Hitzebelastung müssen nach einer Entscheidung eines brasilianischen Arbeitsgerichtes zur 30. Minute jeder Halbzeit Trinkpausen eingelegt werden. Richter Rogério Neiva Pinheiro erließ in Brasília eine entsprechende Einstweilige Verfügung nach einer Klage der zuständigen Fachstaatsanwaltschaft gegen die Fifa. Der Fußball-Weltverband selbst sieht sich durch die Entscheidung in seiner Haltung bestätigt und versichert, das Urteil zu akzeptieren. "Die Umsetzung und Kontrolle verbleibt beim Schiedsrichter", heißt es weiter. Bislang sei aber bei keinem WM-Spiel die WBGT-Marke von 28 Grad überschritten worden.

Damit kein Zweifel aufkommt, umriss der Richter zudem die Folgen bei Missachtung der Verfügung: Sollte der Anordnung ganz oder teilweise nicht Folge geleistet werden, droht eine Geldstrafe von 200 000 Reais (rund 67 000 Euro) für die jeweils betroffene Partie.

Ab sofort muss bei besonders heißen Temperaturen zur 30. Minute jeder Halbzeit eine Trinkpause eingelegt werden

Ab sofort muss bei besonders heißen Temperaturen zur 30. Minute jeder Halbzeit eine Trinkpause eingelegt werden

+++ Sanktionen für Chile-Fans angekündigt +++

Nach der #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/news/wm-2014-chilenische-fans-stuermen-maracana-stadion-in-rio-2118140.html;Erstürmung des Maracanã-Stadions in Rio de Janeiro durch chilenische Fans# kündigt Chiles Fußballverband ANFP Sanktionen an. Die 88 nach dem Fan-Sturm festgenommenen Chilenen sollen Stadionverbot erhalten, teilt der Verband mit. So sehe das Gesetz zur Verhinderung und Bestrafung von Gewalt in den Stadien vor. Der ANPF warnt Fans, dass diese Strafe auch bei zukünftigen Vergehen dieser Art drohe. Die Strafe sei mit dem chilenischen Innenministerium abgesprochen, heißt es.

Am Mittwoch hatten zahlreiche chilenische Fans kurz vor der Partie Chile gegen Spanien das Medienzentrum des Stadions gestürmt, um ohne Karten in die Arena zu gelangen.

Chilenische Fans verschaffen sich vor dem Spiel ihres Teams gegen Spanien gewaltsam Zutritt zum Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro

Chilenische Fans verschaffen sich vor dem Spiel ihres Teams gegen Spanien gewaltsam Zutritt zum Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro

+++ Xabi Alonso tritt nach WM aus Spaniens Nationalteam zurück +++

Der spanische Mittelfeldspieler Xabi Alonso wird einem Bericht der Sportzeitung "Marca" zufolge nach dem frühen WM-Aus des Titelverteidigers aus der Nationalmannschaft zurücktreten. Der 32-Jährige von Real Madrid habe entschieden, nach der Weltmeisterschaft nicht mehr für den Europameister zu spielen, schrieb das Blatt, ohne dafür eine Quelle zu nennen. Xabi Alonso hat bisher 113 Länderspiele bestritten. In ihrer letzten Partie in Brasilien treffen die Spanier am Montag auf Australien. Spekuliert wird in den heimischen Medien zudem, dass auch Altstars wie Torhüter Iker Casillas und Xavi aus der Auswahl zurücktreten werden.

+++ Bayern München offenbar an Cuadrado interessiert +++

Wie "Sport1" mit Bezug auf die italienische Tageszeitung "La Repubblica" meldet, ist der FC Bayern angeblich an einer Verpflichtung des kolumbianischen Nationalspielers Juan Cuadrado vom AC Florenz interessiert. 40 Millionen Euro Ablöse fordert AC-Präsident Della Valle demnach von den Bayern.

+++ Rooney entschuldigt sich bei Fans +++

Englands Stümerstar Wayne Rooney hat sich via Facebook bei den englischen Fans für das frühzeitige Aus entschuldigt. "Wir sind in jedes Spiel mit Selbstvertrauen gestartet, aber unglücklicherweise hat es dann in den Spielen nicht geklappt", schrieb Rooney, "Entschuldigung an alle Fans, die weit gereist sind, und an alle Zuhause, dass wir es nicht besser gemacht haben."

+++ Umfrage: Spanier für DFB-Team +++

Nach dem vorzeitigen Ausscheiden ihrer Weltmeister bei der WM in Brasilien wünschen sich die spanischen Fans Deutschland als Nachfolger. Das berichtet "Sport1". Bei einer Internetumfrage der Madrider Sportzeitung "As" stimmten 20 Prozent für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. Auf dem zweiten Platz folgt Italien mit 15 Prozent vor Portugal (11 Prozent).

+++ Costa Rica feiert WM-Coup +++

Nach dem Schlusspfiff im Spiel gegen Italien schien ein ganzes Land zu explodieren. Zum zweiten Mal nach 1990 hat es Costa Rica ins Achtelfinale einer Weltmeisterschaft geschafft. Mit Autokorsos und Hupkonzerten feierten die Menschen in der Hauptstadt San José den Erfolg ihres Teams. Staatspräsident Luis Guillermo Solís schwenkte umringt von Fans eine blau-weiß-rote Flagge, Tausende riefen auf den Straßen wieder und wieder: "Sí, se pudo" (Ja, wir können) und "Olé, olé, olé, 'ticos', 'ticos'".

Ganz San José feierte seine WM-Helden

Ganz San José feierte seine WM-Helden

+++ WM-Finale in Rio wird verstärkt von Armee gesichert +++

Brasiliens Regierung will beim WM-Finale am 13. Juli in Rio de Janeiro nach Medienberichten verstärkt die Armee einsetzen. Derzeit noch an verschiedenen WM-Spielorten stationierte militärische Einheiten seien für einen Einsatz in Rio vorgesehen, wie das Online-Portal der Zeitung "Estado de São Paulo" am Freitag berichtete. Die Soldaten seien aber nicht für die Durchsuchung von Taschen oder die Kontrolle an Stadioneingängen zuständig, sondern sollten vielmehr für die Sicherheit der erwarteten Staatschefs und ihrer Delegationen sorgen. Zudem würden sie an strategisch wichtigen Punkten der Stadt positioniert. In den Kasernen von Rio sollten zudem die Truppen verstärkt werden.

Hummels steht im Training auf dem Platz

Bild aus dem Abschlusstraining: Mats Hummels stand in Fortaleza mit der Mannschaft auf dem Feld.

Bild aus dem Abschlusstraining: Mats Hummels stand in Fortaleza mit der Mannschaft auf dem Feld.

+++ Hummels steht im Training auf dem Platz +++

Ganz Deutschland bangt um Mats Hummels. Kann der Innenverteidiger von Borussia Dortmund gegen Ghana auflaufen oder fällt er mit seiner Oberschenkelverletzung für die zweite WM-Partie am Samstag (21 Uhr) gegen Ghana aus? Das war die wohl meistgestellte Frage der vergangenen Tage rund um das DFB-Team. Zumindest leicht positive Nachrichten gab es am Abend vom Abschlusstraining der Löw-Elf im Spielort Fortaleza. Hummels konnte die gesamte Einheit über auf dem Platz stehen. Damit ist ein Einsatz nicht ausgeschlossen. "Klar, würde ich ungerne die Abwehr umgestalten", bekannte Löw, der abwarten muss, wie das lädierte rechte Bein von Hummels auf den Belastungstest reagieren wird. In den Alternativplan für den Fall eines Ausfalls von Hummels gewährte der Bundestrainer Einblicke. Zwei Optionen nannte er: Die WM-Neulinge Matthias Ginter oder Shkodran Mustafi könnten Hummels im Abwehrzentrum eins zu eins ersetzen. Oder aber Jérome Boateng würde nach innen rücken, "und ein neuer Spieler rechts spielen", so Löw. Die Kandidaten wären dann wohl der favorisierte Mustafi oder der Dortmunder Kevin Großkreutz.

Humberto Clavijo entschied im Spiel zwischen Mexiko und Kamerun zweimal fälschlicherweise auf Abseits, als der Mexikaner Giovani dos Santos getroffen hatte

Humberto Clavijo entschied im Spiel zwischen Mexiko und Kamerun zweimal fälschlicherweise auf Abseits, als der Mexikaner Giovani dos Santos getroffen hatte

+++ Wirbel um "Puto"-Rufe der mexikanischen Fans +++

Nach angeblich homophoben Sprechchören mexikanischer Fans beim Spiel gegen Kamerun hat Mexikos Fußballverband in einem Brief an die Fifa seine Sicht der Dinge dargelegt. Es handele sich zwar nicht um eine Kleinigkeit, aber es sei schwer, die Gesänge zu unterbinden, sagte der Sportdirektor der Nationalmannschaft, Héctor González Iñárritu, im Radiosender Fórmula. "Ich sehe das weder als verbale Aggression noch als Homophobie." Beim Spiel in Natal hatten zehntausende mexikanische Fans den kamerunischen Torwart als "Puto" (Stricher) diffamiert. Im mexikanischen Fußball wird der Ruf seit einigen Jahren bei Abstößen des gegnerischen Keepers verwendet. "Es gibt schlimmere Beleidigungen in den Stadien", sagte Iñárritu. Die Fifa-Disziplinarkommission hat wegen der Gesänge eine Ermittlung eingeleitet.

Roy Hodgson will auch bei einem Aus in der Gruppenphase England-Trainer bleiben

Roy Hodgson will auch bei einem Aus in der Gruppenphase England-Trainer bleiben

+++ Chiles Aránguiz fehlt beim Spiel gegen die Niederlande +++

Der chilenische Stürmer Charles Aránguiz wird wegen einer Verletzung im dritten Gruppenspiel der Südamerikaner am kommenden Montag gegen die Niederlande fehlen. Aránguiz hatte beim 2:0-Sieg über Spanien bei einem Zusammenstoß mit Koke eine leichte Verstauchung im rechten Knie erlitten. Eine Kernspintomographie habe bestätigt, dass es sich um eine leichte Verletzung handle, aber der Stürmer werde beim Spiel in São Paulo sicherheitshalber trotzdem aussetzen, hieß es. Die Chilenen sind bereits fürs Achtelfinale qualifiziert.

+++ Scolari-Doppelgänger täuscht Journalisten +++

In Brasilien ist ein bekannter Kolumnist auf einen Doppelgänger von Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hereingefallen. Mario Sergio Conti führte auf einem Flug ein "Exklusiv-Interview" mit einem Mann namens Vladimir Palomo, der Scolari sehr ähnlich sieht und seine wahre Identität zunächst nicht zu erkennen gab. Seine Aussagen erschienen auf den Internetseiten der renommierten Tageszeitungen "O Globo" und "Folha S. Paulo", die sich später gemeinsam mit Conti bei ihren Lesern entschuldigten. Der Doppelgänger erzählte, dass die Niederlande, Deutschland und Italien die härtesten Konkurrenten Brasiliens seien. Er lobte Stürmer Neymar mit den Worten: "Wenn wir drei wie ihn hätten, wäre die WM eine beruhigende Sache."

Verteidiger Mats Hummels musste gegen Portugal verletzt ausgewechselt werden. Sein Einsatz gegen Ghana am Samstag ist unwahrscheinlich

Verteidiger Mats Hummels musste gegen Portugal verletzt ausgewechselt werden. Sein Einsatz gegen Ghana am Samstag ist unwahrscheinlich

+++ Del Bosque will in Bus der Chilenen einsteigen +++

Spaniens Trainer Vicente del Bosque ist #link;http://www.stern.de/sport/fussball/wm-2014/wm-2014-spanien-raus-chile-schiesst-den-weltmeister-ab-2118094.html;nach der historischen WM-Niederlage seines Teams gegen Chile# fast in den Bus der Chilenen eingestiegen. Der Coach wurde von einem Helfer vor der Tür des Fahrzeuges kurz vor dem Einsteigen darauf aufmerksam gemacht, dass dies der Bus der Chilenen sei, wie auf einem Video-Clip auf dem Internet-Portal globoesporte.com zu sehen ist, das Bilder der BBC zeigt. Nach dem Hinweis ging Del Bosque zum Mannschaftsbus der Spanier.

+++ Chiles Torschütze sorgt für Nummern-Verwirrung +++

Diese WM ist voll von kleinen kuriosen Randthemen: Chiles Torschütze Charles Aranguiz ist in der zweiten Halbzeit des Topsiels gegen Spanien mit unterschiedlichen Nummern auf Trikot und Hose aufgelaufen. Auf dem Trikot trägt er die Nummer 20 - seine eigentliche Nummer. Auf der Hose steht allerdings die Nummer 19. Aranguiz muss die Hose in der Halbzeit getauscht haben. Als er sein Tor zum 2:0 bejubelt, stimmen die Nummern noch überein (siehe Foto unten). Die Fifa ist streng, was die Regularien angeht. Schon die Farbe der Unterzieherhose muss mit der Trikotfarbe übereinstimmen. Ob Aranguiz wegen einer falschen Nummer nun nachträglich eine Strafe droht, ist derzeit nicht bekannt.

Die Nummer 20 auf dem Trikot, die 19 auf der Hose

Die Nummer 20 auf dem Trikot, die 19 auf der Hose

Vor der Pause, bei seinem Tor zum 2:0, stimmte die Trikot-Hosen-Nummer noch.

Vor der Pause, bei seinem Tor zum 2:0, stimmte die Trikot-Hosen-Nummer noch.

+++ Mexikanischer Fan ertrinkt bei WM-Kreuzfahrt +++

Ein Fußballfan aus Mexiko ist bei einer WM-Kreuzfahrt vermutlich ums Leben gekommen. Wie das mexikanische Konsulat in Rio de Janeiro mitteilte, sei der Mann von Bord eines Kreuzfahrtschiffs ins Meer gestürzt und wahrscheinlich ertrunken. Helfer suchten das Unglücksgebiet mit Schnellbooten ab. Die Ursache des Unglücks, das sich nach Ablegen des Schiffs von Fortaleza in Richtung Recife ereignete, blieb bislang unklar. Die etwa 4000 Fußballfans an Bord der "MSC Divina" besuchen die Spielorte der mexikanischen Mannschaft in Brasilien.

+++ "Miss BumBum" will zu Ronaldo +++

Eine ehemalige Kandidatin beim Wettbewerb für Brasiliens schönsten Frauenhintern ist unsanft aus dem WM-Trainingslager der portugiesischen Fußballnationalmannschaft befördert worden. Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, drang Andressa Urach am Mittwoch kurz vor dem Eintreffen von Portugals Superstar Cristiano Ronaldo und seiner Teamkollegen in das Camp in der südöstlichen Stadt Campinas ein - Mikrofon in der Hand und offenbar mit einer offiziellen Presseakkreditierung versehen.

Ordner geleiteten die auch als "Miss BumBum" bekannte brasilianische Fernsehmoderatorin jedoch im Polizeigriff zum Ausgang des Geländes. Die blonde Frau trug ein Trikot der portugiesischen Elf, gesäßbetonte schwarze Shorts und weiße Socken. Erst in der vergangenen Woche soll Urach dem 29-jährigen Frauenschwarm Ronaldo mit den Farben der portugiesischen Seleção auf ihren nackten Oberkörper gemalt ihre Aufwartung gemacht haben.

"Miss BumBum" wollte zu Cristiano Ronaldo vordringen...

"Miss BumBum" wollte zu Cristiano Ronaldo vordringen...

+++ Tumulte vor dem Spanien-Chile-Spiel +++

Chilenische Fans haben vor dem Spiel gegen Spanien in Rio de Janeiro für einen Tumult gesorgt. Rund 100 Anhänger stürmten in den Medienbereich des Maracanã-Stadions und lieferten sich Jagdszenen mit den Sicherheitskräften. Dabei wurden Schränke und Wände zerstört, die Situation war erst nach mehreren Minuten einigermaßen unter Kontrolle. Die Fans waren offenbar durch den Medieneingang in das Stadion gekommen, etwa 100 wurden vorübergehend festgehalten. "Wir waren bereit, 1000 Reais (330 Euro) für ein Ticket zu zahlen, aber wir haben keins bekommen. Dann haben wir entschieden, dort einzudringen", so ein chilenischer Fan zur Zeitung "Estado de São Paulo".

+++ Beckenbauer beantwortet Fifa-Fragen +++

Nach seiner provisorischen 90-Tage-Sperre durch den Fußball-Weltverband hat Franz Beckenbauer die Fragen der Fifa-Ethikkommission "per Mail & Fax" beantwortet. Das teilt sein Manager Marcus Höfl auf Twitter mit.

Beckenbauer kann aber nicht automatisch mit dem Ende seines Banns rechnen. Das Gremium sei frei in seiner Entscheidung, hatte die Fifa bereits zuvor mitgeteilt. Die Sperre war am Freitag provisorisch wegen "mangelnder Kooperation" bei der Untersuchung der WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022 erlassen worden. Nur bei einer Aufhebung der Sperre kann Beckenbauer Spiele der WM in Brasilien besuchen.

+++ Für Mats Hummels wird es knapp +++

Der Einsatz von Mats Hummels zumindest im zweiten WM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist weiterhin fraglich. "Wir sind guter Dinge, auch wenn es mit Sicherheit knapp wird für das Spiel am Samstag gegen Ghana", sagte Assistenztrainer Hansi Flick im deutschen Teamquartier. "Wir rechnen damit, dass Mats spielen kann, wenn nicht, haben wir Alternativen", fügte Flick hinzu. Eine Rückkehr von Philipp Lahm aus dem Mittelfeld auf den Posten des rechten Außenverteidigers komme nicht infrage.

Während Hummels am Mittwoch wegen seiner Prellung im rechten Oberschenkel und der daraus resultierenden Einblutung nur ein individuelles Programm absolvierte, konnte der ebenfalls angeschlagene Abwehrkollege Jérôme Boateng laut Flick normal mittrainieren. Der Münchner hatte sich während des 4:0 gegen Portugal bei einem Sturz einen Teilabriss des Seitenbandes am rechten Daumen zugezogen. Er muss eine Schiene tragen, darf aber mit Zustimmung des Schiedsrichters weiterhin bei der WM spielen.

+++ Löw verliert Wette und muss Essen zahlen +++

Das Kopfballtor von Mats Hummels beim deutschen 4:0-Sieg im WM-Auftaktspiel gegen Portugal kommt Bundestrainer Joachim Löw teuer zu stehen. Wie Assistenztrainer Hansi Flick im deutschen WM-Quartier in Brasilien berichtete, verlor Löw damit schon in der ersten Partie eine Wette, dass der DFB-Auswahl kein Treffer aus einer Standardsituation gelingt. Löw muss nun Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff sowie deren Partnerinnen zu einem gemeinsamen Essen einladen - und zahlen.

+++ Stadiontreppe im Maracanã-Stadion gerät ins Wanken +++

Vor dem heutigen Spiel zwischen Spanien und Chile sorgt ein Video für Aufsehen, das eine wankende Zugangstreppe zum Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro zeigt. In dem Film sei zu sehen, wie die provisorische Konstruktion unter der Last der tausenden ins Stadion strömenden Fans ins Schaukeln gerate, berichtet das Nachrichtenportal Estadão. Die Aufnahmen stammen demnach vom Sonntag, als im Maracanã Argentinien gegen Bosnien-Herzegowina spielte.

Die teils aus Holzplatten bestehende Treppe verbinde die U-Bahn-Station mit dem Stadion und sei bereits während des Confederations Cups 2013 benutzt worden. An einigen Stellen sei das Geländer lose. Die Regionalregierung von Rio habe die Treppe vor der Weltmeisterschaft inspizieren lassen, heißt es in dem Bericht weiter. Am Montag habe es eine weitere Inspektion gegeben, und die zuständige Baufirma habe versprochen, die Konstruktion stabiler zu machen.

+++ Aktive Erholung im Campo Bahia +++

+++ Mexiko-Held Ochoa sucht neuen Verein +++

Bundesligisten aufgepasst! Der mexikanische Torhüter Guillermo Ochoa, der am Dienstagabend Brasilien mit seinen Paraden zur Verzweiflung brachte, ist auf der Suche nach einem neuen Verein. "Ich danke Gott für dieses Spiel", sagte der 28-Jährige nach der Partie gegen Neymar und Co., es sei die beste seines Lebens gewesen. Ein besseres Bewerbungsvideo hätte Ochoa zudem kaum zusammenschneiden können. Seit 2011 steht er in Diensten von AC Ajaccio in Frankreich, ist mit dem korsischen Club aber aus der Ligue 1 abgestiegen. Dabei kassierte er 72 Gegentreffer. Kaum zu glauben.

+++ WM-Aus für Portugals Fabio Coentrão +++

Für Portugals Linksverteidiger Fabio Coentrão ist die WM in Brasilien vorzeitig vorbei. Die Leistenverletzung des Spielers stellte sich einen Tag nach der Niederlage gegen Deutschland als so schwer heraus, dass er selbst im Falle eines Weiterkommens nicht mehr rechtzeitig fit werden könne, teilte der nationale Verband FPF mit. Beim ebenfalls ausgewechselten Hugo Almeida besteht dagegen noch Hoffnung. Der frühere Bremer kann zwar zurzeit nur ein individuelles Training absolvieren. Doch seine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel ist nach Verbandsangaben nicht so gravierend wie die Blessur bei Coentrão.

mod/feh/dho/tkr/nck/car/and/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters

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