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Fan-Begeisterung vor dem Finale: Zoll entdeckt gefälschte Champions-League-Trophäe

Einen Henkelpott für das Wohnzimmer: Davon träumte ein Fußballfan aus dem Münsterland und bestellte sich eine Kopie der CL-Trophäe. Doch der Zoll machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Der Traum von der eigenen Champions-League-Trophäe ist für einen Fußballfan aus dem Münsterland ausgeträumt. Kurz vor dem Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München hatte er sich eine Fälschung des Pokals aus Hongkong bestellt. Doch Zöllner in Rheine stoppten das Paket bei einer Routinekontrolle von Auslandssendungen, wie das Hauptzollamt Münster mitteilte. Für die Fälschung hatte der Mann aus Gronau angeblich 300 Euro bezahlt. Da der Pokal eine geschützte Marke ist, griffen die Fahnder ein. Und auch von Seiten der UEFA könnte noch Ärger drohen. Der Verband hat die Möglichkeit, rechtliche Schritte gegen den Käufer einzuleiten.

Der original Henkelpott ist ein echtes Stück deutscher Wertarbeit. Entworfen und hergestellt wurde die 8,5 Kilogramm schwere und 73,5 Zentimeter hohe Trophäe 1967 in Bremen. In der Silberwarenmanufaktur Koch und Bergfeld kümmerte sich Horst Heeren vor 46 Jahren um den Auftrag der UEFA. Der zukünftigen Anziehungskraft war er sich dabei aber nicht bewusst. "Heute hat das eine enorme Bedeutung", erzählte Heeren. "Für uns war das damals eine Geschichte unter vielen. Man musste gucken, dass man das schnell abhandelt. Natürlich bemüht man sich dem Anlass entsprechend. Aber die nächste Arbeit wartete nun mal."

Als erstes Team bekam Celtic Glasgow 1967 die neue Trophäe überreicht. Fünf Vereine haben ein Original im Pokal-Schrank stehen, unter ihnen Real Madrid und der FC Bayern München. Seit 2009 bekommt der Gewinner ein Replikat in Original-Größe mit eingraviertem Vereinsnamen.

vim/DPA / DPA

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