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Fußball-Bundesligist Verbindungen zu Viagogo: Staatsanwaltschaft durchsucht Geschäftsstelle des FC Bayern

FC Bayern Logo 08022010
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© Getty Images
Die Geschäftsstelle des FC Bayern wurde am Mittwoch durchsucht. Grund dafür waren frühere Geschäftsverbindungen zu Viagogo.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat am Mittwoch die Geschäftsstelle des FC Bayern München durchsucht. Einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung bestätigte der Rekordmeister.

Demnach seien gegen 10 Uhr am Morgen insgesamt zehn Ermittler erschienen, um frühere Geschäftsverbindungen des FCB zur Ticket-Plattform Viagogo zu untersuchen.

Gegen Viagogo läuft derzeit ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Unter anderem sollen Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen, Chef-Justiziar Dr. Michael Gerlinger und Internationalisierungs-Vorstand Jörg Wacker befragt worden sein.

"Bei den Untersuchungen, die die Staatsanwaltschaft Mannheim zusammen mit der Steuerfahndung bei der FC Bayern München AG - offenbar wie bei vielen anderen Fußball-Clubs - durchführt, sind weder der FC Bayern München, noch eine seiner handelnden oder früher handelnden Personen, noch eine übergeordnete Fußballorganisation oder ein Fußballverband Gegenstand der Ermittlungen", wird der FCB in einer Stellungnahme von der Bild zitiert.

Viagogo: Untersuchungen auch in Augsburg und Stuttgart

Vielmehr kämen die Befragten "lediglich als Zeugen" im Zuge von Ermittlungen gegen ein drittes Unternehmen in Betracht. Unter anderem sollen die Behörden auch bei den Klubs aus Augsburg, Stuttgart, Nürnberg und Kaiserslautern Untersuchungen durchgeführt haben.

Der FC Bayern beendete seine Beziehungen zu Viagogo vor sieben Jahren, auch die Geschäftsbeziehungen zwischen den anderen Vereinen und der Plattform liegen mehrere Jahre zurück.

In roten T-Shirts mit einer 9 darauf jubeln drei Fußballer des FC Bayern München über die 9. Deutsche Meisterschaft in Folge

"Wir sind uns einer laufenden Untersuchung bezüglich Steuerzahlungen in Deutschland bewusst. Wir kooperieren mit den zuständigen Behörden und sind zuversichtlich, dass diese Angelegenheit zeitnah geklärt wird", sagte ein Sprecher des Unternehmens, das gerade bei den Fans der Bundesliga in den vergangenen Jahren immer wieder für große Entrüstung gesorgt hatte, weil dort Tickets zu völlig überhöhten Preisen angeboten wurden.

Zahlreiche Fangruppierungen von Vereinen, die mit dem Unternehmen kooperiert hatten, zierten mit Bannern mit der Aufschrift "ViaNoGo" ihre Kurven.

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