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FUSSBALL: »Löwe« Lorant als Coach nach Frankfurt?

Bei Eintracht Frankfurt gibt es einen neuen Kandidaten für den Trainer-Posten in der kommenden Saison. Werner Lorant bestätigte eine erste Kontakt-Aufnahme durch den hessischen Fußball-Bundesligisten.

Bei der endlosen Frankfurter Trainersuche soll nun Werner Lorant der Top-Kandidat sein. Acht Tage nach der Absage von Ex-Nationalspieler Hans-Peter Briegel ist der Coach von Liga-Konkurrent TSV 1860 München erste Wahl bei den abstiegsbedrohten Hessen. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen bleibt allerdings die Frage, wie lange sich sein Name in der Main-Metropole hält. Der 52-Jährige, der einst als Spieler das Trikot der Frankfurter trug, bestätigte eine erste Gesprächsrunde. »Ja, die Eintracht hat angefragt«, sagte Lorant, der nun auf die zweite Kontaktaufnahme wartet.

Trainersuche, der nächste Versuch

Die Verantwortlichen des Bundesligisten bewahren das vereinbarte Stillschweigen. Zuletzt hatten die Verhandlungen durch die öffentliche Diskussionen immer wieder Schaden genommen. Vor Briegel waren die Verhandlungen mit insgesamt sieben potenziellen Nachfolgern des entlassenen Felix Magath, unter anderem mit Klaus Toppmöller und Lothar Matthäus, abgebrochen worden. »Wir kommentieren und dementieren nichts mehr«, meinte Mediendirektor Günter-Peter Ploog im Trainingslager in Spanien.

Lorant hat noch ein Haus bei Frankfurt

Wie ernst der Dialog mit Lorant ist, blieb bislang im Verborgenen. Doch Fakt ist, dass »Werner Beinhart« bei den »Löwen« schon mehrfach mit Rücktritt gedroht hat. Erst am vergangenen Montag beteuerte er, dass es ihm dieses Mal sehr ernst damit ist. Seinen bis zum Jahre 2003 laufenden Vertrag will er nicht vorzeitig verlängern, obwohl Club-Chef Karl-Heinz Wildmoser ihn nur zu gerne weiter an den Verein binden würde. Aus seiner Zeit bei den Hessen - von 1978 bis 1983 bestritt er 134 Bundesligaspiele und holte 1980 mit der Eintracht den UEFA Cup - besitzt Lorant noch ein Haus in der Nähe Frankfurts.

Der Imageschaden durch die immer wieder geplatzten Verhandlungen ist gewaltig. Der derzeit arbeitslose Winfried Schäfer, früher beim Karlsruher SC, dem VfB Stuttgart und zuletzt bei Tennis Borussia in der Regionalliga unter Vertrag, meinte in einem Interview mit der »Stuttgarter Nachrichten«: »Frankfurt brauche ich mir nicht anzutun. Ich kenne die Eintracht seit über 20 Jahren. Nein, das brauche ich nicht.«

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