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FUSSBALL: Blau-weiße Schadensbegrenzung

Nach dem kollektiven Fehlstart der drei bayerischen Bundesliga-Clubs, versuchen die gescholtenen Freistaat-Kicker an diesem Wochenende die Wiedergutmachung.

Nach dem kollektiven Fehlstart der drei bayerischen Bundesliga-Clubs, versuchen die gescholtenen Freistaat-Kicker an diesem Wochenende die Wiedergutmachung. Alle Drei hatten ihre Auftaktpartien verloren, jetzt wollen der FC Bayern, der TSV 1860 München und der 1. FC Nürnberg ihre Fans wieder versöhnen und die ersten Punkte einfahren.

Schalker Revanche

Der Meister und Champions-League-Sieger trifft beim ersten Heimspiel der Saison im Olympiastadion ausgerechnet auf den FC Schalke 04, dem man in der letzten Saison die Meisterschaft vor der Nase weggeschnappt hatte. Die »Knappen« aus Gelsenkirchen haben so schon zu Beginn der Saison die Chance, sich an den Bayern zu rächen. Eine weitere Niederlage würde die Münchner-Truppe in den Tabellenkeller und wenig geliebte »FC-Hollywood«-Zeiten zurückstoßen.

Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Kapitän Stefan Effenberg verbreitet Trainer Ottmar Hitzfeld deshalb Optimismus. »Ich habe absolutes Vertrauen in meine Mannschaft, die auch ohne Effenberg die Schalker schlagen kann«, erklärte der Bayern-Coach.

Löwen unter Zugzwang

Auch die Münchner »Löwen« stehen nach den jüngsten Misserfolgen - dem 0:4 in der Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern und dem »Aus« im UI-Cup gegen Newcastle - beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln stark unter Zugzwang. »Wir sind uns der Gefahr schon bewusst, dass man ganz schnell hinten drin stehen kann. Und in Köln haben wir uns noch nie leicht getan. Aber wir dürfen uns jetzt auch nicht nervös machen lassen«, sagte Präsident Karl-Heinz Wildmoser der Münchner Tageszeitung »tz«.

Trainer Werner Lorant ist vor den Kölnern nicht bange; er werde seine Mannschaft in Ruhe auf das Spiel vorbereiten, betonte er: »Wir müssen uns keine Sorgen machen.« Vor allem in der Defensive plagen dem TSV 1860 jedoch große Personalprobleme. Harald Cerny, Ned Zelic und Tomas Votava fallen aus, dafür ist Torben Hoffmann nach langer Verletzungspause wieder fit.

Mumm und Herz für den Club

Der 1. FC Nürnberg feiert seine Bundesliga-Heimpremiere nach dem Aufstieg. Zumindest einen positiven Aspekt soll die Auftakt- Niederlage bei Borussia Dortmund (0:2) haben. »Wir werden unsere Lehren aus der Niederlage in Dortmund ziehen«, sagte Trainer Klaus Augenthaler. Mit »mehr Mumm und mehr Herz« soll seine Mannschaft zu Werke gehen, dann sei ein Sieg gegen den SC Freiburg machbar. Im Mittelfeld vertraut Augenthaler auf den wiedergenesenen David Jarolim, der Stoycho Stoilov ersetzen wird, und die Qualitäten des tschechischen Spielmachers: »Er fordert als einziger unserer Mittelfeldspieler in jeder Situation den Ball«.

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