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Fußball-Bundesliga Freiburg feiert - Schalke ärgert sich


Großer Erfolg für Freiburg: Das Team von Christian Streich hat sich zwei Spieltage vor Saisonende durch ein Remis gegen Hannover den Klassenerhalt gesichert. Schalke verpasste gegen Augsburg eine große Chance.

Der SC Freiburg hat zwei Spieltage vor Saisonende allen Grund zu feiern: Die Breisgauer sicherten mit einem torlosen Remis gegen Hannover 96 den Klassenerhalt. Nach Abschluss der Hinrunde hatten sie noch abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz gestanden und fünf Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Aktuell sind die Freiburger Dreizenhnter und haben sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Hannover enttäuschte zwar, bleibt aber Siebter und damit auf einen Europa-League-Rang.

Schalke 04 hatte zuvor im Spiel gegen den FC Augsburg maßlos enttäuscht. Nach schwacher Leistung kam das Team von Huub Stevens nicht über ein 1:1 hinaus und verpasste die große Chance, den Abstand auf den Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach auf vier Punkte auszubauen und dem direkten Einzug in die Champions League einen Schritt näher zu kommen. Die Augsburger müssen ebenfalls weiter kämpfen, wenn sie nicht auf den Relegationsplatz fallen wollen. Der Vorsprung beträgt jetzt vier Punkte.

Party in Freiburg

In Freiburg werden sie heute gewiss eine Party feiern. Mit dem Remis in Hannover blieb das Team von Trainer Christian Streich auch im neunten Spiel hintereinander ohne Niederlage und war nahe dran, den Niedersachsen die erste Saison-Heimniederlage beizubringen. Freiburg war die spielerische bessere Mannschaft, die besseren Chancen hatte 96.

Von Beginn an setzte 96 auf Offensive. Doch zu oft fehlte den Gastgebern die notwendige Präzision im Abschluss. Die beste Möglichkeit hatte in Halbzeit eins der ins Team zurückgekehrte Lars Stindl (20.), der aus zehn Meter am starken SC-Keeper Oliver Baumann scheiterte.

Dass Hannover nicht wie gewünscht zur Entfaltung kam, lag an den geschickten Freiburgern. Sie bewiesen in der AWD-Arena, dass ihre jüngste Erfolgsserie kein Zufall war. Zweikampfstark und stets gefährlich bei Kontern - so hielten sie die Partie offen.

Freiburg stört Hannovers Kreise erfolgreich

Im Sturm fiel vor allem der agile Ex-Hannoveraner Jan Rosenthal auf, in der Defensive räumte besonders Oliver Sorg auf der rechten Seite ab. Einziges Manko: Die Breisgauer spielten zu selten ihre Aktionen konsequent zu Ende, um Hannover in Verlegenheit zu bringen. "Wir können glücklich sein, dass unentschieden steht", gestand 96-Vorstandschef Martin Kind zur Pause.

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Freiburg zeigte die bessere Spielanlage, die besseren Chancen hatte allerdings Hannover. Je Zwei Chancen von Ya Konan und Abwehrmann Emanuel Pogatetz brachten keinen Torerfolg. Der Österreicher setzte nach Eckbällen in der 65. und 75. Minute den Ball jeweils mit dem Kopf ganz knapp neben das SC-Gehäuse. Auch in der Schlussviertelstunde rannte Hannover an, Freiburg blieb aber Herr der Lage.

Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich der FC Augsburg und Schalke 04 ebenfalls remis. Die Königsblauen mussten mit dem Ergebnis sogar noch zufrieden sein, denn der heimstarke Aufsteiger gab über weite Strecken den Ton an und hatte die besseren Chancen. Sebastian Langkamp brachte die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay per Kopf in Führung (6. Minute). Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar glich noch vor der Pause mit seinem 25. Saisontreffer aus (38.).

Huub Stevens ärgert sich

Schalke (58 Punkte) vergrößerte als Tabellendritter seinen Vorsprung auf Verfolger Borussia Mönchengladbach (56) auf zwei Zähler. Die couragierten Augsburger (34) stehen auf Platz 15 kurz vor dem angestrebten Klassenverbleib.

Luhukay lobte vor allem den "Turbo-Start" seiner Elf. "Einfach großartig, wie die Mannschaft das heute angegangen ist. Es hätte auch 3:0, 4:0 stehen können, bei unseren Chancen", sagte der Niederländer und "gratulierte" dem Schalker Torschützen Huntelaar. "Mein Landsmann hat heute nur eine Chance gebraucht, um den definitiven Klassenverbleib für uns noch zu verhindern."

Sehr Selbstkritisch ging Luhukays Trainer-Kollege und Landsmann Huub Stevens mit dem Punktverlust um. "Letztendlich müssen wir mit dem 1:1 zufrieden sein. Wir wollten uns hier heute für den Champions-League-Platz qualifizieren. Aber so, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, können wir den dritten Platz vergessen", meinte Stevens.

tis/DPA DPA

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