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FUSSBALL: Wann kommt die FC Bayern AG?

Schon mehrfach wurde beim FC Bayern München das Thema »Börsengang« vertagt. Jetzt machen die Bayern wohl Nägel mit Köpfen.

Schon mehrfach wurde beim FC Bayern München das Thema »Börsengang« vertag. Jetzt machen die Bayern Nägel mit Köpfen. Nach einem Bericht der »Bild«-Zeitung haben das Vereinspräsidium und der Verwaltungsbeirat des umsatzstärksten Fußball-Bundesligisten (283 Millionen Mark im Geschäftsjahr 1999/2000) als ersten Schritt die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft beschlossen und angeblich bereits einen ersten Anteilseigner für die künftige »FC Bayern AG« gefunden.

Adidas als Teilhaber?

Der Sportartikel-Hersteller »adidas«, soll nach Informationen der Zeitung zehn Prozent erwerben. »Das sind Gedankenspiele gewesen. Es ist aber keinerlei Entscheidung oder Vorentscheidung gefallen«, erklärte Bayern-Pressesprecher Markus Hörwick. Weiter Auskünfte wollte der Club »vor den wichtigen Spielen gegen Real und den 1. FC Kaiserslautern nicht geben, dafür ist uns im Moment die sportliche Situation zu wichtig«, so Hörwick. »Wir werden zu Beginn der kommenden Woche eine Stellungnahme dazu abgeben«, kündigte der Pressesprecher dazu weiter an.

Manager Uli Hoeneß hatte in einem Interview den Gesamtwert des Unternehmens FC Bayern München im Falle eines Börsengangs vor kurzem auf 1,5 Milliarden Mark taxiert. Eine »adidas«-Beteiligung von zehn Prozent würde sich demnach auf rund 150 Millionen Mark belaufen. »Zu Spekulationen in den Zeitungen werden wir uns grundsätzlich nicht äußern«, sagte Oliver Brüggen, der Leiter der PR- Abteilung von »adidas«, am Mittwoch der dpa auf Anfrage.

Frisches Kapital

Mit der Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft und einem in der jüngeren Vergangenheit eher skeptisch beurteilten Börsengang könnte sich der FC Bayern, ähnlich wie der börsennotierte Liga-Konkurrent Borussia Dortmund, frisches Kapital beschaffen. An finanziellen Reserven mangelt es dem Verein aber auch so nicht. In dieser Saison werden die Bayern allein in der Champions League die Rekordsumme von rund 80 Millionen Mark einnehmen und wahrscheinlich erstmals über 300 Millionen Mark in einem Geschäftsjahr verbuchen.

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