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Ex-DFB-Präsident "Wasser predigen und Wein saufen" – alte Bundestagsrede fällt Grindel auf die Füße

Reinhard Grindel ist als DFB-Präsident zurückgetreten. Der Grund: Der ukrainische Oligarch Grigori Surkis schenkt dem 57-jährigen eine Luxusuhr. Nun sorgt eine Rede des ehemaligen Bundestagsabgeordneten von 2015 für Wirbel im Netz.


Im Endeffekt kommt es deshalb nicht allein auf gute Vorschriften an, sondern auf gute Menschen, die sich im Wirtschaftsverkehr im Zweifel am Grundsatz ausrichten: "Das tut man nicht." Und wo es zu wenige dieser guten Menschen gibt, werden wir auch noch so viele gute Gesetze machen können und Fehlverhalten nicht verhindern.


Die Nutzer reagieren mit Häme und Spott auf die Worte Grindels:


Deutsche Tugend: das Eine vollmundig erklären und doch das Andere intensiv leben. – H. Wagner, Facebook
 
Das Beste hierzu habe ich gestern gelesen: “Kaum passt man mal eine Sekunde lang nicht auf, schwupps sitzt man im Ferrari und hat eine goldene Uhr am Handgelenk.“ – G. Höwner, Facebook
 
Wasser predigen und Wein saufen, ist ein lang bekanntes Phänomen. – R. Borgmann, Facebook
 
Sehr peinlich, und vor allem sehr traurig. – D. Timmann, Facebook


Von 2010 bis 2013 war Grindel Antikorruptionsbeauftragter des DFB. Im April 2014 enthält er sich bei einer Abstimmung im Bundestag. Das Thema: "Strafbarkeit von Abgeordnetenbestechung". Nur sieben Abgeordnete enthalten sich insgesamt – drei stimmen mit Nein. Grindels Rücktritt macht deutlich:


Worte und Taten gehen trotz großer Reden nicht immer Hand in Hand – und fallen einem irgendwann auf die Füße.
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Nach seinem Rücktritt als DFB-Präsident steht Reinhard Grindel im Fokus der Öffentlichkeit. Auf Facebook diskutieren die Nutzer eine alte Rede des ehemaligen Bundestagsabgeordneten – nicht ohne Häme und Spott.

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