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HSV-Boss Hoffmann: "Wir haben zu viel gewollt"

Der HSV wird bei seiner Suche nach einem neuen Trainer für den zum Saisonende ausscheidenden Huub Stevens nicht die Fühler nach den renommiertesten Vertretern der Branche ausstrecken. Im stern-Interview spricht Club-Boss Bernd Hoffmann über alte Fehler und Probleme bei der Trainersuche.

Auf die Frage, ob er auch an Kandidaten wie den kürzlich beim FC Chelsea London entlassenen José Mourinho denke, antwortete der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Bernd Hoffmann, in einem Doppelinterview mit seinem Pendant beim SV Werder Bremen, Jürgen Born, in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des stern: "Das wäre nach den Sternen gegriffen, und seit Ikarus wissen wir, dass das einem nicht gut bekommt."

Der Hamburger SV wolle alte Fehler nicht wiederholen. In der Saison 2005/2006 hatte der Verein nach aussichtsreicher Vorrunde noch seinen Kader mit Spielern wie Ailton und de Jong verstärkt und danach nur mit Mühe noch die Champions League erreicht. "Wir haben in der Vergangenheit manchmal zu viel gewollt und drei Schritte auf einmal gemacht. Wie in der Saison.05/06, als wir Zweiter waren nach der Vorrunde und im Winter noch Spieler holten, die auf das Mannschaftsgefüge wirkten", sagte Hoffmann.

Darüber hinaus erneuerte Hoffmann seine Kritik am Abstimmungsverhalten der Bundesligavertreter beim neuen Fernsehvertrag mit der Agentur Sirius Leo Kirchs. "Ich hätte mir schon gewünscht, dass sich die Bedenken, die es gab, auch in der Abstimmung widergespiegelt hätten. Nun warten wir erst mal ab, ob die Bankbürgschaft kommt. Wenn nicht, werden die Karten neu gemischt." Der Hamburger SV hatte bei der Vollversammlung als einziger Verein gegen den Deal votiert. Das Geschäft selbst stufte Hoffmann als nicht optimal ein: "Ich bin nicht überzeugt, dass das Maximum ausgeschöpft wird."

mat

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