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International: Arsenal und Chelsea tennen sich torlos

Der FC Arsenal brauchte einen Sieg, um sich Tottenham vom Leib zu halten. Der FC Chelsea musste ebenfalls gewinnen, um die Chance auf die Teilnahme an der Champions League aufrecht zu erhalten. Doch das Spitzenspiel der Premier League endete enttäuschend für beide Seiten - auch die Zuschauer gingen leer aus.

Der FC Arsenal und der FC Chelsea haben sich im Spitzenspiel der Premier League torlos mit 0:0 getrennt. In einem zerfahrenen Spiel blieben Torchancen lange Zeit Mangelware und die Abwehrreihen dominierten. Die Gunners bleiben damit auf Rang drei, die Blues konnten den Rückstand auf Platz vier auf einen Punkt verkürzen.

Lange Zeit lieferten beide Teams Magerkost ab, bevor es in der letzten Viertelstunde ein wenig lebhafter zuging. Wirklich zwingend agierte keins der beiden Teams, der FC Arsenal hatte jedoch zwei Mal Pech mit Pfosten und Latte - insgesamt sahen die Zuschauer aber eine verdiente Punkteteilung.

Viele Wechsel auf beiden Seiten

Nur auf Rang sechs liegend hat der FC Chelsea ein Problem: Die Qualifikation für die Champions League ist in Gefahr. Zwei Punkte sind es auf die Spurs, die Rang vier bekleiden, sieben Punkte auf den FC Arsenal - den Dritten der Premier League. Um diesen Rückstand zu verkürzen, baute Coach Roberto di Matteo acht frische Kräfte nach dem Duell mit dem FC Barcelona ein.

Branislav Ivanovic, Ashley Cole, Obi Mikel, Frank Lampard, Raul Meireles, Juan Mata, Ramires und Didier Drogba mussten weichen, Jose Bosingwa, Ryan Bertrand, Michael Essien, Oriol Romeu, Florent Malouda, Daniel Sturridge, Fernando Torres und Salomon Kalou kamen neu ins Team. Auch Arsene Wenger wollte bei der Rochade mithalten. Laurent Koscielny, Kieran Gibbs, Aaron Ramsey und Alex Oxlade-Chamberlain wurden auserkoren, den Vorsprung auf die Blues zu halten.

Van Persie trifft nur den Pfosten

Bei schönstem Fußballwetter eröffnete Schiedsrichter Mike Dean die Partie und Tomas Rosicky hatte im Emirates Stadium die erste Chance für die Hausherren, scheiterte aus knapp 16 Metern aber an Petr Cech. Auf der Gegenseite lauerten die Gäste auf Konter, Kalou vertändelte nach sieben Minuten jedoch leichtfertig.

Es entwickelte sich eine zähfließende Partie, in der die Gastgeber Probleme mit dem Spielaufbau hatten, während die Gäste sich von Beginn an auf das Kontern verlegten. Beide Teams scheuten das Risiko und da das Kurzpassspiel der Gunners nicht funktionierte, hatte das Team von Wenger große Probleme, Chancen zu kreieren.

Nach 14 Minuten hatte Robin van Persie nach einem Freistoß von Theo Walcott eine erste große Chance, scheiterte aber am Aluminium. Auf der Gegenseite blieben die Blues bei Kontern gefährlich, da Arsenal in der Rückwärtsbewegung schlecht reagierte. Zudem blieb Chelsea bei Standards gefährlich – Fernando Torres und Tim Cahill schlugen nach einem Eckball aber keinen Profit aus einer Doppelchance.

Dass es zur Halbzeit 0:0 stand, hatten die Blues dann der Latte zu verdanken, die nach Kopfball von Koscielny rettete (42.). Als dann Sekunden später Cech glänzend parierte, als Van Persie nach Vorarbeit von Alex Song völlig alleingelassen aus spitzen Winkel zum Schuss gekommen war (44.), bat Dean zum Pausentee.

Kaum Chancen in Halbzeit zwei

Chelsea forcierte das Angriffsspiel in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs in dem Wissen, das ein Remis ein denkbar schlechtes Ergebnis wäre. Auch Arsenal spürte die Spurs im Nacken und in die Qualifikation für die Champions League wollen auch die Gunners nicht – diese Ausgangslage versprach zumindest eine spannende Schlussphase, da nach flottem Beginn das Spiel erneut verflachte.

Die Hausherren machten Mitte der zwieten Halbzeit den etwas besseren Eindruck, die Kombinationen kamen auf einmal flüssiger. Doch spätestens am Strafraum des Gegners und der vielbeinigen Abwehr bissen sich die Gunners immer wieder die Zähne aus.

Cech erlebte bis dato ereignisarme zweite 45 Minuten. Auch sein Gegenüber Wojciech Szczesny hätte durchaus eine Zeitschrift zur Bekämpfung der Langeweile verdient gehabt. Die seltenen Bälle, die den Weg auf sein Tor fanden, parierte er mit der sprichwörtlichen Mütze.

Punktverlust für beide Teams

Eien Viertelstunde vor dem Ende hatten beide Teams dann das Pressing für sich entdeckt, probierten den Gegner nun früher unter Druck zu setzen, um vielleicht doch noch das Pendel zum Ausschlag in die eigene Richtung zu bewegen. So hatten beide Teams noch zahlreiche Halbchancen, die aber ohne Ergebnis blieben.

Beide Abwehrreihen hielten den Angriffen stand und so blieb es beim gerechten Unentschieden. Der FC Arsenal hat nun sechs Punkte Vorsprung auf Tottenham, die Spurs haben jedoch zwei Spiele weniger absolviert. Die Blues liegen einen Punkt hinter der Elf von Harry Redknapp, bei einem Spiel mehr auf dem Konto - ein Unentschieden also, das keinem der Teams geholfen hat.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal

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