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International: Gerrards Hattrick - Arsenal will Götze

Bayerns Champions League-Träume überstrahlten alles, doch auch außerhalb der Königsklasse gab es fußballerische Nachrichten: Ein Superspiel von Steven Gerrard, den Medizin-Check von Lukas Podolski und ein angebliches Arsenal-Angebot für Mario Götze.

Na klar, die Champions League und die 7:0-Gala des FC Bayern gegen den FC Basel überstrahlte am gestrigen Abend alles. Doch im Schatten der europäischen Königsklasse und der Träume vom Bayern-Treble ereigneten sich im europäischen Fußball weitere bemerkenswerte Dinge.

Steven Gerrard feierte sein 400. Premier League-Spiel mit einem ganz persönlichen Treble, Lukas Podolski war beim Arsenal-Doc und wird diesen vielleicht bald Mario Götze empfehlen. Und dann machten noch Spekulationen über einen Steuerschuldenerlass für spanische Clubs die Runde.

Dalglish-Bildung für Gerrard-Lob zu gering

In seiner langen Karriere hat Steven Gerrard natürlich schon einige Derbys gegen Everton erlebt, aber sich noch keines wie am gestrigen Abend. In seinem 400. Premier League-Spiel lieferte er eine Glanzleistung ab und zeigte genau den Einsatz, den er nach der jüngsten Serie von drei Niederlagen in Folge des FC Liverpool von seinem Team eingefordert hatte.

Er passte brillant, er tackelte, kurz er gab alles und schoss sein Team dann auch noch mit drei Treffern (34., 51. 90.) zu einem glatten 3:0-Sieg. Gerrard war 30 Jahre nach Ian Rush (1982) der erste Spieler, der in einem Merseyside-Derby dreifach traf. Gerrards Auftritt nach von vielen Verletzungen überschatteten Saison verschlugen seinem Trainer glatt die Sprache. "Da ich mit 15 die Schule verlassen habe, reicht mein Vokabular einfach nicht aus, um Steven Gerrard mit Worten gerecht werden zu können", meinte Kenny Dalglish laut thesun.co.uk.

Gerrard selber ließ der Hype um seine Person aber relativ kalt, lobte stattdessen seine Mitspieler. "Es ist immer etwas besonders, Everton zu schlagen, die drei Tore sind dazu ein schönes Extra. Aber ich muss auch meine Kollegen loben, vor allem Luis Suarez, der mir zwei Tore glänzend aufgelegt hat“, erklärte Gerrard laut theguardian.co.uk und entschwand mit dem Spielball unter dem Trikot in Richtung Kabine.

Podolski besteht Medizin-Check, kommt auch Götze?

In einer englischen Kabine dürfte sich auch bald Lukas Podolski wiederfinden. Zwar ist sein Wechsel zum FC Arsenal immer noch nicht offiziell bestätigt worden, da das Transferfenster derzeit noch geschlossen ist, doch an seinem Transfer dürfte es keine großen Zweifel mehr geben. Diverse englische Zeitungen berichten sogar übereinstimmend, dass Podolski gestern bereits den Medizin-Check bei den Gunners erfolgreich absolviert haben soll.

Doch mit Podolski sind die Transferbemühungen von Arsenal noch lange nicht abgeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende Peter Hill-Wood erklärte laut dailystar.co.uk, dass sein Club weiter einkaufen wolle. "Wenn wir den richtigen Spieler für die richtige Position finden, werden wir kaufen“, wird der Funktionär dort zitiert.

Schließlich will man dem abwanderungswilligen Stürmerstar Robin van Persie unbedingt halten und ihm ein Bleiben mit der Zusammenstellung einer schlagkräftigen Truppe schmackhaft machen. Namen nannte Hill-Wood zwar nicht, doch in England ist man sich sicher, dass Arsenal auf jeden Fall Mario Götze in die Premier League lotsen will und dafür sogar fast 30 Millionen Euro zahlen wolle.

Schuldenerlass für Spaniens Proficlubs?

Eine Menge Geld – aber die Premier League ist ja auch nicht die Primera Division, deren Clubs alleine Steuerschulden in einer Gesamthöhe von 752 Millionen Euro drücken sollen. Diese Zahl gab zumindest die Regierung auf eine Anfrage der Vereinten Linken (IU) im Parlament bekannt. "Der spanische Fußball wird seine Steuerschulden begleichen", bekräftigte der für Sport zuständige Staatssekretär Miguel Cardenal.

Darüber wie das geschehen soll und vor allem in welchem Zeitraum, darüber machte der Politiker keine Angaben. Die Verhandlungen zwischen den Clubs und den Finanzämtern hatten Spekulationen aufkommen lassen, die Regierung wolle den Profi-Clubs möglicherweise einen Teil der Steuerschulden erlassen. Der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, meinte zu einem angeblichen Schuldenerlass: "Das ist für mich ein Hammer, das ist für mich undenkbar."

Auch Karl-Heinz Rummenigge hatte in der Neuen Westfälischen Zeitung erklärt, dass ein Schuldenschnitt Sicht der Spanier natürlich erfreulich wäre, die großen Probleme aber nicht lösen könnte. Er forderte daher eine unbedingte Einhaltung des Financial Fair Play.

Malte Asmus

sportal.de / sportal

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