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Krise: FC Bayern erwägt Abwehr-Verstärkung

Der FC Bayern München wird möglicherweise noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Nach Angaben von Trainer Hitzfeld gibt es Überlegungen, nach einer Verstärkung für die Abwehr Ausschau zu halten.

Der FC Bayern München wird möglicherweise noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Nach Angaben von Trainer Ottmar Hitzfeld gibt es Überlegungen, nach einer Verstärkung für die Abwehr Ausschau zu halten. "Wenn wir unser Abwehr-Problem nicht in den Griff bekommen, müssen wir uns darüber Gedanken machen, einen neuen Mann zu holen. Wir beobachten den Markt", sagte Hitzfeld in einem Interview der "Bild am Sonntag".

Gleichzeitig mahnte der Bayern-Trainer allgemein Fairness im Umgang mit der Trainer-Zunft an. "Auch für mich ist es enttäuschend, wie manche Vorstände mit ihren Trainern umgehen", sagte Hitzfeld auf den Frage nach den jüngsten Trainer-Wechseln bei anderen Vereinen: "Wie beim HSV erst zu sagen, der Trainer bleibt, um ihn dann doch zu entlassen, ist einfach unseriös. Ich hasse es, wenn gelogen wird." Er wolle nicht jammern. Ein Vorstand habe das Recht, Spieler und Trainer zu kritisieren, wenn es nicht läuft. "In unseren Gehältern ist nun mal sehr viel Schmerzensgeld mit drin. Aber der Umgang muss immer noch fair bleiben", sagte Hitzfeld.

Beckenbauer macht angeschlagenen Bayern Mut

Präsident Franz Beckenbauer hält öffentliche Diskussionen um Trainer für "normal". Das sei ein Gesetz der Serie. "Das hat jeder Trainer in der Bundesliga schon hinter sich, wenn er zwei, drei, vier Spiele hintereinander verliert, dann wird er in Frage gestellt", so Beckenbauer in einem ZDF-Interview am Samstag. Da müsse man dann durch: "Die beste Antwort ist, Spiele gewinnen, dann kommt die Diskussion erst gar nicht auf."

Beckenbauer machte den angeschlagenen Bayern vor der Partie gegen Dortmund Mut. "Wir dürfen nicht übertreiben. Wir haben zwei Spiele verloren. Aber wir sind noch mit einem Bein in der Champions League. Wir können auch immer noch in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen", erklärte der Präsident, der auch das eigens vor dem Dortmund-Spiel angesetzte zweitägige Trainingslager lobte. Es sei ganz gut, sich wirklich einmal zwei Tage auf den Gegner zu konzentrieren.

"Ich lasse nicht zu, dass alles auf Ballack herumhackt"

Am Vortag hatte Beckenbauer die Bayern-Mannschaft nach der Heim-Niederlage in der Champions League in die Pflicht genommen. 2Was wir jetzt brauchen, sind ganze Kerle. Spieler, die mit Leidenschaft und Kampfeswille auf den Platz gehen", schrieb der Aufsichtsratsvorsitzende in seiner "Bild"-Kolumne.

Auch Hitzfeld forderte: "Ich brauche wieder die Typen, die in brenzligen Situationen zeigen, dass wir der FC Bayern sind." Diskussionen um seine Führungsspieler wie Michael Ballack lässt er jedoch nicht aufkommen. "Ich werde nicht zulassen, dass jetzt alles auf Michael herumhackt", so der Trainer.

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