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Kuriose Geschichte aus England Rooney kriegt kein Osterei


Eine Mutter wollte ihrem Kind ein Schoko-Ei zu Ostern schenken. Darauf sollte der Name des Kindes geschrieben stehen. Doch der Konditor weigerte sich das Ei zu betexten - weil das Kind Rooney heißt.

Es gibt Geschichten, die sind an Kuriosität kaum zu überbieten. Diese handelt von einer Frau und ihrem Sohn, einem Schokoladen-Osterei, und sie handelt von dem weltbekannten Fußballspieler Wayne Rooney. Oder besser gesagt nur von dessen Namen.

Die Geschehnisse nahmen ihren Lauf, als Jo-Anne ihrem Sohn eine Osterüberraschung bereiten wollte und zu diesem Zweck an der Theke einer Konditorei in Bury, einer Stadt nördlich von Manchester, eine Bestellung aufgab. Jo-Anne wünschte sich ein Osterei. Ein Ei aus Schokolade. Und da das Ei für ihren Sohn sei, sollte doch bitte der Name des Kleinen mit Zuckerguss darauf geschrieben werden. So weit so gut. Doch dann begannen die Probleme.

Dieser Name darf nicht aufs Ei

Um den Auftrag auszuführen, fragte der Mitarbeiter der Konditorei nach dem Namen des Kindes. Jo-Anne sagte: "Rooney". Und der Mitarbeiter schüttelte den Kopf. Diesen Namen könne er nicht aufs Ei schreiben. Nicht, weil er den Namen oder zugehörige Personen nicht möge. Nein, er habe Bedenken wegen des Datenschutzes. Ein Osterei mit dem Namen Rooney sei nicht-lizensiertes Merchandise.

Jo-Anne wurde wütend. Sie sei begeisterter Manchester-United-Fan und ihr Sohn heiße nun einmal Rooney mit Vornamen. Der Fußballspieler Rooney habe doch selber Kinder - und er habe ganz bestimmt nichts dagegen, dass ihr kleiner Sohn ein Schokoladen-Ei mit der Aufschrift "Rooney" bekomme. Doch der Mitarbeiter blieb hart.

Jo-Anne beschwert sich in den Medien

Zum Glück einigten sich die gereizte Jo-Anne und der korrekte Konditor noch auf eine friedliche Lösung. Der kleine Rooney durfte ein Osterei mit seinem Namen bekommen. Allerdings nur, weil Vor- und Nachnamen zusammen aufgeschrieben wurden. Zum Witz dieser Geschichte gehört, dass Jo-Annes Nachname Scholes ist. Paul Scholes war ebenfalls ein sehr berühmter englischer Fußballer. Rooney Scholes stand also schließlich auf dem Ei.

Jo-Anne gab sich mit der Lösung aber nicht so leicht zufrieden. Als sie wieder nach Hause kam, setzte sie sich vor ihre Video-Kamera und drehte einen kurzen Film. Sie erzählte die Geschichte und fragte: "Ist das nicht verrückt? Den vollen Namen akzeptieren sie? Wenn sie das können, warum können sie dann nicht auch nur den Vornamen nehmen? Was als Osterüberraschung geplant war, wurde eine komplette Farce."

Medien greifen Geschichte auf

Und so kam diese kleine Ostergeschichte ans Licht der Öffentlichkeit. Die Daily Mail sah das Video, wurde neugierig, fragte bei Jo-Anne nach, verbreitete das Filmchen. Und in Deutschland schrieben die 11 Freunde einen herrlichen Text dazu. Jetzt steht es auf stern.de. Und wenn Sie, liebe Leser, irgendwann mal ein Schoko-Ei bestellen sollten, wissen Sie nun, dass Sie dem Konditor besser nicht verraten, dass ihr Sohn Schweinsteiger mit Vornamen heißt.

Von Felix Haas

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