HOME

Gegen Sané und Gündogan: Polizei ermittelt nach angeblich rassistischen Äußerungen im Stadion

Beim Länderspiel in Wolfsburg sollen im Stadion rassistische Äußerungen gegen Leroy Sané und Ilkay Gündogan gefallen sein. Nun ermittelt die Polizei.

Die beiden deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan

Die beiden deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan

DPA

Die Polizei in Wolfsburg hat nach mutmaßlich rassistischen Äußerungen von Zuschauern während des Länderspiels gegen Serbien Ermittlungen eingeleitet. Es habe mehrere Hinweise unter anderem vom Deutschen Fußball-Bund gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. "Wir prüfen das jetzt und stimmen die möglichen nächsten Schritte ab", ergänzte er. Zuvor hatte der Journalist André Voigt in den sozialen Netzwerken ein Video veröffentlicht, in dem er von verbalen Ausfällen einiger Zuschauer während der Partie am Mittwochabend in Wolfsburg berichtete.

"Die drei haben zuerst die ganze Zeit über Löw, die Spieler und das Stadion hergezogen. In der zweiten Halbzeit ging es dann mit rassistischen Beleidigungen gegen (Leroy) Sané und (Ilkay) Gündogan weiter, drei-, vier-, fünfmal, immer wieder", sagte Voigt, Chefredakteur des renommierten Basketball-Magazins "FIVE", der Deutschen Presse-Agentur. Irgendwann habe er sich gedacht, dass er trotz der Anwesenheit seiner Familie etwas sagen müsse.

"Aber auch danach ging es immer weiter, bis hin zu Äußerungen wie "Heil Hitler". Was mich schockiert hat, dass ansonsten niemand im Block etwas dagegen gesagt hat, sondern es auch noch Bestätigung für die drei gab", schilderte der 45-Jährige die Situation.

Achtung kein Basketball: Ich könnte kotzen.

Gepostet von André "Dré" Voigt am Mittwoch, 20. März 2019

DFB erkundigt sich nach Sitzplatznummern

Der DFB habe sich bei ihm gemeldet und wollte die Sitzplatznummern haben. "Ich bin gespannt, wie es ausgeht. Ich weiß, dass es auch unangenehm für mich werden kann durch die ganzen Reaktionen von Rechten - aber wenn ich aufstehe, muss ich auch den Kopf dafür hinhalten", sagte Voigt.

DFB-Präsident Reinhard Grindel bricht Interview ab
fin / DPA

Wissenscommunity