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Liga-Pokal: 2:1 gegen Berlin - der HSV kickt sich ins Halbfinale

Der Hamburger SV steht erstmals im Halbfinale des Liga-Pokals und hat beim lukrativen Bundesliga-Vorspiel schon 510.000 Euro verdient.

Der Hamburger SV steht erstmals im Halbfinale des Liga-Pokals und hat beim lukrativen Bundesliga-Vorspiel schon 510.000 Euro verdient. Die Hamburger besiegten Titelverteidiger Hertha BSC im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion verdient mit 2:1 (1:1) und beendeten deren Traum vom Hattrick. Die Hamburger Tore vor 12.500 Zuschauern erzielten Marcel Maltritz (10.) und Christian Rahn (71.). Neuzugang Fredi Bobic traf für die Hertha (37.). Gegen Rekordmeister Bayern München kämpft der HSV am nächsten Dienstag in Jena um den Einzug ins Endspiel des mit 3,7 Millionen Euro dotierten Turniers.

Sand im Getriebe

Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start war vor allem bei der Mannschaft von Trainer Huub Stevens noch viel Sand im Getriebe. Die beste Szene beim Titelverteidiger hatte Bobic, der im ersten Pflichtspiel im Hertha-Dress sein erstes Tor erzielte. Es war der Ausgleich zum 1:1, vorbereitet von Marcelinho. Das Berliner Spiel lief fast ausschließlich über den Brasilianer mit den rot gefärbten Haaren und war deshalb leicht ausrechenbar.

Gefällige Kombinationen

Beim frischer agierenden HSV klappte Kurt Jaras Experiment mit Rodolfo Cardoso und dem Ex-Berliner Stefan Beinlich im Mittelfeld. Die beiden Techniker ergänzten sich gut und inszenierten einige gefällige Kombinationen. Eine solche war die 1:0-Führung. Mehdi Mahdavikia spielte Maltritz frei, der energisch in den Strafraum eindrang und Hertha-Keeper Gabor Kiraly mit einem überlegten Linksschuss überlistete (10.).

Die Berliner wollen sich nach zwei Siegen im Liga-Pokal diesmal voll auf die Bundesliga konzentrieren und höher hinaus als mit Platz fünf in der vergangenen Saison. Deshalb hielten sich ihre Bemühungen, das Spiel zu gewinnen, in Grenzen. Hamburg indes drängte in der zweiten Halbzeit auf das Siegtor. Ausgerechnet Abwehrspieler Rahn, der um einen Stammplatz in der HSV-Defensive kämpft, sorgte schließlich für die Entscheidung. Er dribbelte von der Auslinie bis in den Strafraum und zimmerte den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß unhaltbar neben den rechten Pfosten (71.) ins Netz. Eine Schrecksekunde mussten die Hamburger noch überstehen, als Martin Pieckenhagen einen Schuss von Marcelinho zur Ecke lenkte (84.).

DPA

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