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Loretta E. Lynch: Diese Frau räumt bei der Fifa auf

Seit Jahren kämpft US-Justizministerin Loretta E. Lynch schon gegen die organisierte Kriminalität. Doch nach den Enthüllungen über Korruption bei der Fifa musste sie eine ungewohnte Rolle einnehmen.

Loretta E. Lynch steht schon seit ihrer Zeit als New Yorker Staatsanwältin an der Spitze der Ermittlungen in den USA gegen die verdächtigten FIFA-Mitglieder. Die 55-Jährige ist mittlerweile Justizministerin der Vereinigten Staaten. Sie hat den Posten erst im vergangenen Monat übernommen, sie war am 27. April vereidigt worden. Lynch, im November vergangenen Jahres von US-Präsident Barack Obama vorgeschlagen, ist die erste Afroamerikanerin in diesem Amt.

Lynch legt keinen Wert auf Show oder auf schmissige Schlagzeilen - sondern auf Substanz, wenn man US-Präsident Barack Obama glaubt. Insofern dürfte die Pressekonferenz zum Fifa-Korruptionsskandal ein eher ungewohnter Auftritt für Lynch gewesen sein. Mitstreiter bezeichnen sie als "Arbeitstier". Als unauffällige aber hoch qualifizierte Juristin hat sich die New Yorker Staatsanwältin längst einen Namen gemacht.

Kampf gegen das organisierte Verbrechen

Die Afroamerikanerin wurde in Greensboro im Südstaat North Carolina als Tochter eines Baptisten-Pfarrers und einer Englischlehrerin geboren. Sie besuchte mit ihrem Vater früh die Kirche, die in den frühen 1960er-Jahren zum Treffpunkt studentischer Proteste gegen Rassentrennung wurde. Sie absolvierte 1981 das Harvard College. 1984 schloss sie die Harvard Law School ab, die als Elite-Schmiede für Juristen gilt. 1990 startete sie ihre Karrieren in Diensten der US-Regierung im Gerichtsbezirk östliches New York.

In den folgenden Jahren war es vor allem ihr Kampf gegen das organisierte Verbrechen, gegen Terrorakte, Betrug und Bestechung, mit denen sie sich einen Namen machte. Als unabhängige Juristin hatte sie Terroristen, Mafiosi und korrupten öffentlichen Bediensteten den Prozess gemacht. Lynch hatte sich dabei laut Obama als unermüdliche Verfechterin der Bürgerrechte erwiesen.

Bekannt wurde sie Ende der 1990er-Jahre durch die Verurteilung der New Yorker Polizisten, die den haitianischen Einwanderer Abner Louima bestialisch misshandelt hatten. Die mutmaßlich rassistisch motivierte Folterung Louimas gilt bis heute als einer der schlimmsten Fälle von Polizeibrutalität in der Geschichte New Yorks.

tkr/DPA / DPA

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