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+++ Ticker zum Fifa-Skandal +++: Ex-Fifa Vize Warner zahlt Millionen-Kaution

Korruption, Ermittlungen, Verhaftungen: Der Fußballverband Fifa wird von einem Skandal erschüttert. Lesen Sie die Ereignisse des Tages im Minutenprotokoll nach.

Zwei Tage vor den Fifa-Präsidentschaftswahlen haben Schweizer Sicherheitsbehörden eine Polizeiaktion gegen hochrangige Mitglieder des Fußball-Weltverbandes vorgenommen und mehrere Personen festgenommen.

- Das Schweizer Bundesamtes für Justiz bestätigte, dass die Verdächtigen in Auslieferungshaft genommen wurden. Ihnen droht die Abschiebung in die USA.

- Unter den Festgenommenen befindet sich auch Fifa-Vizepräsident Jeffrey Webb.

- Die Behörden haben zudem das Hauptquartier der Fifa durchsucht. Es geht um die WM-Vergaben an Russland und Katar. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Die neuesten Entwicklungen im Nachrichtenticker:

+++ 23.55 Uhr: Ex-Fifa Vize Warner zahlt Millionen-Kaution +++

Nach Korruptionsvorwürfen aus den USA hat sich der frühere FIFA-Vizepräsident Jack Warner der Polizei gestellt. Gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 2,5 Millionen Dollar sei er nach einem Gerichtstermin wieder auf freien Fuß gesetzt worden, berichtet die Zeitung "Trinidad Express". Zudem müsse er seinen Pass abgeben und sich zweimal pro Woche bei der Polizei melden. Der nächste Gerichtstermin findet im Juli statt.

+++ 22.53 Uhr: Haftbefehl für Jack Warner +++

Die Behörden von Trinidad und Tobago haben laut Medienberichten einen Haftbefehl für den früheren FIFA-Vizepräsidenten Jack Warner erhalten. Das US-Justizministerium habe die Auslieferung Warners beantragt, zitiert die Zeitung "Trinidad Express" den Staatsanwalt Garvin Nicholas. Den Angaben zufolge wird der Antrag derzeit von der örtlichen Polizei geprüft.

Warner hatte nach den Festnahmen von sieben FIFA-Funktionären in Zürich in einem Fernsehinterview noch seine Unschuld beteuert.

+++ 22.24 Uhr: Costa Rica leitet eigene Ermittlungen ein +++

Nach der Festnahme des costa-ricanischen FIFA-Funktionärs Eduardo Li in der Schweiz leitet auch die Staatsanwaltschaft seines Heimatlandes Ermittlungen gegen den Verbandschef ein. Es solle geklärt werden, ob möglicherweise geflossene Schmiergelder nach Costa Rica gelangt seien, berichtet die Zeitung "La Nación" unter Berufung auf den zuständigen Staatsanwalt.

+++ 22.12 Uhr: Fifa-Kongress ohne Uefa? +++

In Zürich soll am Donnerstag (17.00 Uhr) ungeachtet der jüngsten Enthüllungen und Festnahmen der Fifa-Kongress eröffnet werden. Die Europäische Fußball-Union allerdings will auf ihrer Sitzung zuvor über einen möglichen Boykott der Versammlung der 209 Fifa-Mitgliedsländer beraten.

+++ 21.30 Uhr: Rousseff begrüßt Ermittlungen +++

Die brasilianische Staatschefin Dilma Rousseff sagt den Behörden ihre Unterstützung bei den Korruptionsermittlungen gegen führende FIFA-Funktionäre zu. Die Untersuchung sei sehr wichtig, sagt die Präsidentin bei ihrem Staatsbesuch in Mexiko. Die brasilianische Regierung werde mit den US-Behörden kooperieren, wenn dies gewünscht werde.

Sie befürworte auch eine Untersuchung des Vergabeverfahrens für die Fußball-WM 2014 in Brasilien. "Ich finde alle Weltmeisterschaften, alle Aktivitäten müssen untersucht werden", sagt Rousseff.

+++ 20.50 Uhr: Das Uefa-Statement im Wortlaut +++

"UEFA zeigt dieser FIFA die Rote Karte

Die heutigen Vorfälle sind ein Desaster für die FIFA und beflecken das Image des Fußballs in seiner Ganzheit.

Die UEFA ist zutiefst erschüttert und betrübt.

Die Vorgänge zeigen, einmal mehr, dass Korruption in der FIFA-Kultur tief verwurzelt ist.

Es ist notwendig, dass ein "Neustart" der kompletten FIFA erfolgt und eine echte Reform durchgeführt wird.

Beim anstehenden FIFA-Kongress besteht die Gefahr einer Farce. Deshalb werden sich die europäischen Verbände genau überlegen müssen, ob sie überhaupt am Kongress teilnehmen sollen, um ein System zu verwarnen, welches - insofern es nicht gestoppt wird - den Fußball letztendlich töten wird.

Die UEFA-Mitgliedsverbände treffen sich morgen im Vorfeld des FIFA-Kongresses. Zu diesem Zeitpunkt werden die europäischen Verbände entscheiden, welche weiteren Schritte notwendig sind, um den Fußball zu beschützen.

Aktuell sind die Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees davon überzeugt, dass es zwingenden Bedarf für einen Führungswechsel in dieser FIFA gibt und dass der FIFA-Kongress verschoben werden sollte, um innerhalb der nächsten sechs Monate eine neuerliche FIFA-Präsidentschaftswahl zu organisieren."

+++ 20.44 Uhr: Erstes Statement von Blatter +++

Fifa-Präsident Joseph Blatter äußert sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen hochrangige Funktionäre des Fußball- Weltverbandes nicht zu einer möglichen Verschiebung der für Freitag geplanten Präsidentschaftswahl.

"Das ist eine schwierige Zeit für den Fußball, die Fans und für die FIFA als Organisation. Wir haben Verständnis für die Enttäuschung, die viele zum Ausdruck gebracht haben...", lässt der 79 Jahre alte Schweizer in seiner ersten Stellungnahme verlauten. Sein Verband werde mit den betroffenen Behörden weiterhin zusammenarbeiten.

+++ 20.39 Uhr: Nicaragua bedauert Verhaftung von Funktionär +++

Der Fußballverband von Nicaragua (Fenifut) bedauert die Festnahme seines Ex-Präsidenten Julio Rocha im Zuge der Korruptionsermittlungen gegen Funktionäre der Fifa. "Es ist von Korruption und Verbindungen zur Sport-Mafia die Rede. Das ist eine bedauerliche Situation, weil Julio Rocha der größte Sportfunktionär der nicaraguanischen Geschichte ist", sagte Verbandssprecher Moisés Avalos.

Er wisse nicht, ob Rocha ein Verbrechen begangen habe. Stattdessen betonte er die Verdienste des ehemaligen Fenifut-Chefs. "Dank ihm haben wir ein Fußballnationalstadion, eine Talentschule und andere große Projekte", sagte Avalos.

+++ 20.04 Uhr: Fifa sperrt elf Funktionäre +++

Der Weltverband Fifa hat insgesamt elf Funktionäre vorläufig für sämtliche Fußball-Aktivitäten gesperrt. Darunter seien auch die Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo, teilt der Weltverband nach einer Entscheidung seiner Ethikkommission Mittwoch mit.

+++ 19.48 Uhr: Uefa fordert Verschiebung der Fifa-Präsidentenwahl

Die Europäische Fußball-Union fordert die Verschiebung der für Freitag geplanten Präsidentenwahl beim Kongress des Weltverbandes FIFA. Das teilt die UEFA am Mittwoch nach einer Sitzung in Warschau mit.

+++ 18.50 Uhr: FIFA-Funktionären drohen 20 Jahre Haft +++

Den verdächtigen Fußball-Funktionären im Korruptionsskandal drohen bis zu 20 Jahre Haft. Das sei die Höchststrafe in solchen Fällen von organisierter Kriminalität, sagt US-Justizministerin Loretta Lynch. Einer der Angeschuldigten habe sich etwa mit rund zehn Millionen Dollar (9,2 Millionen Euro) bereichert. Lynch zufolge sind allein im Zusammenhang mit der Vergabe der Copa America 2016 in den USA rund 110 Millionen Dollar (101 Millionen Euro) an Bestechungsgeldern geflossen.

+++ 18.32 Uhr: Russland beklagt Anwendung von US-Recht +++

Russland wird offenbar wegen der Ermittlungen auch zur WM-Vergabe 2018 nervös. Laut Nachrichtenagentur AFP beklagt Russland die "illegale" Anwendung von US-Recht im Zuge des FIFA-Korruptionsskandals.

+++ 18.02 Uhr: Verhaftete wehren sich gegen Auslieferung +++

Die verhafteten hochrangigen Fußball-Funktionäre widersezen sich mehrheitlich einer Auslieferung in die USA. Nur eine von sieben Person habe in der ersten Anhörung Bereitschaft zu einer vereinfachten Auslieferung signalisiert, teilt das Schweizer Justizministerium mit. Die Schweizer Behörde werde die USA nun auffordern, für die übrigen sechs Personen innerhalb von 40 Tagen ein formelles Auslieferungsersuchen zu stellen.

+++ 17.47 Uhr: Brasiliens Verband warnt vor Vorverurteilung +++

Brasiliens Fußball-Verband CBF warnt nach der Festnahme seines früheren Präsidenten José Maria Marin vor einer Vorverurteilung. Man werde nach den "schwerwiegenden Ereignissen" in Zürich die Ermittlungen unterstützen und das Ergebnis abwarten, "ohne vorher ein Urteil über Schuld oder Unschuld zu fällen", teilt der Verband in Rio de Janeiro mit. Marin war bis April Präsident des CBF. Er wurde wiederholt mit Korruptionsvorwürfen und angeblicher Veruntreuung öffentlicher Mittel in den 1970er und 1980er Jahren in Verbindung gebracht.

+++ 17.20 Uhr: Pressekonferenz beendet +++

Die Pressekonferenz ist nach der Fragerunde beendet.

+++ 17.06 Uhr: US-Bankensystem für Geldverteilung genutzt +++

Nun beantwortet die US-Justizministerin Loretta Lynch Fragen der Journalisten. Zu den Ermittlungstechniken des FBI will sie allerdings keine Auskunft geben. Offenbar wurden aber Telefonate abgehört und Mails abgefangen. Die Beschuldigten sollen in die USA ausgeliefert werden und dort vor Gericht gestellt werden. Das US-Bankensystem wurde genutzt, die Schmiergelder zu verteilen. Daher sei die US-Justiz zuständig.

+++ 17.03 Uhr: 151 Millionen US-Dollar Bestechungsgelder

"Wir gehen von 151 Millionen Dollar Bestechungsgeldern aus", sagt Richard Weber, der Chef der US-Steuerbehörde. "Die Ermittlungen sind noch nicht zuende. Wir werden weiter arbeiten, um diese Leute vor Gericht zu bringen."

+++ 16.57 Uhr: FBI-Direktor spricht +++

James Coney, der Direktor der US-Polizeibehörde FBI, erklärt, keiner stehe über dem Gesetz. "Dies ist erst der Anfang, nicht das Ende." Offenbar stehen weitere Ermittlungen wegen Korruption in der FIFA bevor.

+++ 16.55 Uhr: Staatsanwalt spricht von 20 Jahren FIFA-Korruption +++

Staatsanwalt Kelly T. Currie spricht und erklärt das System der Korruption innerhalb der FIFA. "Korruption gibt es dort schon seit zwei Jahrzehnten." Das soll nun nach seinem Willen ein Ende haben: "Wir wollen den Fußball von der Korruption säubern."

"Sie haben das weltweite Fußballgeschäft korrumpiert, um sich selbst zu bereichern. Sie haben es immer und immer wieder gemacht. Jahr um Jahr, Turnier um Turnier."

+++ 16.50 Uhr: "Korruption auch bei Vergabe WM 2010 +++

Die Pressekonferenz des FBI hat begonnen. Zunächst spricht US-Justizministerin Loretta Lynch. Sie zählt organisierte Kriminalität, Bestechung und Geldwäsche als Ermittlungspunkte auf. Die Korrupiton habe 1991 angefangen. "Es geht auch um die Vergabe der WM 2010 in Südafrika. Auch bei diesem historischen Ereignis gab es Korruption." Sechs der 14 Verdächtigen seien geständig.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werde Blatter nichts vorgeworfen. Es gebe bei der Fifa noch einen großen Aufklärungsbedarf. Es sei aber nicht Ziel des Ministeriums, die 2018 und 2022 in Russland und Katar geplanten Fußballweltmeisterschaften zu verhindern.

+++ 16.49 Uhr: Ex-FIFA-Vizepräsient Warner beteuert Unschuld +++

Der frühere FIFA-Vizepräsident Jack Warner aus Trinidad und Tobago beteuert nach den Festnahmen in Zürich seine Unschuld. Er sei nicht verhört worden und außerdem nicht mehr im Fußball aktiv, sagte der ehemalige Funktionär des Weltverbandes. Im Fernsehsender TV6 betonte er: "Die US-Behörden wissen, wo sie mich finden." Er könne "nachts ruhig schlafen".

+++ 15.47 Uhr: Rauball fordert Konsequenzen für FIFA-Kongress +++

Liga-Präsident Reinhard Rauball hat sich nach den Festnahmen von sieben hochrangigen Fußball-Funktionären gegen eine Durchführung des FIFA-Kongresses wie geplant ausgesprochen. "Es wäre das absolut falsche Signal, wenn unter dem Eindruck dieser Entwicklungen die Agenda des FIFA-Kongresses wie geplant abgearbeitet würde", sagt er in einer Pressemitteilung der Deutschen Fußball Liga. Zwei Tage vor den angesetzten Präsidentschaftswahlen in Zürich betonte Rauball: "Man darf nicht einfach zur Tagesordnung übergehen."

+++ 15.31 Uhr: Adidas kritisiert FIFA +++

Der FIFA-Sponsor Adidas ermahnt den Weltfußballverband mit ungewöhnlich deutlichen Worten zu sauberen Geschäften. Der Sportausrüster lege an sein eigenes Verhalten höchste ethische Maßstäbe, erklärt Adidas. "Wir erwarten dieses Verhalten auch von unseren Partnern", betont das Unternehmen, das der FIFA seit Jahrzehnten als zahlungskräftiger Sponsor verbunden ist. "Nach den heutigen Neuigkeiten bestärken wir deshalb die FIFA darin, auch weiterhin transparente Compliance-Standards zu setzen und diese konsequent anzuwenden."

+++ 15.17 Uhr: WM-Vorbereitungen in Russland gehen weiter +++

Russland sieht sich als Gastgeber der Fußball-WM 2018 durch die Festnahmen und Ermittlungen beim Weltverband FIFA nicht belastet. Die betroffenen Funktionäre hätten "keine Beziehung" zu dem Turnier in drei Jahren, sagte Sportminister Witali Mutko der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Russland sei zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereit. "Wir haben nichts zu verbergen."

Vizeparlamentschef Igor Lebedew begrüßte die Ermittlungen. "Diebstahl und Korruption müssen bekämpft werden, ob bei internationalen Organisationen oder etwa beim russischen Fußballverband", meinte er. Russlands Gastgeberrolle sei nicht gefährdet. "Ich sehe da keinen Zusammenhang. Die Vorbereitungen bei uns laufen", sagte Lebedew.

+++ 14.29 Uhr: DFB-Präsident sieht Fußball beschädigt +++

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sieht den Fußball durch die Ermittlungen und Festnahmen im Zuge des neuen Skandals um den Weltverband FIFA beschädigt. "Es wäre erschütternd, wenn sich die im Raum stehenden, schweren Vorwürfe gegen Mitglieder der FIFA als richtig herausstellen", teilt der Chef des Deutschen Fußball-Bundes mit. "Es ist schockierend und schädlich für den gesamten Fußball, was sich in Zürich zwei Tage vor dem FIFA-Kongress abspielt."

+++ 13.59 UHr: UEFA "erstaunt und traurig" +++

Die Europäische Fußball-Union UEFA reagiert "erstaunt und traurig" auf die Ermittlungen und Festnahmen im Zuge des neuen Skandals um den Weltverband FIFA. Man warte "jetzt auf detaillierte Informationen", teilt der Kontinentalverband. Ein informelles Treffen des UEFA-Exekutivkomitees soll am Nachmittag vor dem Europa-League-Finale in Warschau stattfinden. "Weitere Stellungnahmen hierzu werden zu gegebener Zeit verlautbart", hieß es.

+++ 13.30 Uhr: Schweiz sperrt Funktionärskonten +++

Im Verfahren um die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 lassen die Schweizer Behörden Konten bei mehreren Banken sperren. Zudem wird die Beschlagnahme der Kontounterlagen angeordnet. Es handelt sich um Konten, über die Bestechungsgelder geflossen sein sollen, teilt das Bundesamt für Justiz mit. Die Festnahmen und Kontosperrungen erfolgen auf der Grundlage eines Rechtshilfeersuchens der amerikanischen Bundespolizei FBI, die gegen die Funktionäre ermittelt.

+++ 13.15 Uhr: Zwanziger nennt Fifa "großen Sumpf" +++

Fifa-Spitzenfunktionär Theo Zwanziger hält das juristische Vorgehen gegen den Fußball-Weltverband für überfällig. "Ich bin froh, dass endlich etwas passiert", sagt der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes der "Rheinischen Post".

"Das ist ein großer Sumpf", sagt Zwanziger, der noch Mitglied der Fifa-Exekutive ist. Das Problem sei allerdings nicht damit erledigt, die Wiederwahl des umstrittenen FIfa-Chefs Joseph Blatter am Freitag zu verhindern. "Der Fehler liegt im System der Fifa. Es können sich zu viele bedienen." Zwanziger fordert auch weitreichende Ermittlungen zu den aus seiner Sicht unrechtmäßigen Vergaben der WM-Turniere 2018 und 2022 an Russland und Katar: "Auch diesbezüglich muss es intensive Untersuchungen geben. Es darf nichts unter den Teppich gekehrt werden."

+++ 11.50 Uhr: Fifa hält an Katar und Russland fest +++

Die Fußballweltmeisterschaften 2018 und 2022 sollen trotz der Korruptionsaffäre beim Weltfußballverband Fifa wie geplant in Russland und Katar ausgetragen werden. Auch die Frage nach einem Rücktritt von Fifa-Präsident Sepp Blatter stelle sich nicht, da der Schweizer Verbandsmanager nicht von den Korruptionsvorwürfen betroffen sei, erklärt Fifa-Sprecher De Gregorio.

+++ 11.35 Uhr: "Blatter hat damit nichts zu tun" +++

Fifa-Pressechef Walter de Grigorio sagt klipp und klar: "Sepp Blatter wird zur Wahl antreten. Blatter hat damit nichts zu tun. Vergessen Sie nicht. Es war die Fifa, die die Generalstaatsanwaltschaft gebeten hat, Ermittlungen aufzunehmen."

Zur Gemütslage von Blatter sagt de Gregorio: "Er tanzt natürlich nicht in seinem Büro."

+++ 11.30 Uhr: US-Behörden veröffentlichen Namen +++

Das US-Justizministerium hat mittlerweile die Namen der verhafteten Fifa-Funktionäre veröffentlicht. Hier können Sie die offizielle Mitteilung einsehen. Es befinden sich tatsächlich die zwei Fifa-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo. Die Behörde teiltzudem mit, dass es nicht das Ende der Ermittlungen sei.

+++ 11.20 Uhr: "Wahl findet wie geplant statt" +++

Fifa-Pressesprecher Walter de Gregorio äußert sich:

"Den Vorwürfen ist nichts hinzufügen, ich kann das nicht weiter kommentieren"

"Das Timing ist nicht das beste, die Eröffnung des Strafverfahrens gleichzeit mit dem Fifa-Kongress, der ansteht."

"Wir stellen alle Mittel zur Verfügung, die wir haben. Es ist unser größtes Interesse, dass alle ofennen Fragen beantwortet werden können."

"Der Generalsekräter und der Präsident sind nicht betroffen. Sie müssen sich an den Generalstaatsanwalt wenden, wenn sie weitere Fragen zu Personen haben."

"Wir sind sehr glücklich was passiert ist. Die Fifa leidet. Es ist ein schwieriger Moment für die Fifa."

"Der Fifa-Kongress, die Präsidentschafts-Wahl wird stattfinden wie geplant. "

+++ 11.15 Uhr: Fifa will sich äußern +++

Die Fifa will sich in einer Pressekonferenz zu den Vorkommnissen äußern. Eigentlich war die PK für 11 Uhr angesetzt, derzeit verzögert sie sich noch.

+++ 11.15 Uhr: CNN: Concacaf-Hauptquartier durchsucht +++

Nach US-Medienangaben handelt es sich um eine internationale Razzia. Zeitgleich zu den Durchsuchungen in der Schweiz soll ein Razzia in Miami stattgefunden haben - dort befindet sich das Hauptquartier des Concacaf. Das ist der nord- und mittelamerikanische Fußballverband.

+++ 11 Uhr: Strafverfahren um WM-Vergabe 2018 und 2022

Die Schweizer Staatsanwaltschaft hat rund um die Vergaben der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar ein Strafverfahren eröffnet. In dem Zusammenhang seien im Hauptquartier des Fußball-Weltverbandes Fifa in Zürich elektronische Daten und Dokumente sichergestellt worden, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

+++ 10.30 Uhr: "Trauriger Tag für Fußball" +++

Sepp Blatters einziger Konkurrent bei der Präsidentschaftswahl, Prinz Ali bin al-Hussein, spricht von einem "traurigen Tag für den Fußball" gesprochen. Mit Verweis auf den weiteren Verlauf der Untersuchungen und Maßnahmen sei es aber nicht angemessen, "zum jetzigen Zeitpunkt darüber hinaus" Kommentare abzugeben, hieß es in einer Mitteilung des jordanischen Verbandschefs.

+++ 9 Uhr: 100 Millionen Dollar Bestechungsgelder? +++

Die Schweizer Sicherheitsbehörden haben bei ihrem Vorgehen gegen Fifa-Funktionäre am Mittwochmorgen in Zürich sechs Verdächtige festgenommen. Sie befinden sich in Auslieferungshaft. Die Maßnahme sei auf Anordnung des Schweizers Bundesamts für Justiz erfolgt, berichtet Behördensprecher Volker Galli. Die Festgenommenen werden laut Galli "von den US-Behörden verdächtigt, Bestechungsgelder in Höhe von über 100 Millionen Dollar angenommen zu haben".

+++ 8 Uhr: Medien: Fifa-Vizepräsident verhaftet +++

Fifa-Vizepräsident Jeffrey Webb gehört laut Medienberichten zu den sechs in Zürich festgenommenen Fußball-Funktionären. Das berichtet der englische Sender BBC. Webb führt auch den CONCACAF-Verband.

Nach diesen Informationen ist auch das Exekutivmitglieder Eugenio Figueredo (Uruguay) in Auslieferungshaft. Außerdem seien der brasilianische Verbandschef José Maria Marin (Brasilien) und Eduardo Li (Costa Rica) festgesetzt worden.

Li sollte beim Fifa-Kongress in dieser Woche eigentlich in die "Regierung" des Weltverbandes gewählt werden. Fifa-Chef Joseph Blatter soll laut Medienberichten nicht zu den Beschuldigten gehören.

+++ 7.15 Uhr: Polizeieinsatz gegen Funktionäre +++

Die Schweizer Polizei ist am Mittwoch gegen mehrere Funktionäre des Weltfußballverbands Fifa vorgegangen. Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die "New York Times" berichtet, dass sich mehrere Spitzenfunktionäre unter den Festgenommenen befinden.

feh/tkr/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters

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