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Fragen und Antworten zur Fifa-Razzia: Wer wurde verhaftet? Und was wusste Blatter?

Der Fifa steht der nächste Skandal ins Haus. Mehrere hochrangige Funktionäre wurden verhaftet und sollen an die USA ausgeliefert werden. Es geht um schwere Vorwürfe.

Ob der aktuelle Skandal Fifa-Präsident Sepp Blatter Kopfschmerzen bereitet? Am Freitag will er sich wiederwählen lassen

Ob der aktuelle Skandal Fifa-Präsident Sepp Blatter Kopfschmerzen bereitet? Am Freitag will er sich wiederwählen lassen

Die Fifa-Präsidentschaftswahlen stehen kurz bevor. Am Freitag soll Verbands-Chef Sepp Blatter wiedergewählt werden. Mitten hinein in die Fifa-Feierlichkeiten platzt nun ein neuer gigantischer Skandal. Schweizer Sicherheitsbehörden haben in einer umfassenden Razzia mehrere hochrangige Mitglieder des Fußball-Weltverbandes festgenommen. Das Schweizer Bundesamt für Justiz bestätigte, dass die Verdächtigen in Auslieferungshaft genommen wurden. Ihnen droht die Abschiebung in die USA. Die Vorwürfe von amerikanischen Ermittlern: Betrug, Erpressung und Geldwäsche.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Polizeiaktion und zu den Vorwürfen im Überblick:

Was ist passiert und worum geht's?

Schweizer Sicherheitsbehörden haben in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen FBI mehrere Fifa-Funktionäre verhaftet. Laut Schweizer Behörden geht es um Bestechungszahlungen von über 100 Millionen Dollar seit den 90er Jahren. Ein Sprecher des Schweizer Bundesamts für Justiz sagte, das Geld sei von Sportmedien- und Sportvermarktungsunternehmen gekommen. Als Gegenleistung hätten sie Medien-, Sponsoring- und Vermarktungsrechte an Fußball-Turnieren in den USA und Lateinamerika erhalten.

Wer wurde verhaftet?

Bei den Festgenommenen handelt es sich nach Angaben des US-Justizministeriums zuvorderst um Jeffrey Webb, 50, den Präsidenten des Concacaf-Verbandes (Nord- und Mittelamerika) und Vize-Präsidenten des Fifa-Exekutivkomitees. Auch der Uruguayer Eugenio Figueredo, 83, ist verhaftet worden - er ist ebenfalls Vize-Präsident des Exekutivkommitees. Beide sind engste Vertraute von Verbandschef Sepp Blatter, 79.

Die weiteren verhafteten Funktionäre sind Jack Warner (72, früherer Vizepräsident der Fifa, des Concacaf-Verbandes und des Fifa-Exekutivkomitees, Präsident des karibischen Fußballverbands CFU), Eduardo Li (56, Mitglied des Exekutivkomitees der Fifa und der Concacaf, Präsident des costaricanischen Fußballverbandes), Julio Rocha (64, Fifa-Entwicklungs-Funktionär, Präsident des Fußballverbandes von Nicaragua), Costas Takkas (58, Attaché des Concacaf-Vorsitzenden), Rafael Esquivel (68, Mitglied des Exekutivkomitees des südamerikanischen Fußballverbandes Conmebol und Präsident des venezolanischen Fußballverbandes), José Maria Marin (83, Mitglied des Organisationskomitees für das olympische Fußballturnier früherer Präsident des brasilianischen Fußballverbandes CBF) und Nicolás Leoz (86, Conmebol-Präsident, früheres Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees).

Hinzu kommen vier Sport-Marketing-Experten: Alejandro Burzaco (50, Torneos y Competencias S.A., Argentinien), Aaron Davidson (44, Traffic Sports Inc., USA) Hugo und Mariano Jinkis (70 und 40, Full Play Group S.A., Argentinien). Hinzu kommt José Margulies (75, Valente Corp. and Somerton Ltd., Brasilien), dem die Vermittlung illegaler Zahlungen zwischen Führungskräften aus dem Sport-Marketing und Fußball-Funktionären vorgeworfen wird.

Warum wurden die Personen gerade jetzt verhaftet?

In den USA laufen seit längerem Untersuchungen des FBI gegen frühere Fifa-Funktionäre. Der ehemalige US-Verbandschef Chuck Blazer und der frühere Blatter-Stellvertreter Jack Warner aus Trinidad und Tobago gehören zu Beschuldigten in diversen Korruptionsverdachtsfällen. Bei der Fifa-Präsidentschaftswahl in der Schweiz am Donnerstag und Freitag treffen sich alle hochrangigen Fifa-Funktionäre.

Warum ermittelte ausgerechnet das FBI?

Die Untersuchungen liefen über die USA, weil die Anschuldigungen offenbar auf Geldübergaben in den USA beruhen. Zudem sollen die Zahlungen in Dollar abgewickelt worden sein. Das rief das FBI auf den Plan. Die Behörde soll Korruptionszahlungen über einen Zeitraum von über 20 Jahren untersucht haben.

Was wusste Sepp Blatter - hat er damit zu tun?

Fifa-Chef Joseph Blatter gehört nicht zu den Beschuldigten. Während einer Pressekonferenz betonte der Weltfußballverband, dass er selber die Generalstaatsanwaltschaft gebeten habe, Ermittlungen aufzunehmen. Inwiefern Blatter von den Zahlungen tatsächlich Kenntnis hatte oder nicht, kann zur Stunde nicht geklärt werden. Wie Blatter gehört auch Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke nicht zu den beschuldigten.

Wird der Fifa-Kongress trotzdem stattfinden?

Der Fifa-Kongress und die Präsidentschaftswahl wird nach Aussage von Fifa-Medienchef Walter de Gregorio wie geplant an diesem Donnerstag und Freitag stattfinden. Der 79-jährige Sepp Blatter geht als großer Favorit in die Wahl für eine fünfte Amtszeit. Einziger Gegenkandidat ist Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien, dem aber praktisch keine Siegchancen eingeräumt werden. Ob sich daran durch die aktuellen Ereignisse etwas geändert hat, lässt sich im Moment kaum einschätzen.

Wie sagt die Fifa zu den Vorgängen?

Fifa-Mediendirektor Walter de Gregorio hat während einer Pressekonferenz in Zürich zu den Ermittlungen Stellung genommen. Danach hat die Fifa die Generalstaatsanwaltschaft selbst gebeten, Ermittlungen aufzunehmen. "Das ist gut für die Fifa. Es nicht gut für das Image, wegen des Rufes. Im Sinne der Transparenz, dass es bereinigt wird, ist es gut", sagte de Gregorio. Und: "In diesem Kontext ist die Fifa die beschädigte Partei." Für Fifa-Chef Sepp Blatter gebe es keinen Grund, zurückzutreten. Die Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar stehen laut de Gregorio nicht in Frage.

feh/dho/DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(